All Posts Tagged ‘veranstaltungshinweis

Beitrag

Fundraising: Neue Ideen haben es schwer

3 Kommentare

Die U-Bahn-Station vor meiner Haustüre scheint für Fundraiser ein beliebter Ort zu sein. Oft werde ich dort von ihnen angesprochen, um mich davon zu überzeugen, sie und die Arbeit ihrer NGO finanziell zu unterstützen. Habe ich mir anfangs die Sprüche immer brav angehört, bin ich heute eher genervt und abweisend. Wer mir da was erzählen möchte, interessiert mich eigentlich gar nicht mehr.

Eigentlich ist das schade, denn die Arbeit der NGOs ist  wichtig und verdient auch Unterstützung. Nur dieser Weg ist nicht der richtige, zumindest für mich nicht. Gibt es da wirklich keine besseren Ansätze als die Phrase „Grüß Gott der Herr, haben Sie 5 Minuten Zeit für … (hier kann man wahlweise Themen wie Umwelt, Kinder, Menschenrechte, etc. einsetzen)?“

Diese Situationen fielen mir ein, als ich vom Österreichischen Fundraising Verband zu seiner 3. Fachtagung für Kulturfundraising und -sponsoring eingeladen wurde. Man bat mich, einen Vortrag darüber zu halten, wie das Neue in die Welt kommt, in diesem Fall in die Fundraising-Welt. Aber warum braucht Fundraising überhaupt etwas Neues? Bei meiner Recherche stieß ich im Critical Fundraising Blog auf den Beitrag „Share and share alike – until we’re all doing exactly the same thing“ von Joe Jenkins. Er konstatiert darin, dass im NGO-Bereich die Bereitschaft, Dinge zu teilen und mit anderen zusammen zu arbeiten, außergewöhnlich hoch sei. So toll das auch sei, dies führe dazu, so Jenkins weiter, dass alle NGOs gleich kommunizieren:

„To the rest of the world we mostly look, act, and appear to be the same.“

Eine mögliche Lösung dieses Problems besteht für ihn darin, mit Hilfe von Kreativität und Innovation Unterscheidungsmerkmale zu schaffen. Bei der Lektüre dieses Blogbeitrags fielen mir wieder die Fundraiser an der U-Bahn-Station ein. Wir beide sind der Ansicht, dass die Kommunikation immer nach dem gleichen Muster funktioniert, nur hat Jenkins das natürlich etwas profunder formuliert als ich das kann.

Auf die Frage, wie das Neue in die Welt kommt, habe ich eigentlich zwei Antworten gefunden: Auf der einen Seite gibt es da das Neue, auf das wir nur sehr wenig Einfluß haben. Auf der gesellschaftlichen Ebene sind das Treiber wie

  • der demografische Wandel,
  • die Globalisierung,
  • die Digitalisierung und
  • der Wertewandel.

Auf der organisatorischen Ebene ist die Digitalisierung ebenfalls ein ganz wichtiger Treiber. Aber auch neue Managementansätze und -modelle verändern die Welt der Unternehmen und Organisationen. Basierend auf der Arbeit des amerikanischen Psychologieprofessors Clare W. Graves entwickelten Martina Bär-Sieber, Rainer Krumm und Hartmut Wiehle in ihrem Buch „Unternehmen verstehen, verändern, gestalten“ (Affiliate Link) ihren Ansatz für Unternehmen, in dem sie deren evolutionäre Entwicklung beschreiben. In eine ähnliche Richtung geht Frederic Laloux in seinem Buch „Reinventing Organisations“ (Affiliate Link), der darin zeigt, wie sich Unternehmen vom tribal impulsiven Organisationstyp in Richtung einer integral evolutionären Organisation entwickeln.

Aber natürlich haben wir es auch selbst in der Hand, Neues zu schaffen. Mir ist in diesem Zusammenhang Professor Peter Kruse eingefallen, der sich immer wieder mit der Frage beschäftigt hat, welche Voraussetzungen es braucht, um kreativ beziehungsweise innovativ sein zu können. Zwei Dinge braucht es seiner Ansicht nach dafür:

  • Diversity, weil Unterschiedlichkeit im System zu internen Spannungen führt. Das Resultat sind instabile Phasen, in denen sich neue Muster entwickeln lassen.
  • Netzwerke, weil sie über ein hohes Maß an Komplexität und Dynamik verfügen, mit deren Hilfe wir die Herausforderungen, vor denen wir stehen, bewältigen können.

Wie aber „bauen“ wir uns ein Netzwerk? Laut Prof. Kruse braucht es dafür drei Charaktere,

  • den Creator, der ständig mit neuen Ideen kommt,
  • den Owner, der alles weiß und
  • den Broker, der jemanden kennt, der etwas weiß

Diese drei bilden seiner Ansicht nach das menschliche Gehirn ab und lassen sich als intelligentes System verstehen, dessen „Summenintelligenz“ höher ist als die Intelligenz der beteiligten Menschen (siehe dazu auch mein Blogpost „Bauen Sie Systeme, die stören„).

