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Leitfaden: „Die Gesellschaft der Kreativen – Wertschöpfung im Zeitalter der Kooperation“

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„Zwei von drei der 36.000 österreichischen Kreativunternehmen arbeiten als Solo-Selbstständige ohne eigene MitarbeiterInnen“,

wird Gertraud Leimüller, Vorsitzende der creativ wirtschaft austria (cwa) in der Ankündigung des Leitfadens „Die Gesellschaft der Kreativen – Wertschöpfung im Zeitalter der Kooperation“ zitiert. Die Zusammenarbeit in Partnerschaften oder Kooperationen, das Arbeiten in Netzwerken sind oftmals die Voraussetzung für das wirtschaftliche Überleben. Worauf man dabei achten muss, zum Beispiel auch in rechtlicher Hinsicht, das versucht dieser Lietfaden zu vermitteln, den man entweder hier kostenlos als Broschüre bestellen oder sich auch als PDF downloaden kann.

Die beiden Autorinnen Nina Popp und Marie-Theres Zirm erklären unter anderem, warum Netzwerke so wichtig sind, ein Serviceteil listet dann gleich die für Österreichs Kreative relevanten Netzwerke auf. Hat man jemanden gefunden, mit dem man zusammenarbeiten möchte, stellt sich die Frage, wie man die Kooperation vertraglich absichert und welchen rechtlichen Rahmen (bezieht sich ebenfalls auf Österreich) man ihr gibt?

Sehr wertvoll ist vermutlich für viele die Adress- und Linkliste am Ende der Broschüre, die so umfangreich ist, dass ich sie mir in der Printausgabe bestellt habe. Insgesamt ein hilfreiches Serviceangebot, dessen einziges Manko ein zu knapp ausgefallenes Inhaltsverzeichnis ist.

10 Comments Join the Conversation

  1. Aber schon interessant, dass sich die Kreativwirtschaft (vor allem hier Designer, Grafik-Designer, Programmierer etc.) so als GEGEBEN hinstellen und die Kultur und Kunst in der inhaltlichen Darstellung, doch eher mit dem Spruch… haben es gewagt mit dem Sprung in die Wirtschaft…abgetan werden. Die KulturarbeiterInnen haben es einfach mal wieder, wie so oft, verpaßt, ihre Stellung, ihren Stellenwert in der Kreativwirtschaft einzuarbeiten bzw. sich zu positionieren. Ansonsten finde ich die Veröffentlichung ein Dokument auf das viele gewartet haben, aber keiner so wirklich braucht zu all den bisherigen Veröffentlichungen.

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  2. @ernst: seien wir ehrlich, die klassischen Kulturbereiche tauchen zwar in den verschiedenen Modellen auf (siehe dazu folgende ganz hilfreiche Übersicht , aber ich bin mir nicht sicher, ob wirklich was gewonnen ist, wenn wir die darstellende Kunst und Spieleentwickler in einen Topf werfen und dann von der Relevanz einer Branche sprechen.

    Aber das ist ein anderes Thema, ich habe auf diesen Leitfaden eigentlich deshalb aufmerksam gemacht, weil hier das Thema Zusammenarbeit im Vordergrund steht. Das Thema Kooperation ist zwar in vielen anderen Branchen auch unterentwickelt, aber Du weißt, in Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft haben wir es vor allem mit Einzelkämpfern zu tun und das halte ich für wenig zukunftsträchtig.

    @Herbert: in meinen Augen stellt der Mehrwert von Kooperationen einen interessanten Aufhänger dar. An mangelnder Kooperationsbereitschaft scheitern übrigens sehr viele Unternehmen im Bereich der Kreativwirtschaft.

    @marie-theres: danke für den Link

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  3. Pingback: Kultur- und Kreativwirtschaft: auch in Deutschland gibt es einen Leitfaden für GründerInnen und Selbständige « Das Kulturmanagement Blog

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