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tasqade: ein Online-Tool für das Projektmanagement

5 Kommentare

tasqade nennt sich eine Softwarelösung für Projektarbeit, die ich vor ein paar Tagen bei Stefan Hagen entdeckt habe. Er hat sich als Projektmanagement-Experte das Tool angeschaut und dabei einen ganz positiven Eindruck gewonnen. Deshalb und weil mich einer der Mitgründer  von tasqade, Stephan Eyl, via Email kontaktiert hat, habe ich mir das Tool nun auch angeschaut.

Projektmanagement-Software gibt es jede Menge, aber entweder sind sie für die eigenen Projekte zu groß geraten. Oder sie decken nur einen Teil der Dinge ab, die einem wichtig sind. Hier spielt natürlich die Größe der eigenen Projekte eine wichtige Rolle. Wer tagtäglich mehrere Großprojekte zu betreuen und zu bearbeiten hat, wird wahrscheinlich schon lange seine Software gefunden haben. Diejenigen, die sich im Kleinprojektbereich bewegen, nutzen oft noch Stift und Papier, weil ihnen der Aufwand zu groß ist.

Aber so ganz ohne diese Tools möchte man dann doch nicht arbeiten und so versucht man es immer wieder mit Tools, die nur Teilbereiche eines Projektes abdecken, z.B. die Planung eines Vorhabens. Oder einfach nur die Auflistung von Aufgaben. Diese Tools sind meist recht praktisch, da klein und selbsterklärend, aber man kann sie halt nur für bestimmte Teilbereiche nutzen und dann ist Schluss. Nun müsste man mit seinen Ergebnissen zum nächsten Tool weiterwandern. Was aber natürlich nicht passiert, weil das viel zu umständlich wäre.

Unter solchen Rahmenbedingungen ist tasqade vielleicht eine interessante Lösung. Vor einem Jahr haben sich Stephan Eyl, Nicolas Graf von Kanitz und Sebastian Jung in Berlin zusammen getan und unter dem Label tasqade eine Softwarelösung für Projektmanagement und Teamarbeit entwickelt, die, so mein erster Eindruck, ohne großen Firlefanz auskommt und sich vor allem dann lohnen dürfte, wenn es um kleine oder mittlere Projekte geht. Im Grunde genommen muss es auch gar kein Projekt sein, das Tool lässt sich auch als einfache Aufgabenliste verwenden, die darüber hinaus die Möglichkeit bietet, Aufgaben zu delegieren.

Um es kurz zu machen: nach 15 Minuten hatte ich mein erstes Projekt angelegt und ein paar Aufgaben eingegeben. Positiv fällt auf, dass sich Aufgaben sehr leicht mteinander verknüpfen lassen. Ähnlich leicht scheint es auch zu sein, die Aufgaben an das Projektteam zu verteilen, allerdings habe ich das jetzt mangels Projektteam nicht gleich ausprobieren können. Geplant ist zudem die Möglichkeit, einzelne Aufgaben mit Dokumenten zu verknüpfen, was sicher ganz sinnvoll ist und einem die lästige Sucherei nach dem richtigen Dokument erspart.

Besonders wertvoll ist für mich aber die Kommentarfunktion, die ich mangels Gesprächspartner jetzt ebenfalls nicht ausprobieren konnte. Ich bin oft in Situationen, in denen eine Mail zu viel und ein Chat zu wenig ist. Da ist die Möglichkeit, Dinge kommentieren zu können, genau richtig.

Aber am besten ist es, Sie probieren die Software einfach selbst aus. Stephan Eyl hat mir einen Aktionscode geschickt, der Ihnen die Möglichkeit gibt, tasqade drei Monate lang zu testen. Auf der Startseite finden Sie einen Button „Kostenlos ausprobieren“, den Sie anklicken. Anschließend füllen Sie ein Formular aus und geben unter Punkt drei den Aktionscode „kulturmanagement-blog“ ein, wodurch sich die Testphase von 30 Tagen auf drei Monate erhöht.

Erwähnt werden sollte zum Schluss, dass tasqade nach Ablauf der drei Monate etwas kostet. Arbeiten Sie nur in einem oder mehreren Projekten mit, dann zahlen Sie nichts dafür. Initiieren bzw. planen Sie selbst Projekte, dann kostet das Tool 15 Euro pro Monat. Wer nur so nebenbei Projekte managt, dem werden die 180 Euro pro Jahr unter Umständen zu teuer sein. Verfügen Sie über ein Budget, dann müssen Sie für sich die Frage beantworten, ob der Nutzen höher ist als die entsprechende Ausgabe. Mal sehen, zu welcher Antwort ich nach den drei Monaten gelange.

5 Comments Join the Conversation

  1. Im deutschen Markt gibt es eine Reihe ähnlicher Tools, die alle einen nur leicht differierenden Zuschnitt an Funktionen haben. Besonders zu nennen und auch sehr beliebt sind dabei: http://www.projectplace.de/ und http://www.getzcope.com/. Ich habe mit beiden schon gearbeitet und war sehr zufrieden. Letztlich sind wir allerdings bei einer firmeneigenen Kombination aus zwei gang anderen Softwaretools für das Pro0jektmanagement gelandet, nämlich den Produkten „Confluence“ (Firmenwiki) und „Jira“ (Issue-Tracking/Task-Management) der Firma Atlassian (http://www.atlassian.com). Diese kommen aus dem Umfeld komplexer Softwareentwicklungsprojekte, können allerdings äußerst flexibel miteinander kombiniert werden und zwingen einen beim Prjektablauf nicht in die relativ engen Korsette fertiger Tools.

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    • Danke für die Tipps! Vor allem „Jira“ finde ich interessant. Die Zahl der angebotenen Tools ist in den letzten Jahren stark angestiegen und wie Sie richtig schreiben, viele dieser Tools sind sich sehr ähnlich. Von daher sind es dann oft Kleinigkeiten, die einen ein Tool positiv oder negativ einschätzen lassen.

      Vor diesem Hintergrund stößt man dann auch mit der Vorstellung solcher Tools an Grenzen. Am besten ist es wohl, man probiert sie selbst aus.

      PS: sorry, ab zwei Links wandert der Kommentar in die warteschleife und muss von mir freigeschaltet werden.

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      • Ja, JIRA eigenet sich auch besonders gut für agile Projekte, die interierende Arbeitsschritte aufgreifen. Da hatten Sie ja auch erst neulich einen Artikel zu geschrieben. Übrigens: Die publicplan GmbH bemüht sich aktuell darum, bei der Firma Atlassian den Partnerstatus zu erhalten. Denn die dortigen Tools eigen sich unserer Meinung nach besonders gut für die Verwendung im Kulturumfeld (und auch bei der Öffentlichen Hand allgemein).

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  2. Es gibt wirklich einige Alternativen. Was die Kombination aus Jira und Confluence ermöglicht, klingt z.B. wie die Funktionen, die Planio http://www.plan.io vereint: Wiki, Aufgaben/Ticket System, Kommentare, Dateiverwaltung/Versionierung.

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    • @Stefan Schmidt: danke, sieht auch interessant aus. Bei all diesen Tools sehe ich das Problem, dass man sie gar nicht alle ausprobieren kann. Auch deshalb, weil es ja mühsam ist, die eigenen Projekte mit immer wieder neuen Tools zu „managen“.

      Gerade im Bereich PM ist es, vermute ich, gar nicht so einfach, mit einem solchen Angebot Fuß zu fassen, denn der Wechsel von einem zum anderen Tool ist schon mit einem teilweise erheblichen Aufwand verbunden.

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