Wenn es darum geht, kreativ zu sein, müssen also die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Sie alle kennen vermutlich die verschiedendsten Strategien, um solche „indirekten Möglichkeitsräume“, wie Prof. Kruse sie genannt hat, zu schaffen. Jake Knapp hat in seinem Buch „Sprint“   (Affiliate Link) einen möglichen Weg aufgezeichnet, um Raum sowohl für kreative Ideen, als auch für die praktische Lösung des Problems zu finden. Fünf Tage braucht er dafür:

  • Montag: Problem analysieren und einen Aspekt auswählen, auf den man sich konzentriert.
  • Dienstag: Mögliche Lösungswege skizzieren
  • Mittwoch: Entscheidung für einen dieser Wege
  • Donnerstag: Prototyp bauen
  • Freitag: Prototyp testen

Das ist in kurzen Zügen die Zusammenfassung meines Vortrags, für den ich die folgenden Folien verwendet habe:

 

Kein Interesse an technologischen Entwicklungen

Neue Impulse zu setzen, neue Ideen ins Spiel zu bringen, das scheint, so meine Beobachtung während der Fachtagung, im Fundraising-Bereich gar nicht so einfach zu sein. Während Bernard Ross von der Arts Fundraising School in London sich in seiner Keynote unter anderem mit der Frage beschäftigte, wie wir verhaltensökonomische Modelle in das Fundraising einfließen lassen können, ging es bei den Vortragenden aus Österreich eher um ganz klassische Themen. Zwar wurde oft über die knappen Ressourcen gesprochen, aber Lösungsansätze gab es keine. Gerade hier wäre viel Platz für neue Ideen, aber es blieb bei der Feststellung, dass es sehr schwer sei, gute MitarbeiterInnen für das Fundraising zu gewinnen.

Zwei Punkte sind mir besonders aufgefallen. Erstens, Crowdfunding war auf dieser Tagung kein Thema. Ich finde das bedauerlich, denn diese Form der Finanzierung wird von vielen (noch) völlig unterschätzt. Beim Crowdfunding geht es nicht nur einfach darum, eine bestimmte Geldsumme einzusammeln, nein! Ich kann rund um die Kampagne mein Marketing aufbauen und erfahre sehr viel über meine Zielgruppe(n).

Außerdem kann sich das Crowdfunding zu einem wichtigen Bestandteil meiner Fundraisingaktivitäten entwickeln. Hier sehen Sie etwas vereinfacht die Fundraisingpyramide:

Die Grafik zeigt, dass wir uns eine Basis schaffen müssen, um nach einiger Zeit strategische Partner gewinnen können, die uns unterstützen. Viele Kultureinrichtungen haben deshalb Freundes- oder Fördervereine eingerichtet. Ihr Ziel ist eher der Aufbau einer Beziehung, denn der Aufwand ist meist recht groß, der Ertrag (noch) gering. Crowdfunding kann hier eine Alternative sein. Oder eine Ergänzung, denn natürlich ist auch in diesem Fall der Aufwand groß. Den Vorteil sehe ich in der engen Verschränkung mit dem Marketing und der Tatsache, dass eine Crowdfundingkampagne meist eine größere Sichtbarkeit aufweist als etwa ein Förderverein.

Aufschlussreich war für mich zweitens, dass die technologischen Entwicklungen gar kein Thema waren. Eine der größten Herausforderungen besteht für mich darin, den Kontakt zu Menschen aufzubauen, sie für meine Arbeit zu interessieren und eine Beziehung aufzubauen. Vielleicht haben Sie schon von Chatbots gehört, die in den verschiedenen Messengern eingesetzt werden können. Wofür lassen sich diese „textbasierten Dialogsysteme“ nutzen? Jörg Reschke beschäftigt sich in einem Blogpost mit dem „Potenzial von Chatbots für Nonprofits“ und listet darin einige Möglichkeiten auf:

  • Ein Chatbot lässt sich abonnieren, um über ein bestimmtes Thema informiert zu werden.
  • Der Facebook Messenger bietet in den USA schon heute die Möglichkeit des Bezahlens via Chatbot an. Die Spende über ein Chatbot wird also vermutlich in nicht allzu ferner Zeit möglich sein.
  • Viele UserInnen werden über eingehende Nachrichten im Messenger ihrer Wahl per Push-Meldung benachrichtigt. Dazu gehören natürlich auch die mit einem Chatbot verschickten Nachrichten.
  • Chatbots ermöglichen ohne große Hürden den direkten persönlichen Kontakt. Wenn die Kommunikation einmal aufgebaut ist, kommen Sie zukünftig direkt zu ihrem Gegenüber.
  • Im Unterschied zum Email-Newsletter haben Messenger-Bots viel höhere Öffnungsraten.

Attraktiv sind Chatbots vermutlich so lange, bis jeder einen hat. Kreative Ideen sind also gefragt, womit wir wieder beim Anfangsthema gelandet sind. 😉 Eines der wohl gelungensten Beispiele war im letzten Jahr Walk with Yeshi: „Built for Facebook Messenger, Walk With Yeshi takes individuals on a 2.5 hour journey, matching the length of the average walk for water.“ Jetzt sagen Sie sich vielleicht, dass Kunst und Kultur als Thema viel schwieriger zu kommunizieren sind. Ich bin mir da nicht sicher, sondern denke, dass hier Kreativität gefragt ist. 😉

Veranstaltungshinweis

Wenn Sie sich für das Thema Fundraising interessieren, dann habe ich noch einen Tipp für Sie. Am kommenden Mittwoch, den 22. November 2017 findet um 9 Uhr der nächste Treffpunkt Kulturmanagement statt. Zu Gast ist Eva Estermann vom Österreichischen Fundraising Verband, die sich mit der Frage beschäftigt, was kleine Kultureinrichtungen tun können, um geeignete Strukturen für erfolgreiches Fundraising zu schaffen.

