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1.000 Facebook-Fans für 40 Euro

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Würden Sie sich, so Sie auf Facebook aktiv sind, Ihre Fans kaufen und knapp 40 Euro für 1.000 neue Facebook-Fans ausgeben? Das ist, wie man in einem Artikel auf DerWesten nachlesen kann, auf Ebay der aktuelle Durchschnittspreis für ein solches Angebot. Wahrscheinlich werden Sie das entrüstet von sich weisen und es ähnlich unethisch finden wie die in diesem Beitrag zitierte Facebook-Beraterin Annette Schwindt.

Mir geht es übrigens nicht anders, auch ich würde so ein Ansinnen wohl entrüstet ablehnen. Warum? Weil wir ja immer behaupten, Social Media funktioniere ganz anders als das klassische Marketing. So wird Annette Schwindt in dem oben verlinkten Artikel mit der folgenden Aussage zitiert:

„Man kann das alte Marketingdenken nicht einfach auf Social Media übertragen (…). Nicht die Anzahl der Fans ist wichtig, sondern der Grad an Interaktion mit ihnen.“

Und die finde man bei Ebay noch nicht im 1000er-Pack, so die Schlussfolgerung in dem Artikel. Aber ist das wirklich so? Ich muss gestehen, ich weiß nicht, wie man sich als Fan kaufen lassen kann, aber ich vermute, gegen meinen Willen kann man mich nicht dazu zwingen, Fan von z.B. einem Unternehmen zu werden. Ich weiß auch nicht, ob ich mich dafür bezahlen lassen kann, Fan eines Unternehmens zu werden, von Gewinnspielen und ähnlich Goodies mal abgesehen. Wenn aber 1.000 Fans 40 Euro Wert sind, dann kostet der einzelne Fan 4 Cent, d.h. reich werde ich als solcher sicher nicht.

Die Firma Digital Online Media hat sich auf das Experiment eingelassen und bei premiumfbfans.com Fans geordert. Bis jetzt hat sich aber noch nichts getan, d.h. es stellt sich die Frage, ob man sich seine Fans wirklich kaufen kann oder ob das nicht eine Betrügermasche ist, auf die man nicht hereinfallen sollte?

Aber nehmen wir mal an, ich kann mir meine Fans kaufen. Ist das nun wirklich ein Unterschied zu denen, die ich mit Hilfe von GoogleAds, der Facebook-Werbung oder auch dem klassischen Inserat auf meine, in diesem Fall Facebookseite locke? Und vor allem: ist es nicht eine Illusion zu glauben, wer meine Seite „liked“ ist automatisch ein Fan von mir und kauft meine Produkte oder besucht meine Veranstaltungen?

Eigentlich ist das Anklicken des „like-it“-Buttons doch nur der Hinweis darauf, dass mich die UserIn wahrgenommen hat und mir nicht grundsätzlich ablehnend gegenübersteht. Von einer Fanbeziehung sind wir, so würde ich behaupten, noch weit entfernt, allerdings sollten wir an dieser Stelle die Frage klären, wer oder was sich hinter einem Facebook-Fan verbirgt? Eigentlich ist das doch nur jemand, der durch das Anklicken signalisiert, dass ein grundsätzliches Interesse besteht. Allerdings wissen wir nicht, wie dieses Interesse aussieht? Handelt es sich z.B. um ein weltbekanntes Museum, dann möchte ich durch diese Verbindung vielleicht nur meinen „Freunden“ signalisieren, dass ich kunstaffin bin. So wie manche ganz bestimmte Bücher auf dem Tisch platzieren, bevor Besuch kommt. D.h. ich schmücke mich mit der Reputation dieses Museums und werte mich selbst dadurch auf.

Vielleicht erwarte ich mir aber auch einen finanziellen Vorteil davon, Fan einer Seite zu werden. Nehmen wir das Beispiel der Deutschen Bahn, die im letzten Herbst ihr Chefticket via Facebook verkauft hat. Wer hier Fan der Deutschen Bahn wurde, tat das nicht aus Liebe und Zuneigung zum Unternehmen, sondern um an ein billiges Ticket zu kommen. Auch die Idee, Filme über die Fanseite anschauen zu können, geht in eine in meinen Augen monetäre Richtung (siehe dazu auch : Cinema goes Facebook)

Ich darf an dieser Stelle noch einmal das Zitat von Annette Schwindt wiederholen:

„Man kann das alte Marketingdenken nicht einfach auf Social Media übertragen (…). Nicht die Anzahl der Fans ist wichtig, sondern der Grad an Interaktion mit ihnen.“

Sie sehen schon: bis jetzt stimmt das so nicht. Ein Grund dafür könnte sein, dass viele Seitenbetreiber Facebook (noch) nicht verstehen. Das ist der Tenor eines Interviews mit Annette Schwindt, nachzulesen im Blog von Matthias Schwenk. Schwindt spricht in diesem Zusammenhang von einer „neuen Art der Alphabetisierung“ und fordert, dass man erst die Grundprinzipien von Social Media begreifen müsse, um die Möglichkeiten von Facebook & Co. sinnvoll nutzen zu können. Aber der oft geforderte Dialog findet nicht statt, schreibt Uwe Knaus in einem Kommentar zu diesem Interview und findet dafür mehrere Gründe. Neben der fehlenden Kompetenz ist auch Facebook selbst daran Schuld, denn sollte sich mal so etwas wie ein Dialog entwickeln, verschwindet der recht schnell wieder von der Bildfläche und lässt sich nur mühsam wieder aufspüren.

Wenn aber Facebook gar nicht unbedingt der richtige Ort für Interaktion und Dialog ist, dann stellt sich die Frage, ob es nicht doch Sinn macht, Fans zu kaufen und sie via Facebook dorthin zu „locken“, wo ich mit ihnen wirklich interagieren oder Gespräche führen kann? Das entspricht dann nicht unbedingt dem Grundverständnis des Social Web, aber Uwe Knaus hat schon Recht, wenn er fragt, wo diese Gespräche auf Facebook denn stattfinden? Tun sie das nicht und wird die eigene Pinnwand eher wie ein Lautsprecher verwendet, dann geht es doch nur darum, dass meine Nachrichten gehört werden und manche sie für interessant halten und darauf reagieren. Dann wären wir wieder bei den alten Prinzipien und könnten auch die alten Regeln anwenden.

