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Creative Commons: Wer kennt die Icons und Abkürzungen [Infografik]?

11 Kommentare

Dieses Icon finden Sie ganz unten in der rechten Spalte dieses Blogs. Dass es was mit Creative Commons zu tun hat, werden die meisten wissen. Aber was bedeuten diese einzelnen Symbole jetzt konkret? Was dürfen Sie mit den Inhalten dieses Blogs machen und unter welchen Voraussetzungen dürfen Sie mit den Inhalten etwas machen?

Da es gar nicht so einfach ist, sich die verschiedenen Symbole zu merken, lässt man es dann unter Umständen lieber bleiben und verwendet das Bild oder den Text nicht. Das ist schade, denn wer seine Inhalte mit einer Creative Commons-Lizenz ausstattet, lädt ja ganz bewusst dazu ein, den Content zu nutzen. Aber eben unter bestimmten Bedingungen. Wie die bei den verschiedenen Möglichkeiten einer CC-Lizenz aussehen, hat Martin Mißfeldt in einer Infografik zusammengefasst.

Infografik: Martin Mißfeldt / Bildersuche.org (cc by-sa)

Im dazugehörigen Blogbeitrag „Was ist Creative Commons – und was bedeuten die Kürzel und Icons?“ geht Martin Mißfeldt noch genauer auf das Thema Creative Commons ein, es macht also wenig Sinn, dass ich hier wiederhole, was er bereits dankenswerterweise an Informationen zusammengetragen hat. Seine Infografik beantwortet aber eigentlich die wichtigsten Fragen und zeigt anschaulich, welche Bedingungen mit den einzelnen Lizenzen verbunden sind.

Die Frage, was sich hinter dem Icon oberhalb dieses Beitrags verbirgt, möchte ich aber noch beantworten. Damit erlaube ich Ihnen,

  • „das Werk bzw. den Inhalt zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich zugänglich zu machen,
  • Abwandlungen und Bearbeitungen des Werkes bzw. Inhaltes anzufertigen,
  • das Werk kommerziell zu nutzen.“

Und das unter zwei Bedingungen:

  1. Sie müssen meinen Namen nennen.
  2. Sie dürfen das Werk nur unter gleichen Bedingungen nutzen bzw. weitergeben.

Wenn Sie rechts unten (so Sie den Beitrag im Blog und nicht im RSS-Reader lesen) das Icon anklicken, gelangen Sie auf die Zusammenfassung all dieser Bedingungen. Den Namen zu nennen ist dabei der leichtere Teil der Übung. Viel schwieriger ist es, ihn unter den gleichen Bedingungen  zu veröffentlichen. Auf vielen Websites gilt das Urheberrecht, was bedeutet: Wenn dort ein Text erscheint oder ein Bild veröffentlicht wird, dann gilt dort das normale Urheberrecht und nicht Creative Commons. In so einem Fall müssen Sie explizit darauf hinweisen, dass dieser Beitrag unter einer CC-Lizenz veröffentlicht worden ist und auch von anderen genutzt werden darf.

Zugegeben, man braucht anfangs etwas Zeit, um in die Materie reinzukommen, aber heute möchte ich nicht mehr darauf verzichten. Ein von Martin Mißfeldt kritisierter Aspekt gehört allerdings wirklich noch gelöst: es fehlt die Backlink-Pflicht. In den Lizenzbedingungen zu meinem Blog heißt es zwar: „Sie müssen den Namen des Autors/Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen.“ Aber wo bringen Sie die Bitte, auch auf mein Blog zu verlinken, noch unter? Aber wer mit Creative Commons arbeitet, weiß, welchen Wert so ein Backlink hat und setzt ihn einfach. Auch wenn das nirgends steht.😉

11 Comments Join the Conversation

  1. Danke für den interessanten und hilfreichen Artikel. Folgendes habe ich leider nicht verstanden ;-( „Aber wo bringen Sie die Bitte, auch auf mein Blog zu verlinken, noch unter? Aber wer mit Creative Commons arbeitet, weiß, welchen Wert so ein Backlink hat und setzt ihn einfach.“ … Ja, wo denn bloß ;-)))))) LG Monika

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    • Hallo Monika,
      Dein Einwand ist wohl ironisch. Aber ich möchte die Frage dennoch noch einmal unterstreichen. Die CC-Lizenzen basieren darauf, dass man die ausführlichen Lizenzbedingungen nicht nur unter dem Bild als Icons oder Kürzel angibt, sondern auch die entsprechende Lizenzvertragsseite verlinkt.
      Wenn dort dann allerdings nichts von einer „Verlinkungspflicht“ steht, dann ist sie irgendwie auch nicht rechtswirksam, oder?
      Und mit dem Hinweis, dass man beachten solle, was unter dem Punkt „Autorennennung“ geschrieben steht, wird man dann wieder zur Bildseite zurückgeleitet. Naja, das ist wahrscheinlich alles korrekt, aber einfach ist es nicht😉
      Btw: Danke, Christian, für das Teilen der Grafik🙂

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  2. Danke, Christian, dass du mal wieder das wichtige Thema CC aufgreifst! Es stimmt: auf den ersten Blick ganz einfach – Teufel im Detail…

