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Social Business: ein Thema für den Kunst- und Kulturbereich?

2 Kommentare


© Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / Pixelio

Die Aufregung war groß, als vor kurzem das Buch „Kulturinfarkt“ veröffentlicht wurde. Neoliberales Denken wurde den Autoren vorgeworfen, denn in ihrem Buch ist oft vom Markt und seinen Mechanismen die Rede. Markt, Kunst und Kultur, das passt für die meisten nicht zusammen und jeder, der in diese Richtung argumentiert, wird als Totengräber all der Angebote betrachtet, die über Jahrzehnte hinweg entwickelt wurden.

Wohin aber entwickelt sich eigentlich der Markt? Anna Farmery fragt auf ihrem Blog nach den Geschäftsmodellen der Zukunft und stellt dabei fest, dass sich die Rahmenbedingungen gewaltig verändert haben. Ob Social Media, Crowdfunding oder Crowdsourcing, die Entwicklungen der letzten Jahre haben den KonsumentInnen eine erhebliche Macht verschafft, nicht ohne Grund sprechen wir heute auch von den ProsumentInnen, die sich aktiv in den Entwicklungsprozess neuer Produkte oder Dienstleistungen einbringen und an der Gestaltung beteiligt sind.

Für Anna Farmery geht die Entwicklung weg von den traditionellen Geschäftsmodellen hin in Richtung Social Business. Wie aber sehen die Geschäftsmodelle der Zukunft aus? Ein Aspekt ist dabei besonders interessant:

„It is about working with the customer not for the market? How can you develop a social business relationship, that adds value for what they CANNOT do, not what is possible nowadays?“

fragt sie sich. Ist das nicht genau das, was sich der Kunst- und Kulturbereich wünscht? Die Arbeit mit dem Publikum, nicht die Ausrichtung auf einen Markt. Der Aufbau von Beziehungen, um den BesucherInnen oder den KundInnen etwas zu geben, was ihnen einen Mehrwert bietet. Ist Social Business nicht eigentlich genau das, was wir uns immer gewünscht haben?

2 Comments Join the Conversation

  1. Besteht nicht der Markt aus Kunden? Und dass es auch um „Kundenbindung“ mittels „Beziehungen“ (also nicht nur um rein quantifizierbare Größen wie den Preis) geht, überrascht mich jetzt nicht. Übersehe ich was?

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  2. @Ben: Ja, aber die Frage ist in meinen Augen, ob ich ein Produkt oder eine Dienstleistung zusammen mit den Kunden entwickle oder die Kunden nur als anonyme Masse sehe, für die ich ein Angebot erstelle? Dieses „working with the customer“ geht mir im Kunst- und Kulturbereich ab, daher dieses Blogpost.

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