Der Treffpunkt KulturManagement ist das gemeinsame Onlineformat von Projektkompetenz.euKulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos, Sie müssen keine Software installieren, um dabei sein zu können. Es reicht wenn Sie am 22. November 2017 um 9 Uhr über diesen Link https://zoom.us/j/651295114 den Onlineraum betreten. Der #kmtreff wird außerdem via Facebook live gestreamt, Sie finden den Link dann am kommenden Mittwoch auf der Facebookseite des Treffpunkt Kulturmanagement.

Beitrag

Beim 68. Treffpunkt Kulturmanagement geht es um Crowdfunding (inkl. Aufzeichnung)

Leave a reply

Ich werde im Rahmen von Workshops häufig gefragt, welche Projekte denn am besten für eine Crowdfundingkampagne geeignet seien und welche nicht. Viele glauben, dass man mit Vorhaben, die im Mainstream angesiedelt sind, viel leichter an Geld und Leute kommt. Vielleicht ist da auch was dran, aber ist es dann wirklich der Mainstream, der die Sache leichter macht? Haben nur populäre Sparten oder KünstlerInnen Aussicht auf Erfolg? Ich glaube nicht. Für mich spielt da viel eher die Geschichte rund um die Kampagne eine entscheidende Rolle.

Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Kampagne „Let’s Build a Goddamn Tesla Museum„. Da ging es eigentlich nur darum, Geld aufzutreiben, um den Grund für das geplante Museum kaufen zu können (siehe dazu mein Blogpost: „Crowdfunding: mehr als eine Million US-Dollar für ein Museum„). Das klingt jetzt nicht unbedingt nach großem Kino und vielen Fans. Aber die Kampagne wurde ein Riesenerfolg, fast 1,4 Mio. USD kamen damals zusammen.

Und vor einem halben Jahr gab es wieder so ein schönes Beispiel: Altes Filmmaterial musste vor dem Zerfall gerettet werden, mit Hilfe einer Crowdfundingkampagne sollen die benötigten 75.000 Euro zusammenkommen. Klingt auch nicht sehr sexy, oder? Aber die Geschichte ist gut. Fast wie im Film 😉

„Da findet jemand auf einem Flohmarkt in Frankreich zufällig Filmaufnahmen, bei denen es sich um verloren geglaubtes Material des Films ‚Die Stadt ohne Juden‘ handelt. Dieser Film aus dem Jahr 1924, der auf den gleichnamigen Roman von Hugo Bettauer basiert, nimmt die Gräueltaten des Nationalsozialismus vorweg und stellt damit ein wichtiges Geschichtsdokument dar“,

schreibt Ulli Koch in ihrem Artikel über die Kampagne #filmretten auf Kulturmanagement Network. Aber nicht nur die Geschichte ist gut, auch die Kampagne war gut durchdacht und nutzte geschickt den damals in Österreich laufenden Wahlkampf um das Amt des Bundespräsidenten. Mit mehr als 86.000 Euro wurde das hochgesteckte Ziel von 75.500 Euro am Ende sogar übertroffen.

Entwickelt hat diese Kampagne Tomáš Mikeska, Marketingverantwortlicher des Filmarchiv Austria. Er wird am Mittwoch den 21. Juni von 9 bis 10 Uhr beim Treffpunkt Kulturmanagement zusammen mit seiner Kollegin Michaela Moitzi (Kommunikationsassistentin beim Filmarchiv Austria) zu Gast sein und über all die Aspekte sprechen, die zum Erfolg dieser Kampagne beigetragen haben. Wer gerade vor der Frage steht, ob eine Crowdfundingkampagne wohl das richtige ist, um das eigene Vorhaben zu finanzieren oder bereits an der Planung der Kampagne sitzt, sollte sich den mittlerweile 68. Treffpunkt Kulturmanagement nicht entgehen lassen.

Über den Treffpunkt Kulturmanagement

Der Treffpunkt KulturManagement ist das gemeinsame Onlineformat von Projektkompetenz.eu, Kulturmanagement Network und der stARTconference. In diesem speziellen Fall kooperieren wir außerdem mit „Werde Digital“ und der regionalen Crowdfundingplattform „Wir bewegen„. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos, Sie müssen keine Software installieren, um dabei sein zu können. Es reicht wenn Sie am 21. Juni um 9 Uhr über diesen Link https://zoom.us/j/651295114 den Onlineraum betreten. Der #kmtreff wird außerdem via Facebook live gestreamt, Sie finden den Link dann am kommenden Mittwoch auf der Facebookseite des Treffpunkt Kulturmanagement.

