eBook "Transmediales Erzählen"
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Der Appetizer zur stART11: das eBook „Transmediales Erzählen“

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Wenn Sie heute in einem Theater eine Inszenierung von Ibsens Peer Gynt ansehen, dann bekommen Sie dort eine Geschichte mit einem abgeschlossenen Ende erzählt. Sie gehen nach Hause und das war es dann. Was schade ist, denn warum muss diese Geschichte an dieser Stelle zu Ende sein? Muss sie nicht, wie das Projekt „Peer Returns“ beweist, das Gregor Hopf auf der stART11 vorstellen wird, die in wenigen Tagen in Duisburg beginnt.

Was aber bringt es einem Theater oder auch jeder anderen Kultureinrichtung, eine Geschichte weiter zu erzählen? Wir alle kennen genügend Beispiele, die zeigen, dass Fortsetzungen häufig nicht mehr an die Qualität des Erstlings herankommen. Warum also weitermachen, anstatt sich einem neuen interessanten Thema zu widmen? Liest man den Wikipedia-Eintrag „Transmediales Erzählen„, dann werden dort interessanterweise an prominenter Stelle ökonomische Gründe genannt. Die transmediale Erzählstrategie mache sich oft synergetische Effekte der modernen Marktwirtschaft zu Nutze und verfolge das Ziel, ein Produkt auf möglichst vielen Märkten zu etablieren, heißt es darin. Das mag jetzt für Theater, Museen, etc. auf den ersten Blick noch nicht allzu spannend klingen, die in dem Wikipedia-Eintrag formulierte Konsequenz aus diesem Ansatz ist es aber sehr wohl:

„Das transmediale Erzählen ermöglicht es dem Konsumenten je nach Interessenschwerpunkt über sein ‚Lieblingsmedium‘ in den Komplex einzusteigen und sich dann auch über sonst weniger genutzte Medien vorzuarbeiten.“

Das heißt, über den Umweg anderer Formate kann ich etwa das Interesse auch für eine Theaterinszenierung wecken. Natürlich kann ich als Theater sagen, das interessiert mich nicht, ich konzentriere mich weiterhin auf die Inszenierung. Aber was ist, wenn Ihre Geschichte, die Sie auf Ihrer Bühne inszenieren, weiterentwickelt und in anderen Formaten weitererzählt wird? Und das nicht von Ihnen, sondern von Unternehmen, die, wenn deren Pläne aufgehen, damit auch noch Geld verdienen? Macht es nicht Sinn, hier Kooperationen zu etablieren, über die es erstens gelingt, mit Hilfe verschiedener Formate das Interesse an einer Geschichte oder einer transmedialen Welt zu wecken? Und die zweitens die Möglichkeit bieten, neue Erlösmodelle zu entwickeln, von denen dann alle profitieren?

Genau um solche Themen geht es auf der stARTconference und wenn Sie jetzt noch nicht wissen, was sich hinter dem Begriff „Transmedia Storytelling“ verbirgt, wie man transmediale Welten kreiert und wie so etwas dann in der Praxis aussehen kann, dann ist vielleicht unser eBook „Transmediales Erzählen“ ein guter Einstieg in das Thema.😉

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Unser Dank gilt einerseits den AutorInnen Dorothea Martin, Anna E. Rentsch und Manuel Scheidegger für ihre Beiträge. Andererseits bedanken wir uns aber auch bei den Medienpartnern der stART11, nämlich kulturkurier inside und Kulturmanagement Network, die uns bei Erstellung, Bewerbung und Verbreitung dieses eBooks unterstützt haben und noch unterstützen. Viel Spaß beim Lesen und wenn Ihnen das eBook gefällt, dann sagen Sie es bitte weiter.

5 Comments Join the Conversation

  1. Euer „Appetizer“ zur stART11 ist euch wirklich gut gelungen. Das Gebiet „Transmediales Storytelling“ ist eine sehr umfangreiche Materie. Mit eurem E-Book gebt ihr dem „Transmedialen Erzählen“ allerdings einen greifbaren Rahmen und macht das Konzept verständlich. Großes Lob!
    Wir freuen uns drauf, mit euch auf der stART11 darüber zu diskutieren und neue Anregungen zu bekommen.
    Bis dorthin, liebe Grüße, Öffentlichkeitsarbeit Theater Heilbronn

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  2. Pingback: Der Appetizer zur stART11: was ist „Transmediales Erzählen“ | "Socialmedia für Unternehmen" | Scoop.it

  3. Pingback: Der Appetizer zur stART11: das eBook „Transmediales Erzählen“ | #transmediascoop | Scoop.it

  4. Definitiv ein guter Anfang. Ich frage mich nur, warum die Hälfte des eBooks vom Social Media Marketing handelt? Den transmediales Erzählen findet ja wohl nicht nur auf den sozialen Netzwerken statt, sondern in allen Medien – in Büchern, Filmen, Web-Serien, Computer- oder Brettspielen, und im Fernsehen, zum Beispiel.

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  5. @christineweitb: das ist einfach zu erklären: das eBook versteht sich als Appetizer zur stART11 und deshalb haben wir uns auf das konzentriert, was man auch auf der stART11 zu sehen und zu hören bekommt. Natürlich beschränkt sich Transmedia Storytelling nicht auf die sozialen Netzwerke, aber die stARTconference ist aus der Idee heraus entstanden, sich mit Social Media im Kontext von Kunst und Kultur zu beschäftigen. Da ist es dann naheliegend, dass wir uns darauf konzentrieren. Aber ich freue mich über weitere eBooks, die dann auch die anderen Bereiche abdecken.😉

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