Natürlich geht es auch anders, gar keine Frage. Dan Robles hat das in seinem Beitrag „The 3 Steps To Social Profits“ recht anschaulich beschrieben (siehe dazu auch mein Blogpost Social Media oder Geld ist nicht alles) und hält darin fest, dass sich gekaufte Fans auf der monetären Ebene durchaus rechnen können. Das Ziel, „social capital“ zu generieren, lässt sich so allerdings nicht erreichen. Aber darum geht es ja gar nicht immer, wie das Beispiel Deutsche Bahn zeigt.

Update: Rechtsanwalt Thomas Schwenke beschäftigt sich in einem Blogbeitrag mit der Frage, ob der Kauf von Fans eigentlich erlaubt ist? Sein Urteil fällt eigentlich recht eindeutig aus, was heißt: Finger davon lassen!

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  1. Ja, es gibt einen großen Unterschied zwischen den Fans, die aufgrund von Werbung liken, und den gekauften:

    Die geworbenen Fans liken, weil sie ein inhaltliches Interesse daran haben. Ob es da um so eine Aktion wie das genannte Ticket (Rabatte, Gewinnspiele etc.) geht oder um ein mehr generelles Interesse. Zumindest zum Zeitpunkt des Fanwerdens besteht also eine gute Chance, dass dieses Fanwerden zu einer wie auch immer gearteten Interaktion führt, damit im Newsstream der Freunde landet und die Seite dadurch weitergesagt wird. Es besteht also eine gute Chance, dass diese Fans zu Multiplikatoren werden. Ob nun einmalig oder wiederholt.

    Bei den gekauften Fans trifft dies alles nicht zu. Denn die Profile dieser gekauften Fans haben selten einen inhaltlichen Bezug zu der zu likenden Seite. Weitersagewert dieses Fanwerdens also gleich Null. Gekaufte Fans produzieren also nur eine tote Zahl.

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    • Wir haben unsere Fanseiten, zwei Stück an der Zahl Mitt Februar eröffnet, haben jetzt 67 und 22 Fans und sind glücklich damit. Einige kommentieren sogar und noch wichtiger. Je nach Artikel habe wir schon bis zu über 400 Besucher an einem Tage zusätzlich über Facebook bekommen. Was will man mehr. Kann nur noch besser werden. Und dann soll ich mir Fans kaufen? Was soll das bringen? Schlimm genug, das sich bestimmte leute mit solchen Methoden doch immer nur selbst belügen.
      HG Mario

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    • Sometimes it’s just the number of fans or followers that count, not how real the profiles are. Look for instance at the Guttenberg case. The amount of followers on a Guttenberg Facebook fan page was the only important thing in German media, not how the fans were collected. Sascha Lobo concluded, the Guttenberg Facebook fanclub was built organically. On basis of our experiences we conclude the fans were collected over incentives or with hidden ‚like‘ buttons.

      It seems important German politicians, journalists and bloggers are being teached how platforms like Facebook, Xing, Twitter and YouTube are being used to influence the public opinion.

      It seems important business owners and CEO’s look further than the papers from their marketing managers. Mainstream marketeers now all advise to go into social media, but what are the consequences ? Social media aren’t social but commercial and the profit goes to the platform owners. The responses we get from companies that started to use social media as a marketing tool are not that enthousiastic.

      Thanks to @cassiopeia for pointing out at this discussion.

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      • @ 10COMMUNICATIONS-AMSTERDAM“ „Social media aren’t social but commercial and the profit goes to the platform owners“ you say and that I see so as well, because one who has a social life has little time for socially networking and „friends“ will forever be what the dictionary says. My own research shows people have much, much less friends than „hear say“ claimed. You can service but a few of such and the day is over. Social networking substitutes earlier definitions and at least one should know which ones those were, before diving too deep into that campaign, which is all about selling ads, etc. in the first place; in a way corresponding to Google’s purposes. Too much is taken literal, which is basically a make believe and serves mainly company purpose. All companies are motivated to make dough. The benefits are barely benefits, to justify good will, etc. But, admitted, artists can make some use of the come on tralala. But that is because artists make near anything out of nothing or almost not a thing. It is the definition of making basically anyway.

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    • Gerade zum Start einer Facebook Fanpage ist es sinnvoll sich Facebook Fans einzukaufen, sonst verlängert sich die Anlaufzeit zur Gewinnung wirklicher Fans beträchtlich!
      Wenn viele Leute etwas liken, dann liken verhältnismäßig mehr Leute, wirklich interessierte Leute, ebenfalls, Stichwort Herdentrieb😉

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    • Ich glaub hier hat keiner von euch eine Ahnung was alles möglich ist und das jeder Fan ein echter Fan ist. Kein Fan wird bezahlt oder geschweige denn dazu aufgefordert. Das ganze hat auch nichts damit zu tun, dass man andere in die Irre treibt, da jeder aus freien Stücken auf den „gefällt mir“ Button drückt.

      Aber es ist einfach nur toll, dass alle denken es sei gefaked oder sonstiges. So bleibt die Konkurenz klein bei eBay und jeder kann es. Jeder, dafür muss man nur einmal bisschen nachdenken und 1+1 zusammen zählen. Aber anscheind ist das in der heutigen RTL Gesellschaft etwas zuviel verlangt.

      1000 Fans liefere ich in 24 Stunden und alle Fans sind echt. Wie sonst, sollte auch ein Fan auf den button „gefällt mir “ klicken, wenn hier kein echte und aktiver User hinter steckt. Ebenfalls lassen sich alle Sozialen Netzwerke benflaussen und ich denke Facebook ist eh nur noch nen reiner Fakehaufen, der noch nicht einmal wie YouTube die Möglichkeit gibt seinen Account zu monetariiseren. YouTube Plays, Likes, Views, alles möglich – sogar jeder Facebook Contest kann angesteuert werden. :))

      PARADEBEISPIEL : THEODOR ZU GUTTENBERG. Damals von heut auf morgen auf Facebook mit heute nach gewiesenen Fankäufen seine Popularität gesteigert. Das ist ehr Irreführend und als Vorbildfunktion meines Landes schon nen Armutszeugnis.

      Aber wofür hier überhaupt groß über das Thema reden, wenn es 90% eh nicht glauben wil und-/oder es nicht mag, da man es nicht zugegeben kann es auch gerne anbieten zu können.