Hier noch einmal die wichtigsten Infos:

Treffpunkt Kulturmanagement
Termin: 21. Juni 2017, Beginn: 09 Uhr, Ende: 10 Uhr
Thema: Crowdfunding für Kunst & Kultur
Gäste: Tomáš Mikeska (Marketing, Filmarchiv Austria) und Michaela Moitzi (Kommunikationsassistenz, Filmarchiv Austria)
Online-Raum: https://zoom.us/j/651295114

Update:

Wer den Treffpunkt Kulturmanagement verpasst hat, kann sich hier die Aufzeichnung anschauen:

Beitrag

#scvie: In zwei Wochen ist es soweit

1 Kommentar

Foto von Finn Hackshaw auf Unsplash

Noch zwei Wochen sind es bis zum stARTcamp hier in Wien und nachdem ich nun schon ein paar Mal gefragt wurde, was da denn genau passiert, möchte ich gerne noch mal erklären, worum es in diesem Jahr gehen und wie das @scvie ablaufen wird.

Die wohl drängendste Frage ist die nach dem Thema. Anne Aschenbrenner, Barbara Royc, Michael Wuerges und ich haben uns darauf geeinigt, dass wir dem stARTcamp das Motto „(z)wischen Inhalten und Technologien“ voranstellen. Auf der einen Seite haben wir die Inhalte, den „Content“ und die Frage, wie wir damit das Interesse unserer Zielgruppen wecken können. Eine Methode, um bestimmte Inhalte zu transportieren, ist das Storytelling (siehe dazu mein Blogpost: „Storytelling: Es geht um das Wie, nicht um das Was„). Mit diesem Themenbereich beschäftigt sich das stARTcamp Bern, das ebenfalls am 21. November stattfinden wird.

Auf der anderen Seite haben wir die Entwicklungen im digitalen Bereich. die uns nicht zur Ruhe kommen lassen. Immer neue technologische Möglichkeiten tun sich auf, unseren Content zu verbreiten und sichtbar zu machen. Die Technologie ist ein unerbittlicher Treiber, wer von uns hatte zum Beispiel vor ein paar Monaten Chatbots auf dem Radar? Heute gibt es dazu bereits einen eigenen Wikipediaeintrag und in Bälde werden bei uns vermutlich die ersten Kultureinrichtungen damit zu experimentieren beginnen. Um diese Technologien geht es – auch am 21. November – beim stARTcamp in Essen.

Kultureinrichtungen können nicht einfach so damit beginnen, Inhalte mit Hilfe neuer Technologien zu kommunizieren, wenn sie auch wirklich davon profitieren wollen. Sie müssen sich verändern, weiterentwickeln und einen Veränderungsprozess einleiten, der zur Zeit mit dem Schlagwort „digitale Transformation“ etikettiert wird. In meinem letzten Blogbeitrag über den „digitalen Kulturbetrieb“ habe ich versucht zu zeigen, dass es dabei etliche Stellschrauben gibt, an denen wir drehen müssen. Martina Bär-Sieber, Rainer Krumm und Hartmut Wiehle haben in ihrem Buch „Unternehmen verstehen, gestalten, verändern“ (Affiliate-Link) ein Modell entwickelt, das die folgende Grafik abbildet:

7S Modell

Diese Grafik zeigt den Bereich, der „zwischen“ den Inhalten und den (neuen) Technologien liegt, mit dem wir uns beim stARTcamp Wien beschäftigen werden, das am 21. November im Volkstheater Wien stattfinden wird. Da wir leider nur begrenzt Zeit zur Verfügung haben, beschränken wir uns auf die obere Hälfte der Grafik, nämlich die Bereiche System/Prozesse, Struktur und Strategie.

Im Unterschied zu den klassischen Barcamps werden wir dieses Mal nicht mit den sonst üblichen Sessions beginnen, sondern ein anderes Format versuchen: das World-Café. Nachdem beim letzten stARTcamp im MAK der Wunsch aufkam, sich etwas länger mit einem Thema zu beschäftigen, probieren wir dieses für uns neue Format einmal aus. Für mich besteht der Vorteil darin, dass wir hier alle miteinander – ausgehend von unseren eigenen Erfahrungen und Vorstellungen – ins Gespräch kommen und gemeinsam überlegen können, wie diese Veränderungsprozesse idealerweise aussehen. Wir haben dafür drei Fragerunden a 30 Minuten zur Verfügung und das in einer Location, die dafür besser nicht sein könnte, die Rote Bar im Volkstheater. Am Ende fassen wir die Ergebnisse aller Tische zusammen, diskutieren sie und überlegen, welche Konsequenzen sie für unsere Arbeit haben.

Dafür steht dann am Nachmittag noch das Session-Format zur Verfügung, das wir alle von Bar-und stARTcamps her kennen. Hier haben wir die Möglichkeit, Inhalte zu vertiefen, Fragen zu beantworten oder einfach weiter zu diskutieren.

Und da wir als stARTconference glauben, dass wir es hier mit einem für den Kulturbereich wichtigen Thema zu tun haben, gibt es seit heute auch eine Blogparade dazu. Unter der Überschrift „Kultur an der real-digitalen Schnittstelle“ laden wir alle Interessierten dazu ein, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und dazu eigene Blogbeiträge zu verfassen. Die besten Blogbeiträge  und die Ergebnisse der stARTcamps fassen wir dann in einem eBook zusammen, das wir kostenlos zur Verfügung stellen. Wie das genau aussehen wird, können wir im Moment noch nicht sagen, weil das natürlich ein Stück weit davon abhängt, zu welchen Ergebnissen wir bei den stARTcamps kommen und welche Beiträge im Rahmen der Blogparade veröffentlicht werden.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und beim stARTcamp dabei sein möchte: hier gibt es die Tickets, die wie im letzten Jahr wieder 30 Euro kosten. Außerdem informieren drei Blogbeiträge über das stARTcamp, das auch dieses Jahr wieder den Hashtag #scvie haben wird:

stARTcamp Wien
Beitrag

stARTcamp Wien: Zwischen Inhalten und Technologien (#neustART)

