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„Managers are like gardeners“

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Projekt ist nicht gleich Projekt. Das ist eigentlich eine Binsenwahrheit, aber wenn es darum geht, für die Planung und Umsetzung die richtige Vorgehensweise zu finden, dann wird aus der Binsenwahrheit schnell ein Problem. In vielen Fällen hilft einem das klassische Projektmanagement, in dessen Rahmen ich als Projektleiter in einem Team zusammenarbeite und über die verschiedenen Planungsphasen hoffentlich erfolgreich zum Ziel gelange.

Aber nicht immer funktioniert das so einfach. Zum Beispiel wenn es um das Thema Social Media geht. Es ist dabei wichtig, sowohl klar formulierte Ziele als auch entsprechende Pläne zur Erreichung dieses Ziels zu haben. Nachdem man diese Pläne meist nicht alleine umsetzt, hängt der Projekterfolg auch ganz stark von der Zusammenarbeit im Projektteam ab. Bei der Implementierung von Social Media in eine Organisation ist das meist nicht nur eine einzelne Person, sondern nach Möglichkeit sind alle MitarbeiterInnen daran beteiligt. In welcher Form arbeitet man in so einem Fall aber eigentlich zusammen? Wie setzt man so ein Projekt auf? Wie bindet man die MitarbeiterInnen ein und bildet so etwas wie ein Projektteam?

Auf diese Frage hat mich gestern Didier Goossens, der für die Social-Media-Aktivitäten der Philharmonie Luxemburg verantwortlich ist, mit seinem Kommentar gebracht. Er beschreibt darin, wie schwierig es ist, die KollegInnen miteinzubeziehen und nennt als möglichen Grund, warum das nicht funktioniert, Angst. Nun kann man natürlich sagen, die Angst lässt sich überwinden, indem man versucht, die Ursachen dafür herauszufinden. Vielleicht schafft man das Problem auch aus der Welt, in dem man die Begeisterung für Social Media bei den KollegInnen weckt und so die Angst vergessen lässt.

Aber unter Umständen ist es auch ein strukturelles Problem. Wie ist ein Unternehmen organisiert und wie geht es das Thema Social Media an? Wie groß ist die Verantwortung derer, die da plötzlich als MitarbeiterInnen zum Sprachrohr ihres Unternehmens werden? In diesem Zusammenhang habe ich gestern im Projektmanagement Blog von Stefan Hagen den Hinweis auf diese Präsentation von Jurgen Appelo gefunden:

Auf Folie 8 heißt es unter der Überschrift: „Managers are like Gardeners“:

„They let self-organization (anarchy) do useful work while steering the system toward valuable results.“

Und auf Folie 16:

„Empowerment is implementing distributing control by delegating authority.“

Ich habe die Folien erst gestern Abend entdeckt und bin gerade dabei, mir den Inhalt der gesamten Präsentation zu erarbeiten. Für mich stellt sich im Kontext dieser zwei Aussagen die Frage, ob hier nicht der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung von Social Media liegt? Kann es sein, dass einer der Schlüsselfaktoren die Organisationskultur des Unternehmens ist und wir ein Führungsverhalten brauchen, das in die Richtung geht, die George Ambler in seinem Beitrag „Leader as social architect…“ beschreibt? Ist der „social architect“ so etwas ähnliches wie der von Jurgen Appelo als Gärtner bezeichnete Manager?

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