      In diesem Sinne. Last uns lieber mal über andere Themen als Assbook reden. Sogar einzelen Bilder können geliked werden, Posts, kann auch deinen Kommentar der Wahl von usern in der ganzen welt posten lassen😀

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  2. @Annette Schwindt: ganz so einfach ist die Sache nicht. Ganz generell würde ich auch die „angeworbenen“ den „gekauften“ Fans vorziehen. Welchen Wert die gekauften Fans besitzen, hängt unter anderem davon ab, ob es sich um ein Mainstream- oder ein Nischenprodukt handelt.

    Bei einem Mainstreamprodukt etwa ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Interesse am Produkt geweckt werden kann, vermutlich gar nicht so klein.

    Im nächsten Schritt müssten wir uns nun die Kosten pro gekauften und geworbenen Kunden ansehen, um dann am Ende sagen zu können, welche Variante günstiger ist.

    Bedenken muss man dabei auch, dass die Zahl derer, die dann wirklich interagieren, recht klein ist. Da kann die Zahl der Fans dann durchaus ein brauchbarer Hebel sein.

    So und dann können wir das Thema gekaufte Fans noch auf der Werteebene diskutieren. Das ist dann aber ein anderes Thema.😉

    @Mario: ist völlig in Ordnung, das sollte auch keine Aufforderung zum Kauf von Fans werden.

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    • @Christian: Gekaufte Fans intergairen i.d.R. aber eben gar nicht. Weder verbal (Dialog) noch bezogen auf Aktionen wie Ticket kaufen, an Gewinnspiel teilnehmen etc. Das Unternehmen macht also weder am gekauften Fan Umsatz, noch wird so ein Fan Multiplikator und führt dmait indirekt zu Umsatz. Da geht es nur ums Hochschrauben der Zahl, weil viele Marketingchefs denken, das sei ein Indikator für Erfolg.

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  3. Pingback: Social Media Weekend News 19.-20.03.11 – Social Media Blog

  4. @Annette: ich sehe das etwas anders, denn auf Seiten wie dieser hier wird das Geschäft direkt auf der Seite gemacht. Ich behaupte, je mehr UserInnen auf die Seite kommen, desto besser das Geschäft. Wer sagt, dass es sich in so einem Fall nicht lohnt, Fans zu kaufen? Ich weiß es nicht, kannst Du mit Gewissheit sagen, dass das kein Geschäft ist?

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    • Jetzt haben wir an mehreren Orten gleichzeitig diese diskussion geführt und ich weiß gar nicht mehr, wo was steht.🙂

      @Christian: Deine Rechnung sitmmt nur, wenn diese User auch über das Fanwerden hinaus etwas auf der Seite TUN.

      Ich sage aber, dass gekaufte Fans eben nichts tun außer Fan zu werden. Und damit tragen sie weder zum Umsatz bei, noch können sie zum Multiplikator werden (Edge Rank).

      Bei geworbenen Fans (durch Anzeigen oder bezahlte Postings auf z.B. Städteseiten) ist das anders. Ob aber nur einmalig oder langfristig hängt davon ab, wie gut die Seite Besucher zu binden versteht.

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      • @Annette Schwindt: Beispielsweise das MyGall Network bleibt so gut absolut tot, wenn man da keinen Stein hineinwirft und dann tut das auch nichts als Wellen zu schlagen in der Form, dass andere Teilnehmer sehen und gesehen werden wollen. Sie wollen ihre ganz persönlichen Absichten damit verwirklichen. Soziales scheint sie wirklich wenig zu interessieren. Es kommt nichts zurück, außer dem was man hineinsteckt; wenn es gut ist. Man kann es sich also auch sparen. Dies ist ein klassisches Beispiel wie eine Verkaufsplattform von seiner Klientel gekapert wurde und buchstäblich zweckentfremdet wurde. MyGall transferiert nun alle Konten auf Artflakes und hat die Features ersatzlos gestrichen die diesen Missbrauchh“ ermöglichten. Da sehe ich Verbindungen, obgleich ich ich der eingefleischte Social Networker bin. Ähnliches stelle ich fest für Fineartamerica, RedBubble, Saatchi sowieso. Das heißt ich habe es noch nicht absolut so festmachen können. Doch alles deutet darauf. Ambitionen beizutragen werden erstickt wie es aussieht vom Kollektiv und köcheln auf dieser niedrigen Flamme des niedrigsten gemeinsamen Nenners. Aber bitte – das ist nun mein, vielleicht falscher, Eindruck. Ferner empfinde ich etwas Gebetsmühlenartiges der verschiedenen Absichten, aber so als ob man die Hoffnung hat das richtige Ding kommt vielleicht noch. ich beispielsweise mache anstatt eine Blogroll Google+ Pünktchengeben und lege mir damit ein Profil für „Followers“ m eines Profils an ohne für herausgehende Links bestraft zu werden. Sowas meine ich versucht das Fanpublikum; kreativ sein mit den Möglichkeiten. Insofern passt das hier her.

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  5. @Annette: ich habe auch Mühe, den Überblick zu behalten.🙂

    Du schreibst: „Deine Rechnung sitmmt nur, wenn diese User auch über das Fanwerden hinaus etwas auf der Seite TUN.“

    Genau das ist der Punkt. Du kannst mittlerweile etwas auf Facebook-Seiten tun. Du kannst z.B. einen Film anschauen , Du kannst Socken , Musik und viele andere Dinge kaufen und das direkt auf einer Facebookseite.

    Meine These ist: je näher ein Produkt am Mainstream ist, desto sinnvoller ist es, Fans zu kaufen. D.h. bei den Socken würde ich sagen, macht es wenig Sinn, bei Batman schon eher. Die Sache steht und fällt allerdings mit der Frage, ob man überhaupt auf seriöse Art und Weise an gekaufte Fans herankommt. Dazu gibt es bis jetzt noch keine Erfahrungsberichte. Das Thema gekaufte Fans könnte sich also auch auf diese Weise erledigen.