15 Kommentare

Von einem #neustART zu sprechen, bedeutet, Gefahr zu laufen, in der Marketingecke mit den dummen Werbesprüchen zu enden. Ich möchte dem gerne entgegenwirken und erklären, warum dieser Hashtag ganz gut passt. Aber vorweg mal die wichtigsten Fakten: Am 21. November 2016 findet von 9:30 bis 17:30 (Einlass ab 9:00) das vierte stARTcamp Wien statt, zu Gast sind wir dieses Jahr im Volkstheater. Die Tickets gibt es hier, sie kosten wie im letzten Jahr 30 Euro. So und was ist nun neu?

  1. Wenn am Ende November 2016 das #scvie über die Bühne geht, ist damit nicht nur die sprichwörtliche Bühne gemeint. Ich freue mich, dass uns dieses Jahr zum ersten Mal ein Theater eingeladen hat. Und dass wir unter anderem einen der schönsten Bühnenräume, die ich kenne, benutzen dürfen, die Rote Bar.Rote Bar Volkstheater Wien
  2. Neu wird auch das Format sein. Im letzten Jahr meinten viele, dass es schade sei, wenn man für ein Thema nur 45 Minuten habe und dann schon wieder auseinandergehe. Zu diesem Punkt gab es auch eine eigene Session, in der wir überlegten, welche Möglichkeiten für uns in Frage kommen, um sich länger mit einem Thema zu beschäftigen. So ist die Idee entstanden, es dieses Jahr mit einem World-Café zu versuchen. Das bedeutet, wir beschäftigen uns drei Fragerunden lang alle zusammen mit einem Thema (dazu später mehr), fassen die Ergebnisse – nach dem Mittagessen – zusammen und hängen dann noch zwei Runden klassisches Barcamp hinten dran, um gleich konkrete Vorhaben anstoßen und besprechen zu können oder auch einfach nur weiter zu diskutieren.
  3. „Wir“, das sind in diesem Jahr Anne Aschenbrenner (vielen von ihren Aktivitäten bei den Kulturfritzen bekannt), Barbara Royc, Michael Wuerges und ich.
  4. Zum ersten Mal wagen wir es, drei stARTcamps gleichzeitig stattfinden zu lassen. Bis jetzt hatten wir immer das Problem, die unterschiedlichen Termine zu koordinieren. Nun legen wir die stARTcamps in Bern, Essen und Wien auf ein und den gleichen Tag. Sie haben also die Qual der Wahl, die Vorzüge von Wien muss ich jetzt hier nicht hervorheben, oder? 😉
    Für uns und unsere Aktivitäten rund um die stARTconference ist das auch Neustart. Nachdem es in der letzten Zeit sehr ruhig um den Verein gewesen ist, werden wir über diese Schiene in der nächsten Zeit wieder aktiver werden. Der erste Schritt werden die stARTcamps sein. Außerdem planen wir, das ist dann Schritt 2, die Ergebnisse der drei stARTcamps zu dokumentieren und sie als eBook zu veröffentlichen.
  5. Der Grund, wieder aktiv zu werden, hat mit den Entwicklungen im digitalen Bereich zu tun. Wir, und da spreche ich jetzt für das Team rund um die stARTconference, sind der Meinung, dass wir gerade wieder so etwas wie einen Quantensprung erleben. Vergleichbar mit der Zeit, als das Thema Social Media aufkam und wir die stARTconference organisierten. Was damals mit dem Begriff „Web 2.0“ begann und die sozialen Netzwerke entstehen ließ, hat sich zu einem der wichtigsten Treiber für die Veränderungen in vielen Bereichen unserer Gesellschaft entwickelt. Während wir damals über Facebook und Twitter und deren Auswirkungen auf das Marketing diskutierten, geht es heute im Bereich der Unternehmungen um neue Strukturen, Prozesse und Strategien.
  6. Womit wir bei den Themen wären: „Zwischen Inhalten und Technologien“ lautet unser Motto. Dahinter verbirgt sich die Frage, wie wir die neuen Technologien nutzen können, um unsere Inhalte zu kommunizieren. Dafür braucht es die schon erwähnten Strukturen, Prozesse und Strategien und genau um die wird es in unserem World-Café gehen. Dahinter stecken Themen wie „digital Governance“ oder „Customer Journey“. Unsere Aufgabe wird es sein, mit Hilfe dreier Fragen diesen Rahmen abzustecken und eine für uns alle interessante und ergiebige Diskussion in Gang zu bringen. Unser Ziel ist es, auf diese Weise Antworten auf Fragen zu bekommen, die Kultureinrichtungen dabei unterstützen, die Entwicklungen, die wir gerade erleben auch nutzen zu können.
    Die drei stARTcamps werden übrigens unterschiedliche Themen haben. Während es in Bern um die Inhalte und dabei besonders um das Thema Storytelling gehen wird, beschäftigt sich das stARTcamp in Essen mit den Technologien, im Mittelpunkt steht dabei das mobile Ökosystem. Wir in Wien versuchen die Brücke zu schlagen zwischen diesen beiden Bereichen. Die Ergebnisse der drei stARTcamps fassen wir dann in einem eBook zusammen