    Eine Frage würde ich gerne in dem Zusammenhang ansprechen, bei der es oft Konfusionen gibt, und ich selbst auch garnicht so sicher bin, dass ich das richtig verstehe… –

    – …die Frage nach der „kommerziellen / nicht-kommerziellen Nutzung“…

    Dazu steht in der Info-Grafik: „Durch das Werk dürfen keine Einnahmen generiert werden“.
    Das mag als Faustregel schon gelten… – aber im Detail habe ich es auch anders gehört:

    – dass es auch „kommerzielle Nutzung“ sein kann, wenn mit dem Werk direkt KEINE Einnahmen generiert werden,
    sondern schon dann, wenn ich es im kommerziellen Umfeld einsetze. Wenn ich z.B. als Filmemacher einen Filmemacher-Blog betreibe, ist das eine kommerzielle Nutzung, auch wenn der Blog selbst keine Einnahmen generiert: mit dem Blog werbe ich nämlich für meine kommerzielle Tätigkeit…

    – andererseits darf z.B. ein Bäcker, der einen Blumenliebhaber-Blog mit Flattr-Button betreibt, sehr wohl CC-Inhalte nutzen, auch wenn der Blog Einnahmen generiert, denn dieser Blog ist „Hobby“ und also nicht-kommerziell.

    …So habe ich gehört…
    …aber stimmt das so auch?

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  3. @Monika: wenn Du mit den Icons bzw. Symbolen arbeitest, die die Creative Commons-Plattform zur Verfügung stellt, dann gibt es dort keine Möglichkeit, noch Text zu ergänzen und darauf hinzuweisen, dass nicht nur der Name genannt werden muss, sondern auch ein Link gesetzt werden soll. Als Anbieter hast Du also schlechte Karten.

    Als Nutznießer solcher Angebote habe ich mir angewöhnt, einfach immer einen Link zu setzen, so wie hier unter der Infografik oder wenn ich ein Foto von Flickr verwende. Ich finde, das ist fair und als Anbieter von Inhalten freue ich mich darüber.

    Die Grafik auf Pinterest zu teilen, ist da übrigens einfacher, denn dort muss man nur den passenden Link eingeben, dann passt alles.

    @Martin: auch an dieser Stelle noch mal Danke für die Grafik!😉

    @Spoxx: ich fürchte, ich kann Dir da nicht wirklich weiterhelfen. Kommerziell ist eigentlich nicht der richtige Begriff, denn es geht eher um die Frage, ob jemand gewerblich oder nicht-gewerblich handelt? Ich selbst stehe ja auch immer wieder vor diesem Problem und habe beschlossen, meine Aktivitäten als kommerziell zu betrachten und deshalb nichtkommerzielle Angebote nicht zu nutzen.

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  7. Was macht man bei einer cc-by-sa Lizenz in der dritten Reihe?
    Reicht es da, wenn man die Quellen aus Reihe zwei angibt oder muss man die Ur-Interpreten auch mit angeben?

    Beispiel: Ich möchte diesen Song verwenden http://www.youtube.com/watch?v=zqPR4wJ3ijw
    Der steht unter einer cc-by-nc-sa Lizenz. Reicht es, wenn ich einen Link zum Youtube Video setze oder muss ich (zusätzlich) einen Link zu jedem Interpreten setzen?

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    • Bei der Quelle, die du angibst, handelt es sich ja um eine Kompilation der Werke verschiedener Künstler. Ich würde also zur Originalquelle zurückgehen, die ja verlinkt ist und die Künstler in der Weise nennen, wie sie dort genannt sind.

      ABER:
      Ich bin mal probeweise einem der Links gefolgt und dann beim Originallied gelandet: https://www.youtube.com/watch?v=CnIjyqhbLi0 – Dort steht unter „Lizenz“ allerdings „Standard YouTube-Lizenz“, die meines Wissens eine Weiterverwendung nicht gestattet. Ob das bei den anderen Liedern auch so ist, habe ich nicht gecheckt, aber ich hätte nach dem ersten Test meine Zweifel ob der YouTube-Nutzer Arviiiiiid, der das Video unter CC-Lizenz hochgeladen hat, überhaupt dazu die Rechte besitzt (natürlich könnte er dafür von den Urhebern eine eigene Lizenz erworben haben, das kann ich aber nicht feststellen).

      Also: ich denke, man ist immer gut beraten, zu den Originalquellen zurückzugehen und auch die Namen der Original-Urheber zu nennen und bei einer Bearbeitung zusätzlich die Namen der Urheber der „zweiten Reihe“ (oder der dritten), so lange, bis alle namentlich genannt sind, die zu dem Werk beigetragen haben. Ich denke, das ist nicht zu viel… – sieh dir mal die Länge der Nachspänne in Filmen an… – so viele Leute haben mitgewirkt, so viele Leute werden genannt…

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    • Ich kann mich der Empfehlung von @Spoxx nur anschließen. Immer zur Originalquelle zurückgehen und in diesem konkreten Fall fragen, denn im Fall einer Klage hast Du schlechte Karten, wenn der Ausgangspunkt ein Song ohne CC-Lizenz ist.

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