    Aber vielleicht probiere ich das einfach mal aus und investiere Geld in 1.000 Fans. Dann wissen wir, ob solche Angebote seriös sind.😉

    Aber zurück zum Thema: ich denke, unsere Positionen unterscheiden sich im Moment, weil Du Facebook als ein Kommunikationsinstrument siehst und ich eher die Marketingperspektive einnehme. Geht es um Kommunikation, dann gebe ich Dir in allen Punkten Recht. Aus der Marketingperspektive ist die Sache aber nicht so klar, denn Facebook hat sich in den letzten Monaten immer mehr zu einer Plattform entwickelt, auf der man mittlerweile mehr tun kann als nur kommunizieren.

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    • @CHRISTIAN HENNER-FEHR: Du kaufst dann eine Idee. Wenn Du dieser Idee Leben einhauchen kannst, bzw. in diese Idee viel Leben investierst, dann kann das etwas werden. Das müsstest Du dann auch zuzüglich ausprobieren. Da wird die Angelegenheit aber recht aufwendig. Und ich meine dies wäre der bessere Teil eines Tests; also 2.000 Fans kaufen hieße das. Das Angebot kommt mir so vor wie von einem Propagandisten, der an seinem Straßenstand Fleckenwasser verkauft. Das habe ich schon als sechsjähriger Junge gerne beobachtet. Am Verkaufsstand funktioniert das immer, die Demo. Neben diesem Stand gab es auch eine Wurstbude und da habe ich einmal eine Bratwurst umsonst bekommen, weil ich wohl entzückend ausgesehen habe, so wie ich die Würste angesehen habe. Ein bisschen schräg? Ja seht Ihr die Verbindung wenigsten andeutungsweise. Ich habe oben davon gesprochen. Aus Logistik muss man Belebung machen, dann funkt es. Aber Marketing ist Kommunikation erster Güte, nur Kunst rangiert darin darüber, indem sie weniger Quanität in die Angelegenheit verwurstelt, als ein Vermarkter. Da kann ich jetzt nicht mehr ganz begeistert mittun? Was wäre denn mehr als kommunizieren? Lieben? Oder übermächtige Wirklichket gegen die man nichts tun kann? Begreifen? Ich wüsste nichts was man da außer Kommunikation tun könnte, wenn man bis dahin hoch käme aus einem sich gegenseitig besprühen mit Partikeln, von denen kaum welche so geschätzt werden, dass Wirkung, bzw. Kommunikation statttfinden würde? ich glaube man sollte auf Facebook & Co anfangen zu kommunizieren und überrascht sein was passiert. Dazu sollte man ein Programm auflegen, wie Schraubenschlüssel benutzen für Mechaniker. Vielen fallen sie aus den Händen, anstatt sich in die Muttern zu verkeilen. Mal ehrlich? Findet da Kommunikation statt, in nennenswertem Maße meine ich? Ehrlich – ich weiß es nicht. Gerade komme ich auf dieses Problem.

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  6. Beide Standpunkte kann ich nachvollziehen. Letztlich ist es doch so, daß die meisten Seiten nur wenige Fans (bestenfalls ein paar hundert) haben. Von diesen bleiben auch ungekauft und unangeworben 90 % stumm. Um jedoch als Seite auf FB wahrgenommen zu werden, braucht man – hier gebe ich Annette Schwindt recht – Interaktion, jedoch auch eine kritische Masse an Fans. Denn es ist ein Unterschied, ob 10 % von 100 Fans oder von 3000 interagieren. Viel wichtiger ist mir in dieser Diskussion jedoch der Punkt, wo die Fans gekauft werden: sind das reale Profile? Funktioniert es über Auswertung persönlicher Daten? Passen sie zur Seite? Wenn die gekauften Fans tatsächlich real sind und zur Zielgruppe passen, warum nicht?

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    • @Wenke: Richtig, genau das ist der Knackpunkt.

      @Christian: wenn man von „gekauften Fans“ spricht, sind i.d.R. solche wie die im o.g. Zeitungsartikel gemeint. Leute, die keine wirklichen Nutzer sind, keinen Bezug haben (z.t. nicht mal die Sprache der Seite verstehen), sondern nur direkt und einmalig dafür bezahlt werden, eine Seite als Ganzes zu liken, um die Fanzahlen hochzuschrauben. Das ist nur dann sinnvoll, wenn es darum geht, kurzfristig Aufmerksamkeit pushen zu wollen.

      Fans, die zur Seite/Zielgruppe passen, kann man nicht direkt kaufen. Die erreicht man höchstens über gezielte Werbeanzeigen oder durch gekaufte Meldungen auf thematisch übergeordneten Seiten (z.B. für Regionen oder Städte).

      Mir sind solche Fälle bekannt und gebracht hat der Fan- oder Followerkauf gar nichts außer eben eine toten Zahl.

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  7. Pingback: Jubel aus der Portokasse: Ist der Kauf von Facebook-Fans erlaubt? | SCHWENKE & DRAMBURG

  8. Ich finde das Thema gekaufte Fans schlechthin indiskutabel. „Social media“ kann AUCH „commercial media“ sein, aber diese Art von „Commercial media“ hat nichts mit „Social media“ im wahrsten Sinne des Wortes zu tun.

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  9. @Dorothée Hahne: diskutabel ist es in meinen Augen schon, denn wir können ja nicht die Augen vor der Tatsache verschließen, dass es solche Angebote gibt.

    10communications vermutet, dass die Guttenberg-Gruppe auf diese Weise entstanden ist und ich habe auch noch ein paar Beispiele, wo ich mir nicht sicher bin.

    Die Frage ist doch, wohin sich Social Media entwickelt und am Beispiel Facebook ist die Richtung klar:

    „Social media aren’t social but commercial and the profit goes to the platform owners“ hat 10communications geschrieben und darüber sollten wir schon nachdenken.

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  10. Pingback: Keiner mag mich? Dann kaufe ich mir meine Fans einfach.

  11. @Christian: Eine spannende Diskussion! Ich wollte eigentlich nur hier einen Kommentar schreiben, habe mich aber jetzt hier und in meinem eigenen Blog spontan dazu ausgetobt. Wenn der Marketing-Mainstream die Social Media erobert (und das ist seit einiger Zeit der Fall), dann fühlen sich die early adopter und die Puristen verständlicherweise an den Rand gedrängt und sehen Social Media falsch verstanden.😉

    Ich stimme @Annette Schwindt zu, dass eine neue Art der „Alphabetisierung“ für die Social Media nötig ist. Ich bin aber auch gespannt, was in den nächsten Jahren passieren wird, nachdem Interruption Marketing-Menschen feststellen werden, dass man auf Facebook zumindest ansatzweise mit anderen Menschen kommunizieren muss (bzw. musste).