Volkstheater Wien

Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, dann freuen wir uns, wenn Sie am 21. November dabei sind. Hier noch einmal kurz die Fakten zum stARTcamp Wien

Termin: Montag, 21. November 2016
Uhrzeit: 9:30 bis 17:30 (Einlass ab 9:00)
Ort: Volkstheater Wien (direkt an U3/U2)
Ticketpreis: 30 Euro (hier geht es zum Ticketshop)
Twitter: @scvie
Hashtags: #scvie, #neustART

Fotocredits: © Volkstheater

stARTcamp Wien
Beitrag

Am 10. Dezember findet im MAK das dritte stARTcamp Wien statt

4 Kommentare

Als wir 2009 die erste stARTconference organisierten, wurde jede Kultureinrichtung, die einen Account auf Twitter oder Facebook anlegte, freudig begrüßt und lobend erwähnt. Wer mit einem Blog startete, konnte sich sicher sein, als Pionier im Social Web gesehen zu werden? Und heute? Yann Graf hat sich gerade die Theaterlandschaft in der Schweiz genauer angeschaut und die Ergebnisse in seinem Report „Digital Stage 2015“ zusammengefasst. 93% der Schweizer Theater haben heute eine Facebookseite und 36% betreiben aktiv einen Twitteraccount.

Heute ist es eher eine Erwähnung wert, wenn jemand noch nicht auf Facebook oder Twitter aktiv ist und nachdem die meisten Kultureinrichtungen heute jemanden haben, der für Social Media zuständig ist, könnten wir uns jetzt eigentlich zufrieden zurücklehnen und konstatieren, dass der Kunst- und Kulturbereich im Social Web angekommen ist. Blöd nur, dass sich die digitale Welt rasant weiter entwickelt hat. Klaus Eck und Doris Eichmeier haben im letzten Jahr ein Buch über die Content-Revolution (Affiliate Link) geschrieben und schreiben einleitend:

„Markeninhaber müssen künftig auch das publizistische und verlegerische Handwerkszeug exzellent beherrschen und es zu Gunsten ihrer Marke einsetzen.“

Unternehmen und damit auch Kultureinrichtungen vom Content her denken, das ist das Credo von ExpertInnen wie Kristina Halvorson oder auch Mirko Lange. Wir machen es meist genau umgekehrt, stürzen uns auf eine neue Technik und suchen dann verzweifelt nach geeigneten Inhalten. Vor allem im Bereich der App-Entwicklung ist das oft zu beobachten. Sie haben zum Teil tolle Features, aber bringen den NutzerInnen am Ende nicht viel.

Während wir noch von Social Media sprechen, sind einige schon ein Stück weiter und beschäftigen sich mit der Frage, welche Strategien es braucht, um ein Unternehmen vom Content her zu denken. Kulturbetriebe vom Content her denken und die entsprechenden Strategien dafür zu entwickeln, das wird die Herausforderung der nächsten Jahre sein. Dieser Herausforderung stellt sich auch das stARTcamp Wien, das am 10. Dezember 2015 im MAK, dem Österreichischen Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst stattfinden wird.

© Margherita Spiluttini/MAK

Nach der Premiere in der Kunsthalle Wien und der zweiten Ausgabe im Essl Museum freue ich mich, dass wir auch dieses Jahr wieder in einem Museum zu Gast sein dürfen. Unter der Überschrift „digitale Strategien“ versuchen wir herauszufinden, welche Wege verschiedene Kultureinrichtungen eingeschlagen haben, um den Herausforderungen zu begegnen, vor denen sie heute stehen.

Und dabei geht es nicht nur um die Frage, wie Kultureinrichtungen heute kommunizieren beziehungsweise welche Kanäle sie dafür nutzen, sondern auch um Themen, die die internen Bereiche betreffen. Wie kommunizieren wir beispielsweise im eigenen Haus? Ist es nicht merkwürdig, wenn wir für die externe Kommunikation auf soziale Netzwerke setzen, während intern nach wie vor die gute alte Email und ein gemeinsames Laufwerk herhalten müssen? Wie sieht der Workflow aus, wenn eine App uns dazu zwingt, schon sehr frühzeitig Informationen über kommende Angebote zur Verfügung zu stellen? Und natürlich stellt sich auch die Frage nach den geeigneten Führungsmodellen, denn wir alle wissen, dass es wenig zielführend ist, wenn ein Tweet erst von drei übergeordneten Führungsebenen abgesegnet werden muss.

Aber letzten Endes bestimmen die TeilnehmerInnen selbst, welche Themen und Fragen auf dem stARTcamp diskutiert werden sollen, denn natürlich setzen wir auch dieses Jahr wieder auf das Barcamp-Prinzip (siehe dazu: „Was ist eigentlich ein stARTcamp?„), das heißt, es sind die TeilnehmerInnen, die in der Eröffnungssession das Programm festlegen.

Los geht es am 10. Dezember 2015 um 9 Uhr mit der Registrierung, die Eröffnungssession ist für 9:30 geplant, um 17:30 ist das stARTcamp Wien dann schon wieder Vergangenheit.

