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Sponsoring: Kulturbetriebe können ihre Einnahmen seit 2007 fast verdoppeln (Teil III)

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Immer wieder ist in Gesprächen mit Kultureinrichtungen zu hören, man verzichte auf Sponsoringaktivitäten, weil man sich in der künstlerischen Arbeit von Sponsoren dreinreden lassen wolle, Mit diesem Vorurteil räumt die von der Agentur Causales veröffentlichte Studie Kultursponsoring 2010 auf. Dementspreched groß ist auch die Zufriedenheit der Kultureinrichtungen mit ihren Partnern aus der Wirtschaft. Knapp 90 Prozent von ihnen sind überwiegend oder völlig mit der Zusammenarbeit zufrieden. Dementsprechend wird der Kontakt auch über die Sponsoringaktivität hinaus aufrecht erhalten.

Analysiert man die Zahlen, dann lässt sich die bei knapp 90 Prozent liegende Ansicht, Kultursponsoring werde an Bedeutung gewinnen, als Prognose und/oder Wunsch bezeichnen. Zwei Drittel der befragten Kultureinrichtungen sind sehr stark an einer Sponsoringpartnerschaft interessiert und wünschen sich dabei vor allem finanzielle Unterstützung, aber auch Hilfe im Media-Bereich.

Soll man sich bei der Zusammenarbeit professionelle Unterstützung von Agenturen holen? Hier gehen die Meinungen ziemlich auseinander: während die eine Hälfte der Befragten dies als notwendig ansieht, bevorzugt die andere Hälfte den Do-it-yourself-Ansatz.

Unabhängig von der Frage, ob man sich extern beraten lässt oder nicht, lohnt es sich, sich die Ergebnisse der Studie genauer anzusehen, die Sie im Causales-Shop erwerben können. Aus den Antworten der befragten Kultureinrichtungen und dem Zahlenmaterial lassen sich noch viele interessante Rückschlüsse ziehen, ich habe mich in meinen Beiträgen noch sehr an der Oberfläche bewegt. Interessant ist es einerseits, die Ergebnisse von 2010 mit denen von 2005 und 2007 zu vergleichen, aber auch der Vergleich zu anderen Studien lohnt sich, auch wenn diese nur schwer direkt miteinander zu vergleichen sind. Da ist zum Beispiel der von A.T. Kearney herausgegebene „Elchtest„, der in Österreich auf ganz andere Zahlen kommt und in den letzten sechs Jahren eine Zunahme der Sponsoringmittel um 16 Prozent verzeichnet.

Sponsoring wird weiterhin ein Thema bleiben, allerdings stellt sich die Frage,  wie sich diese Zusammenarbeit entwickeln wird. Der Verein Schwarz+Weiss formuliert diese Frage auf seiner Facebook-Seite recht schön:

„Doch wird mit Anstieg der Sponsoringmittel (…) auch der Innovationsgrad der Kooperationsmodelle steigen?“

Genau darin liegt die Herausforderung, denn dass beide Seiten von dieser Partnerschaft profitieren, das zeigt die von der Agentur Causales erstellte Studie ja ganz deutlich.

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  1. Pingback: Kultursponsoringmarktstudie 2010: jetzt als kostenloser Download « Das Kulturmanagement Blog

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