    Die „eigene Pinnwand als Lautsprecher“? Das ist das alte Marketing-Konzept. Die Frage ist, was das bringen soll. Wie lange werde ich als Facebook-Nutzer das Werbegetröte auf der Pinnwand denn wahrnehmen? Wann werde ich genau wie bei der Print-Werbung und Werbebannern diese Reize automatisch als „überflüssig“ aussortieren? Sehr bald wahrscheinlich.

    Die Frage von @Christian nach der Funktion des „Like-Buttons“ finde ich sehr berechtigt. Was will ich mit einem „Like“ aussagen? Nicht sehr viel in den meisten Fällen, befürchte ich. Allerdings könnten, da stimme ich @Christian zu, gekaufte Fans durchaus auch Sinn machen. Wenn ich den Eindruck erwecken will, meine Produkte seien beliebt und begehrt. Das ist dann die Marketingperspektive. Die nicht sehr nachhaltig ist, aber kurzfristig durchaus erfolgreich sein kann. Rechtliche Aspekte lassen wir jetzt mal außen vor.

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  12. @Helge Weinberg: danke, der Kommentar ist für mich sehr hilfreich, denn er ordnet vieles, was im Aufeinanderprallen der verschiedenen Standpunkte leicht verloren geht.

    Vor allem dieser Satz: „…dann fühlen sich die early adopter und die Puristen verständlicherweise an den Rand gedrängt und sehen Social Media falsch verstanden.“ hat mir zu denken gegeben, schließlich argumentiere ich oft ähnlich. Was aber ist, wenn sich das Social Web in eine andere Richtung bewegt?

    Im Augenblick lässt sich das schwer einschätzen, aber ich glaube, wir nähern uns einer Abzweigung, an der wir entscheiden müssen, ob wir rechts oder links gehen.

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    • @Christian Henner-Fehr: Ich bin mir nicht so sicher, ob wir die Wahl haben. Welche sollte das sein? In welche Richtung sollten wir gehen als „echte“ Social Media-Fans? Gibt es so etwas wie „echt“ bei 600 Millionen Facebook-Accounts überhaupt noch ;-)? Der Zug in Richtung kommerzielle Nutzung des Social Web ist schon lange abgefahren. Das ist ja nicht weiter schlimm. „Social“ wird es schon bleiben und wenn es nicht Facebook ist, dann wird es etwas anderes sein. Und schließlich sind weder Twitter noch Facebook oder andere Plattformen auf der Welt, weil Mark Zuckerberg & Co. ihre Projekte so toll finden und das als Hobby betreiben. Natürlich geht es darum, Umsätze zu machen. Das müssen sie auch, bei einem geschätzten (und total überschätzten) Wert von 10 Milliarden Dollar für Twitter und 50 Milliarden für Facebook. Ich bin mal gespannt, was als nächstes kommt. Erst einmal eine Marktbereinigung, denke ich. Und dann wird’s wieder was Neues geben.

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  13. Dass Facebook nicht immer nur „social“ bleiben wird, musste uns allen klar sein. Und dass genügend helle köpfche daraus Kapital schlagen wollen, ist auch klar. Eine Webplattform die völlig ohne Kommerz auskommt wird es nie geben. Dafür sind wir zu viel „Mensch“🙂
    VG Michaela

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  14. @Senior: danke, fanslave kannte ich noch nicht! Angenommen, ich „kaufe“ mir dort 100.000 Fans. Nachdem auf der Seite von natürlichem Wachstum die Rede ist, würde mich natürlich interessieren, wie lange es dauert, bis ich die Zahl erreicht habe. Gibt es da Anhaltspunkte?

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  15. @christian

    Wir unterscheiden derzeit:

    Dauer für 10 000 Fans

    – echte deutsche Fans aus dem Fanslave Netzwerk / etwa 1-2 Monate

    – internationale Fans von Netzwerkpartnern / etwa 5-10 Tage

    Diese Werte beziehen sich auf 1 Fanpage. Sie können die Fans auch auf mehrere Fanpages verteilen.

    Dauer für 1 000 Fans

    – echte deutsche Fans aus dem Fanslave Netzwerk / etwa 2-3 Tage

    – internationale Fans von Netzwerkpartnern / etwa 2-3 Tage

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  16. Nette Diskussion, aber mal die Frage, wie kommen Anbieter an so viele Fans, die sie dann weiter vermitteln? Mittlerweile tummeln sich ja zu Hauf Einträge, in denen man erst auf „Mag ich“ klicken soll, bis man zum eigentlichen Thema kommt, was dann allerdings auch ein Fake ist.

    Sprich was passiert, wenn ich Fans bekomme, die gar nicht Fan sein wollten?

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    • @TEMPLATES: Da gibt es auch noch die Variante, dass manche Leute bei allem Mitglied sind, Das ist dann wie Heftchen haben für alle möglichen Rabattmarken die einem in die Hände fallen könnten. Ich glaube man wäre überrascht dies als einen verbreiteten Sport vorzufinden. Was in Programmen steht wird auch gespielt, während Geschmack nicht alle Säle überfüllt. Irgendwie sehe ich das „Fansein“ und „Freundsein“ als berufsartige Beschäftigung heranwachsen. Letzteren „Beruf“ gab es schon an den besseren Adelshöfen. Und wo Mangel heiß diskutiert wird kann es auch zur Tugend werden Cents zu ergattern. Nichts ist wahr und verlogen genug um nicht „geadelt“ oder „standeserhoben“ zu werden. Nichts ist zu teuer, um nicht begehrt zu sein; in beiden Richtungen. So bekommt man die Leute an Bord. Nicht wenige davon folgen wahrscheinlich den meisten Anweisungen, wie „Musst Du haben…Kaufe das jetzt gleich… Solange Vorrat reicht!“ Vollgeklebte Rabattbüchlein werden verrechnet. Ob das auch mit Parteibüchlein geht? Also darauf einem Fans auf das Auge zu drücken, die gar keine sein wollten, kann ein Vermarkter eher verzichten, denke ich.

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  17. @Templates: das ist ein generelles Problem, das ich auch sehe. Der Like-it-Button ist ja schnell mal angeklickt, wenn es darum geht, irgendwelche Incentives zu erhalten. Allerdings sieht mich die Seite dann unter Umständen nie wieder.