Hier die wichtigsten Informationen:

Das stARTcamp Wien findet im MAK (siehe Google Maps) statt. Das Haus liegt am Stubenring 5 (1010 Wien) und ist z.B. gut mit der U3 (Station Stubenring) vom Westbahnhof zu erreichen. Das Ticket kostet 30 Euro und kann auf Eventbrite online gekauft werden. Damit finanzieren wir das Catering und all die Kleinigkeiten, die halt so notwendig sind, wenn man ein stARTcamp organisiert. Räumlichkeiten und Infrastruktur werden uns unentgeltlich vom MAK zur Verfügung gestellt, ich sage jetzt schon danke dafür. Organisiert wird das stARTcamp von Olivia Harrer (Leiterin der Marketingabteilung des MAK), Michael Wuerges und mir.

Der Hashtag ist wie immer #scvie, Informationen zum stARTcamp gibt es hier im Blog, über Facebook und Twitter. Noch Fragen? Dann bitte ich sie einfach hier als Kommentar zu stellen oder via Facebook bzw. per Mail.

Beitrag

Beim 54. Treffpunkt KulturManagement geht es um Storytelling für Kultureinrichtungen

Leave a reply

Foto von Sergey Zolkin auf Unsplash

In einem Artikel erklärte Shane Snow vor gut einem Jahr, warum Storytelling die wichtigste Fertigkeit für den unternehmerischen Erfolg sei und erinnerte in diesem Zusammenhang noch einmal an Amanda Palmer und ihre erfolgreiche Crowdfundingkampagne (hier noch einmal ihr TED-Vortrag). Sie sei es gewesen, die das Musikgeschäft verändert habe, weil sie nicht einfach nach Geld gefragt, sondern ihre Geschichte erzählt hätte.

Auf diesen Zug sind mittlerweile viele aufgesprungen und erzählen Geschichten. Kultureinrichtungen haben es da leicht, hört man oft, denn sie arbeiten mit Geschichten und verkaufen diese in Form von Filmen, Büchern, Theateraufführungen, Ausstellungen und vielen anderen Varianten. Eine Geschichte als Produkt zu haben, erleichtert die Bewerbung erheblich, denken wir nur an die vielen Filmtrailer, die uns auf den Geschmack bringen sollen, indem sie die Geschichte wiedergeben. Was aber ist, wenn ich Haushaltsgeräte verkaufe? Dann muss ich Geschichten rund um dieses Gerät kreieren, so wie etwa in diesem Fall. Oder so wie in diesem alten Mercedes-Benz-Spot.

Storytelling für die interne und externe Unternehmenskommunikation

Schwieriger wird es, wenn ich Storytelling für die Unternehmenskommunikation einsetze. Einerseits intern, ein Thema, mit dem sich die Master Thesis „Merkmale und Potenziale von Storytelling in der internen Führungskommunikation“ von Andreas Ganahl beschäftigt, andererseits aber natürlich auch in der externen Kommunikation. Voraussetzung für beide Richtungen ist die Beschäftigung mit dem Unternehmen beziehungweise der Kultureinrichtung selbst. Dafür gibt es unterschiedliche Ansätze, Raf Stevens zum Beispiel erklärt in seinem eBook „No Story, No Fans“ (Affiliate Link) das „Storycircle“-Modell: MitarbeiterInnen erzählen Geschichten mit Bezug zum Unternehmen und versehen diese mit einem Titel. Die Titel werden geclustert, die Cluster erhalten auch wieder eine Überschrift und werden mit, wie Stefens schreibt, mindestens fünf Eigenschaften beschrieben. Aus diesen lassen sich dann auch wieder Cluster bilden, die ebenfalls mit einer Überschrift versehen werden und die archetypische Grundstruktur des Unternehmens darstellen, die, so Stevens weiter, später über die gesammelten Geschichten erzählt werden kann.

Einen anderen Ansatz bevorzugen Jelena Löckner und Rebecca Hagelmoser, die vor einem Jahr das Unternehmen NarraTool gegründet haben. In einem Workshop, den ich im letzten Sommer besucht habe, ließen sie uns mit Hilfe von Leitfragen das Core Narrative herausarbeiten und gaben uns die richtigen Techniken an die Hand, um am Ende manchmal überraschende Ergebnisse zu haben. Für mich kam heraus, dass es nicht darum geht, schnell mal ein paar nette Geschichten zu erfinden, sondern erst einmal die Grundlagen zu schaffen für die Geschichten, die man erzählen möchte. Mir ist schon klar, dass es immer eine Herausforderung ist, sich mit so etwas wie Werten und Prinzipien zu beschäftigen, aber es hilft einem, nicht nur klarer zu sein, sondern später auch Zeit zu sparen.

Beide, Jelena Löckner und Rebecca Hagelmoser, sind beim nächsten Treffpunkt KulturManagement zu Gast, der am Mittwoch, den 25. März 2015 von 9 bis 10 Uhr stattfindet, und beschäftigen sich mit dem Thema „Storytelling für Kultureinrichtungen“. Die beiden erklären, wie Kulturinstitutionen durch Storytelling die eigene Marke und ihre Produkte stärken, Themenanwaltschaften übernehmen, kulturelle Inhalte vermitteln, Besucher involvieren und Communities schaffen. Dabei zeigen sie, welche Planungshilfen es gibt, um der vielen Geschichten Herr zu werden, warum es hilfreich ist, zwischen Marken und Produktstorys zu unterscheiden und an welchen Beispielen man sich orientieren kann.

