stARTcamp Wien
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Am 10. Dezember findet im MAK das dritte stARTcamp Wien statt

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Als wir 2009 die erste stARTconference organisierten, wurde jede Kultureinrichtung, die einen Account auf Twitter oder Facebook anlegte, freudig begrüßt und lobend erwähnt. Wer mit einem Blog startete, konnte sich sicher sein, als Pionier im Social Web gesehen zu werden? Und heute? Yann Graf hat sich gerade die Theaterlandschaft in der Schweiz genauer angeschaut und die Ergebnisse in seinem Report „Digital Stage 2015“ zusammengefasst. 93% der Schweizer Theater haben heute eine Facebookseite und 36% betreiben aktiv einen Twitteraccount.

Heute ist es eher eine Erwähnung wert, wenn jemand noch nicht auf Facebook oder Twitter aktiv ist und nachdem die meisten Kultureinrichtungen heute jemanden haben, der für Social Media zuständig ist, könnten wir uns jetzt eigentlich zufrieden zurücklehnen und konstatieren, dass der Kunst- und Kulturbereich im Social Web angekommen ist. Blöd nur, dass sich die digitale Welt rasant weiter entwickelt hat. Klaus Eck und Doris Eichmeier haben im letzten Jahr ein Buch über die Content-Revolution (Affiliate Link) geschrieben und schreiben einleitend:

„Markeninhaber müssen künftig auch das publizistische und verlegerische Handwerkszeug exzellent beherrschen und es zu Gunsten ihrer Marke einsetzen.“

Unternehmen und damit auch Kultureinrichtungen vom Content her denken, das ist das Credo von ExpertInnen wie Kristina Halvorson oder auch Mirko Lange. Wir machen es meist genau umgekehrt, stürzen uns auf eine neue Technik und suchen dann verzweifelt nach geeigneten Inhalten. Vor allem im Bereich der App-Entwicklung ist das oft zu beobachten. Sie haben zum Teil tolle Features, aber bringen den NutzerInnen am Ende nicht viel.

Während wir noch von Social Media sprechen, sind einige schon ein Stück weiter und beschäftigen sich mit der Frage, welche Strategien es braucht, um ein Unternehmen vom Content her zu denken. Kulturbetriebe vom Content her denken und die entsprechenden Strategien dafür zu entwickeln, das wird die Herausforderung der nächsten Jahre sein. Dieser Herausforderung stellt sich auch das stARTcamp Wien, das am 10. Dezember 2015 im MAK, dem Österreichischen Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst stattfinden wird.

© Margherita Spiluttini/MAK

Nach der Premiere in der Kunsthalle Wien und der zweiten Ausgabe im Essl Museum freue ich mich, dass wir auch dieses Jahr wieder in einem Museum zu Gast sein dürfen. Unter der Überschrift „digitale Strategien“ versuchen wir herauszufinden, welche Wege verschiedene Kultureinrichtungen eingeschlagen haben, um den Herausforderungen zu begegnen, vor denen sie heute stehen.

Und dabei geht es nicht nur um die Frage, wie Kultureinrichtungen heute kommunizieren beziehungsweise welche Kanäle sie dafür nutzen, sondern auch um Themen, die die internen Bereiche betreffen. Wie kommunizieren wir beispielsweise im eigenen Haus? Ist es nicht merkwürdig, wenn wir für die externe Kommunikation auf soziale Netzwerke setzen, während intern nach wie vor die gute alte Email und ein gemeinsames Laufwerk herhalten müssen? Wie sieht der Workflow aus, wenn eine App uns dazu zwingt, schon sehr frühzeitig Informationen über kommende Angebote zur Verfügung zu stellen? Und natürlich stellt sich auch die Frage nach den geeigneten Führungsmodellen, denn wir alle wissen, dass es wenig zielführend ist, wenn ein Tweet erst von drei übergeordneten Führungsebenen abgesegnet werden muss.

Aber letzten Endes bestimmen die TeilnehmerInnen selbst, welche Themen und Fragen auf dem stARTcamp diskutiert werden sollen, denn natürlich setzen wir auch dieses Jahr wieder auf das Barcamp-Prinzip (siehe dazu: „Was ist eigentlich ein stARTcamp?„), das heißt, es sind die TeilnehmerInnen, die in der Eröffnungssession das Programm festlegen.

Los geht es am 10. Dezember 2015 um 9 Uhr mit der Registrierung, die Eröffnungssession ist für 9:30 geplant, um 17:30 ist das stARTcamp Wien dann schon wieder Vergangenheit.

Hier die wichtigsten Informationen:

Das stARTcamp Wien findet im MAK (siehe Google Maps) statt. Das Haus liegt am Stubenring 5 (1010 Wien) und ist z.B. gut mit der U3 (Station Stubenring) vom Westbahnhof zu erreichen. Das Ticket kostet 30 Euro und kann auf Eventbrite online gekauft werden. Damit finanzieren wir das Catering und all die Kleinigkeiten, die halt so notwendig sind, wenn man ein stARTcamp organisiert. Räumlichkeiten und Infrastruktur werden uns unentgeltlich vom MAK zur Verfügung gestellt, ich sage jetzt schon danke dafür. Organisiert wird das stARTcamp von Olivia Harrer (Leiterin der Marketingabteilung des MAK), Michael Wuerges und mir.

Der Hashtag ist wie immer #scvie, Informationen zum stARTcamp gibt es hier im Blog, über Facebook und Twitter. Noch Fragen? Dann bitte ich sie einfach hier als Kommentar zu stellen oder via Facebook bzw. per Mail.

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