    Schade, dass es kein Tool gibt, das einem anzeigt, wann man das letzte Mal seine verschiedenen Fanseiten angeklickt hat. Bei mir sind das in den letzten 14 Tagen beispielsweise nicht so arg viele gewesen.

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  18. Aus aktuellem Anlass möchte ich erwähnen, dass es noch einen Hintergrund gibt, der dazu verleiten könnte, Fans zu kaufen!

    Aktueller Fall: (gültig bis 15.06.11)

    Der Betreiber einer Fan-Seite verlost einen SEHR attraktiven Preis im Rahmen einer Abstimmung:der Teilnehmer mit den meisten „LIKES“ auf einem Foto, das hochgeladen werden muss, ist der glückliche Gewinner…

    Da der Hauptpreis einige Tausend Euro wert ist (!), versuchen die Teilnehmer mit allen Mitteln, „LIKES“ zu erhalten. Da liegt es natürlich auch sehr nahe, sich diese Fans zu kaufen!

    Natürlich verstößt der Teilnehmer damit gegen die Bedingungen des Betreibers und könnte ausgeschlossen werden. Aber die Versuchung ist umso größer, je höher die ausgeschriebene Prämie ist.

    Ich nehme auch an der Abstimmung teil und habe mir dazu extra eine Website zusammen geklickt. Darüber habe ich bis jetzt 400 „Likes“ bekommen – und liege auf Platz 4 von ca 180 Teilnehmern.

    Ich finde, LIKES kaufen ist genau so sinnvoll, wie ein Regenschirm mit Solarzellen…

    Wer Lust hat, darf übrigens GERN für mich voten.
    Schau mal vorbei auf http://www.TigerEddy.com – Danke!

    Schöne Grüße aus Bremen
    Eddy

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  19. @Eddy: interessantes Modell, um Fans für die Seite zu sammeln bzw. sammeln zu lassen. Wenn der Hauptpreis so wertvoll wie in diesem Fall ist, liegt es nahe, auch entsprechend zu investieren, das sehe ich auch so.

    Im Grunde genommen haben wir es hier mit einem zweistufigen Modell zu tun. Die Firma xy integriert ihre FB-Aktivitäten in ihr Marketing und schafft es dadurch, nicht nur auf den „Wettbewerb“ aufmerksam zu machen, sondern gleichzeitig auch noch, Fans zu sammeln. Da hier eine hohe Belohnung winkt, übernehmen die, die für sich eine Gewinnchance sehen, das Anwerben der Fans, notfalls auch durch den Ankauf von Fans. Klever gemacht. Danke für das Beispiel und viel Glück!😉

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    • Hallo Christian,

      der Vollständigkeit halber sei gesagt: ich hab’s geschafft und fliege im November nach New York (das war u.a. einer der Hauptpreise…). Und zwar OHNE dass ich mir Likes gekauft hatte. Ehrlich währt eben am längsten…🙂

      Viele Grüße
      Eddy

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  20. Selbstverständlich haben gekaufte Facebook-Fans einen Wert! Eine Seite mit 1000 Likes wirkt auf echte Interessenten attraktiver und seriöser als eine Seite mit 25 Likes. Unternehmen können sich und ihren Produkten mit gekauften Fans ein besseres Images verleihen. Das ist nicht schön – aber es funktioniert. Außerdem gibt es seriöse Anbieter, die einen erstaunlich zielgenauen Fanaufbau ermöglichen. Das beste System ist m.E. Fanslave. http://bit.ly/oXSP3W Dort kann man Fans nach Land, Sprache, Alter, Geschlecht und Anzahl der Freunde filtern. Wenn man nur Fans zulässt, die selbst mindestens 50 Freunde haben, lässt sich die Zahl der Fake-Accounts auf nahe null drücken. Ganz billig ist der Fankauf allerdings nicht, ich persönlich habe immer die zweite Möglichkeit des Systems genutzt und kostenlose Fans durch Tausch erworben.

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    • Aber der Nutzen ist doch auf den zweiten Blick hinfällig, da die gekauften Fans nicht mit der FB-Seite und derem Inhalt interagieren – und das ist nunmal doch das wichtigste an der FB-Page: Die Interaktion der User mit den Inhalten bzw. den Admins.
      Wenn die FB-Page 10tausende Fans hat, aber keinen Kommentar auf der Pinnwand, dann kann doch etwas nicth stimmen…

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  21. @Eddy: Gratulation!!🙂 In dem Fall stimmt der Satz „Ehrlich währt am längsten.“ Wenn ich mir als Seitenbetreiber Fans kaufe, dann ist Ehrlichkeit aber keine Kategorie. In diesem Fall geht es ja nur darum, ob ich meine Ziele ereiche oder nicht.

    Befinde ich mich gerade beim Aufbau meiner Seite, geht es auch darum, welchen Eindruck die Seite hinterlässt. Ich stimme da mit @Anna-Lena Hartwig überein, die meint, dass eine Seite mit 1.000 Fans attraktiver wirkt als eine mit 25 Fans. Und niemand fragt sich, was das denn für Fans sind, wo die herkommen und ob die sich wirklich für die Seite interessieren.

    Ist der Aufbau geschafft, geht es um andere Ziele und auch hier muss ich mir dann wieder die Frage beantworten, ob der Kauf von Fans dazu beitragen kann, dieses Ziel zu erreichen. Wer nur auf die Zahlen seiner Fans schaut, wird sich vielleicht darauf einlassen. Aber im Grunde genommen ist dann schon das Ziel falsch formuliert, insofern liegt da der Fehler eigentlich an anderer Stelle.

    @Andreas: wenn es mir um Interaktion geht, dann würde ich gar keine Fanseite aufbauen, sondern eher eine Gruppe einrichten. Dort ist es eigentlich viel leichter zu interagieren. Grundsätzlich würde ich aber die Frage stellen, ob die Interaktion wirklich notwendig ist? Ist der Mehrwert einer Seite entsprechend hoch, wird sie von denen, die sich für die Inhalte interessieren, angeklickt, egal ob auf der Seite viel „passiert“ oder nicht. Ich habe auf Facebook die Plattform Kulturfinanzierung eingerichtet, auf der ich ganz bewusst auf Aktionismus verzichte. Ich will sehen, ob das auch so funkltioniert, ohne große Diskussionen und das Anklicken des Like-it-Buttons. Die Zahlen steigen langsam, aber sie steigen, insofern ist der Einwand berechtigt, aber ich weiß nicht, ob er in jedem Fall zutreffend ist.