Über den Treffpunkt KulturManagement

Der Treffpunkt KulturManagement ist das gemeinsame Onlineformat von Projektkompetenz.eu, Kulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos, Sie müssen keine Software installieren, um dabei sein zu können. Es reicht, wenn Sie am Mittwoch, den 25. März, um 09 Uhr einfach diesen Link anklicken. Der Treffpunkt KulturManagement ist darüber hinaus auch auf Facebook vertreten und wenn Sie schon vorab wissen wollen, wer alles am 25. März dabei sein wird, dann können Sie im bereits angelegten Event nachsehen und sich auch gleich selbst dort (unverbindlich) anmelden. Ich freue mich, wenn Sie dabei sind.

Hier noch einmal die wichtigsten Infos:

Treffpunkt KulturManagement
Termin: 25.03.2015 von 09:00 bis 10:00
Thema: Storytelling für Kultureinrichtungen
Gast: Rebecca Hagelmoser, Jelena Löckner (NarraTool)

Mehr Infos auf Kulturmanagement Network: „54. KM Treff: How to? Storytelling für Kultureinrichtungen

Beitrag

Treffpunkt KulturManagement: Geschichte(n) digital vermitteln

Leave a reply

Die Zeiten, in denen ein Buch nur gelesen werden konnte, sind schon seit einiger Zeit vorbei. Reich bebilderte Kinderlesebücher etwa erfahren eine audiodigitale Erweiterung und Romane beschränken sich im eBookformat längst nicht mehr auf den reinen Text, sondern erlauben zum Beispiel das Abspielen von Videos. Verlage, die noch einen Schritt weiter gehen möchten, setzen nicht nur auf Audio oder Video, sondern erweitern ihre Bücher mit Hilfe von Augmented Reality in den virtuellen Raum.

Auch für den Bildungsbereich ist das eine spannende Entwicklung, denn auf diese Weise lassen sich Lerninhalte sehr viel interessanter gestalten. Während ich in meiner Schulzeit noch froh über jede bunte Abbildung war und außerdem an den Büchern schwer zu tragen hatte, gibt es da heute elegantere Lösungen. So hat etwa das Institut für digitales Lernen an der Universität Eichstätt die multimediale eBook-App „Geschichte denken statt pauken“ entwickelt, die zeigen soll, dass Lernen auch Spaß machen kann.

Das sogenannte mBook ist digital-multimedial konzipiert und setzt unter anderem auf Videos, Animationen, Audios und interaktive Elemente. Es lässt sich individuell gestalten und mit Notizen und Markierungen versehen. Ein weiterer Pluspunkt: Das Geschichtsbuch muss am Ende des Schuljahres nicht mehr abgegeben werden. Mit dem mBook geht das Institut für digitales Lernen auf der Ebene des Schulbuchs „einen ersten Schritt in eine individuellere, kompetenzorientierte und nicht zuletzt freudvollere Lernzukunft, in der intelligentes Wissen erworben und Kompetenzen gezielt gefördert werden“, wie es in einer Presseaussendung heißt.

Das Konzept, mit einem solchen eBook anspruchsvolle Inhalte aufzubereiten und den individuellen Lernerfolg ins Zentrum zu stellen, lässt sich aber natürlich über das Klassenzimmer und das Fach Geschichte hinaus auf jedes Thema und jede Art von bildender Einrichtung übertragen – auch auf die Kultur. Und so haben wir Florian Sochatzy vom Institut für Digitales Lernen zum nächsten Treffpunkt KulturManagement eingeladen, der am 18. Februar um 9 Uhr stattfindet. Sochatzy beschäftigte sich schon während seiner Studienzeit mit geschichtskulturellen Themen, musealen Inszenierungen, Gedächtnis und Erinnerung und dem Geschichtsunterricht. Seit 2008 ist sein Schwerpunkt der Umgang mit Geschichte in der Gesellschaft, wobei vor allem die medialen Rezeptionen im Zentrum stehen.

Über den Treffpunkt KulturManagement

Der Treffpunkt KulturManagement ist das gemeinsame Onlineformat von Projektkompetenz.eu, Kulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme ist kostenlos, die Installation einer Software nicht notwendig. Es ist zwar kein Nachteil, wenn Sie über eine Webcam und ein Headset verfügen, aber da die Adobe Connect-Plattform, die wir für diese Veranstaltung nutzen, über einen gut funktionierenden Chat verfügt, reicht es, am Mittwoch, den 18. Februar, um 09 Uhr einfach diesen Link anzuklicken und dabei zu sein. Der Treffpunkt KulturManagement ist darüber hinaus auch auf Facebook vertreten und wenn Sie schon vorab wissen wollen, wer alles am 18. Februar dabei sein wird, dann können Sie im bereits angelegten Event nachsehen und sich auch gleich selbst dort anmelden. Ich freue mich, wenn Sie dabei sind.

Hier noch einmal die wichtigsten Infos:

Treffpunkt KulturManagement
Termin: 18.02.2015 von 09:00 bis 10:00
Thema: Geschichte(n) digital vermitteln
Gast: Florian Sochatzy (Institut für digitales Lernen/Universität Eichstätt)