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  22. Hallo Christian!

    Ich habe mit großem Interesse deinen Blog-Beitrag gelesen. Über das Thema „Facebook Fans kaufen“ kann man sicherlich ins unendliche diskutieren. Ich muss dir allerdings Recht geben, was nützen einem 20000 gekaufte Fans die nicht mit meiner Facebook Seite bzw. meinem Produkt interagieren? Richtig, die nützem einem nüscht!😉 Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich auch schon positive Erfahrungen mit gekauften Fans gemacht habe. Ich bin im Bereich Lasergravuren und individuelle Werbemittelveredelung selbständig, habe ein Ladengeschäft sowie 2 angeschlossene Onlineshops.

    Da man als Online-Händler an Facebook als Marketinginstrument und zur Neukundengewinnung absolut nicht vorbei kommt habe ich mir natürlich auch eine Facebook Seite (http://www.facebook.com/Lasergravuren) zugelegt. Da ich anfangs mit den Interaktionen sowie Kommentaren auf der Seite überhaupt nicht zufrieden war habe ich vor einiger Zeit 200 deutsche Fans unter http://www.cyburios.net hinzugekauft und kann mich eigentlich über das Ergebnis nicht beklagen. Ich habe mehr Interaktion und vor allem -was mir eigentlich viel wichtiger ist- aus den generierten Fans einige neue Kunden für meinen Onlineshop gewinnen können.

    Ich finde daher das man das von Dir angesprochene Thema „Facebook Fans kaufen“ auch nicht all zu sehr pauschalisieren sollte. Es ist streitbar keine Frage, aber wie selber erlebt funktioniert es ja auch. Wahrscheinlich Anbieterabhängig…

    In diesem Sinne alles Gute und liebe Grüße!

    Robert

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  23. Pingback: Social Media Experten erkennen – was ist ein Experte? « LinkedInsider Deutschland

  24. Ich kenne noch so eine Seite, die echte fans durch einfaches Fantausch (oder wo man etwas verdient, um fan zu werden) eine gute Fanbasis bringen kann. Es sind keine fakes und so interagieren dann die Fans, wenn die Seite gut ist, und zwar auf http://www.mysocialclix.de

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  25. Die Anzahl der Fans ist wie es oben auch beschrieben ist, wirklich total egal.. ich habe gruppen mit 10000 leuten da ist weniger los als bei gruppen mit 800 leuten.. wichtig ist wie aktiv die user sind.

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  26. @Nico: Das Modell leuchtet mir ein, denn ich bekomme mittlerweile in einigen Bereichen geld dafür, wenn ich mich an irgendetwas beteilige oder Mitglied werde. Interessant wäre es, wenn wir jetzt herausfinden könnten, wie lange so ein Modell funktioniert, denn der Erfolg hängt ja von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem auch davon, wie Erfolg das Social Network selbst ist. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass die UserInnen irgendwann einmal die Lust daran verlieren und sich nicht mehr weiter beteiligen. Leider gibt es Facebook noch nicht lange genug, sonst ließe sich messen, wie lange die jeweiligen Zyklen dauern.

    @Rene: es hängt davon ab, welche Ziele mit der Seite verfolgt werden. Geht es um die Steigerung des Bekanntheitsgrades, ist Quantität nicht ganz unwichtig. Nutze ich die Seite als Servicekanal für bestehende Kunden, dann ist die Zahl der Fans wirklich völlig uninteressant.

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  27. Die Negativ Aussagen gegen Gekaufte Likes würde ich garnichtmal so bestätigen.
    Oftmals ist das einfach eine Sache an Erwartungen die die Kunden haben.
    Viele Große Likeverkäufer werben mit „mehr Kunden“ oder „mehr Verkäufen“.
    Dies ist schlichtweg falsch , laut unseren Untersuchungen eigenen sich Likes wirklich NUR dazu den Like Zähler nach oben zu treiben.

    Da viele unserer Kunden aber auf der Suche nach „mehr Kunden“ sind , haben wir uns entschieden den Kunden auch Shares anzubieten.
    Vorher haben wir getestet : Für unsere eigene Seite haben wir eine Share Aktion eingebucht – ERGEBNIS: 30 % mehr Neuanmeldungen – die Zahlen sind Beweisbar!

    Mit Likeskaufen.de haben wir viele zufriedene Kunden gewonnen – gerade dadurch das wir KEINE Falschen Versprechen machen.

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  28. @Likeskaufen.de: gekaufte Shares heißt, ein Posting wird entsprechend oft geteilt. Und das von Personen, die dafür bezahlt werden. Habe ich das richtig verstanden? Der Ansatz ist interessant, denn die Shares entfalten eine virale Wirkung und tauchen in anderen Netzwerken auf, ein „Gefällt mir“ nicht unbedingt. Klingt plausibel, danke…

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    • likeskau. hat vollkommen Recht. Aus Sicht der viralen Wirkung ist es eine ziemliche Bombe. Man nehme sich nur mal die Viralen Apps zu Herzen. Mehr Likes kann man wohl nicht aufbauen, als damit🙂

      Nicht ganz Richtig find ich deine Meinung über Fans kaufen. Es gibt gscheide Anbieter aufm Markt, klar der Kunde wird zwar dafür bezahlt, aber die Kundenbindung kannst du dennoch herstellen über die Fanpage, natürlich muss die Zielgruppe passen, aber unmöglich? Nein!

      Lieber Gruß
      Inc

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  29. Es kommt immer darauf an, was man erreichen will. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Facebook Likes kaufen gemacht und laden die Leute, die klicken zur jeweiligen Facebook Seite ein.. es gibt auch zielgerichtete Likes. Unsere Angebote zum ansehen sind auf http://promokoenig.de/facebook/likes . Sind normale Bannerwerbungen oder Anzeigenschaltung auch nicht legal, weil es sich um einen „Wettbewerbsvorteil“ handelt, wenn ich sagen ich habe das und das Budget und möchte 1.000 neue Besucher?

    Das Thema als „schmuddelig und kriminell“ abzutun zeugt von Unwissenheit und verpöhnt eine gesamte Branche von Menschen, die mit SEO und SEM ihr Geld verdienen. Natürlich gibt es schwarze Schafe, aber von inaktiven und enechten Leichen hat niemand etwas.

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  30. @promokönig: ich glaube, dass der Kauf von Fans nicht den Wertvorstellungen vieler entspricht, die im Social Web unterwegs sind. Aber unter Marketinggesichtspunkten halte ich es für nachvollziehbar, wenn jemand sich eine bestimmte Anzahl von LIkes kauft. Interessant finde ich, dass ich dabei bereits festlegen kann, aus welcher Stadt oder Region sie kommen.

    Schmuddelig ist es insofern, weil es laut den AGB von Facebook nicht erlaubt ist, aber das ist dann ein anderes Thema.

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  31. Ich habe auf der Seite http://www.fbfanskaufen.com Fans gekauft und bin mit dem Ergebnis persönlich sehr zufrieden. Ich habe noch nie von Bekannten gehört, dass sie mit dem Kauf von Fans Probleme bekommen haben und das Konzept funktioniert wirklich. Ich habe 3000 Fans gekauft und inzwischen (knapp zwei Wochen später) über 2000 echte Fans von alleine dazu gewonnen …

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  32. Hier wird ja immer noch Diskutiert;)

    Ich wollte nur mal durchgeben das die MsWebMedia.de stark daran arbeitet auch Nonforced Likes anzubieten.

    Den ersten Screen aus 1. Hand, gibts hier für euch :

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  33. Pingback: Social Media: was bringt mir das? « Das Kulturmanagement Blog

  34. Pingback: Das Marketingmodell von Seth Godin: auch für Kunst und Kultur hilfreich « Das Kulturmanagement Blog

    • @Ulli: danke, fanswap kannte ich noch nicht. Was heißt, der kostenlose Fanaufbau klappt wunderbar? Nachdem diese Art von Fanerwerb ja immer wieder kritisiert wird, würde mich interessieren, wie man von diesen Fans profitiert? Einmal den Like-Button anzuklicken, reicht ja bereits, um als Fan zu kassieren. Aber warum sollte jemand ein zweites Mal zurückkommen, wenn es dafür kein Geld mehr gibt?

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  35. das Thema scheint zwar schon etwas älter, wer sich allerdings für seriösen Fanaufbau interessiert, kann sich gerne einmal auf unserer Homepage http://www.Social-Media-Promotion.net umsehen.
    Wir bieten Kampagnen, wie auch Paketangebote mit vorgegebenen Zielmengen.
    Generell werben wir nur Fans an, die auch einen echten Mehrwert für Ihre Seite darstellen und verfolgen damit einen etwas anderen Ansatz als die meisten anderen Anbieter.
    Genauere Informationen gerne per Email oder entsprechend auf unserer Seite.

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  36. Pingback: personalmarketing, employer branding, social media - personalmarketing2null – Personalmarketing, Social Media und Employer Branding kritisch und mit Augenzwinkern hinterfragt.

  37. Auch wir haben (angeregt von der Spiegel Reportage bei Promokönig gebucht – allerdings Traffic, keine Likes.

    PK stellt weder via Support noch im Kundenbereich Statistiken zu Verfügung, weshalb wir privat kontrollieren. Zwei von vier Kampagnen wurden von PK abgeschlossen, ohne allerdings die vertraglich vereinbarte Leistung zu erbringen. Auch die anderen beiden Kampagnen sind noch längst nicht bei 30% der zugesicherten Leistung angekommen.

    BTW.: der Support hat seit Beginn unserer Zusammenarbeit 8/10 unserer Emails gar nicht beantwortet, die anderen beiden wurden vollkommen „schlecht“ beantwortet und waren vor allem mit Smileys gespickt.

    Wir möchten an dieser Stelle eindringlich abraten!

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  38. Pingback: Mehr Fans um jeden Preis? Über Claqueure im Social Web | bwl zwei null

  39. Hallo zusammen, ich rate von dem Likes-Kaufen bei Promokönig ab. Zweimal bestellt, zweimal nichts geliefert bekommen. Immer die selbe Masche: die warten die 14 Tage Stornierungsfrist ab, dann kommt auf einmal eine Meldung „Ihre Bestellung ist fertiggestellt“, aber man keinen einzigen Like mehr, das Geld via Paypal zurück zu bekommen ist nicht möglich etc. Hier liegt ein ganz klarer Betrug vor.

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  40. Ich sehe Agenturen die Facebook Fans vermitteln als Marketing Instrument an. Sicherlich Liken die User in erster Linie die Facebook Seiten wegen der Klickvergütung, aber unter ihnen können sich auch Interessenten befinden. Wenn jemand z.B. 1000 Fans kauft, erhält er 1000 Seitenbesucher, sobald ein User den Like Button betätigt sehen seine Freunde dass ihm diese Seite gefällt, was wiederum virale Besucher und mögliche Interessenten bringt. Eine git promotete Fanpage bringt auch einen SEO Effekt mit sich. Das heisst dass der Edge-Rank steigt und man auch bei den Google Suchergebnissen gelistet wird.

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      • Danke für den Link, habe mir den Artikel durchgelesen. Stichwort „Spam“: Wie bei allem macht es die richtige Dosierung aus. Wenn von Heute auf Morgen 1000 Likes mehr auf einer Fanpage sind, ist es logisch dass deren Spamerkennungssystem Alarm schlägt.

        Dann arbeiten noch manche Fanvermittler mit externen Like-Buttons was auf Dauer auffällig ist. Wichtig ist, dass die neuen Fans organische Besucher sind und am besten über eine Referer-Seite zur Fanpage geleitet werden.

        Die angemahnten Massnahmen von Facebook sind zugegeben sehr hart.

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  41. Pingback: Alexa boostet Deinen Rang – wenn Du über Alexa schreibst? | LinkedInsider Deutschland

  42. Sie möchten </titleFans kaufen
    für Ihre Fan-Seite auf Facebook oder Gefällt mir Klicks für Ihre Webseite? Als einer der ersten Anbieter in Deutschland haben wir seit 2011 mehr als 23 Millionen Facebook Fans an über 10.000 Kunden vermittelt. Überzeugen Sie sich noch heute von der Qualität unserer Social-Media-Dienstleistungen und bestellen eines unserer günstigen Testpakete.Testpakete.

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