Beitragsformat

Social Media: wie überzeuge ich meinen Chef? (NPO-Blogparade)

38 Kommentare


© S. Hofschlaeger; Pixelio

Eine Woche kein Blogpost, das kommt hier eher selten vor, aber nach der stARTconference und dem letzten Workshop im Rahmen von Audience + war es schon recht fein, sich auch mit anderen Dingen beschäftigen zu können. Nun aber ist der Feedreader voll, es gibt unzählige Themen, die darauf warten, behandelt zu werden und nachdem auch die NPO-Blogparade in den letzten Monaten etwas eingeschlafen ist, nutze ich meinen Neuanfang und verbinde ihn mit einem Neuanfang der NPO-Blogparade.

Wenn es um den Einstieg in das Thema Social Media geht, dann ist ganz häufig die Rede davon, wie wichtig die Ziele und Strategien sind, damit die Aktivitäten auch erfolgreich sein können. Das stimmt natürlich auch, aber die Realität sieht häufig ganz anders aus. Meist fangen MitarbeiterInnen an zu twittern oder sie eröffnen eine Facebook-Seite, auf der sie darüber berichten, was in ihrer Einrichtung so alles passiert. Ob das nun eine Kultureinrichtung ist oder eine klassische Nonprofit-Organisation, spielt dabei keine große Rolle. Auch der Unternehmensbereich kennt übrigens solche Beispiele, wo es die MitarbeiterInnen waren, die die Initialzündung zu Social Media-Aktivitäten gegeben haben.

Initialzündung heißt: entweder wird man in der Organisation auf die Social Media-Aktivitäten aufmerksam und versucht, sie in die Organisation zu integrieren. Oder das Tun der MitarbeiterInnen bleibt in der Führungsetage unentdeckt, was erstens schade ist und zweitens nicht sehr motivierend wirkt. Genau an diesem Punkt taucht dann die Frage auf, die ich im Rahmen der 17. NPO-Blogparade stellen möchte: wie überzeuge ich meinen Chef? Ob das nun eine einzelne Führungsperson oder die ganze Chefetage ist, spielt dabei gar keine Rolle.

Ich bin nicht nur einmal nach Argumenten gefragt worden, die sich verwenden lassen, wenn es darum geht, den eigenen Chef zu überzeugen. Als ich auf der stARTconference diesen Punkt ansprach, merkte ich, dass sich diese Frage viele stellen stellen. Wie sieht es aber mit den Antworten aus? Wie lassen sich die Chefs überzeugen? Was sind deren Ängste und Vorbehalte, wenn es darum geht Social Media auszuprobieren?

Als wir im Mai das erste stARTcamp in Essen organisiert haben, hielt der Unternehmensberater Stefan Evertz dazu eine eigene Session ab, die sehr spannend und anregend verlief. Auch damals ging es um die Frage, von welchen Argumenten sich die Chefs überzeugen lassen und welche Ängste es auszuräumen gilt.

Wenn Sie dazu Ideen und Anregungen haben oder über Ihre eigenen Erfahrungen schreiben wollen, dann freue ich mich über Ihre Beteiligung an der NPO-Blogparade. Was eine Blogparade ist und wie die NPO-Blogparade funktioniert, haben wir für Sie in diesem Beitrag zusammen gefasst. Je mehr Ideen und Anregungen auf diese Weise zusammen kommen, desto besser. Mit Ihren Tipps und Ihren Berichten erhalten die, die gerade vor dieser Frage stehen, vielleicht den entscheidenden Hinweis, um die Sache in der eigenen Einrichtung anzugehen.

Bis zum 30. September haben Sie Zeit, einen Beitrag zu verfassen. Verlinken Sie ihn bitte mit diesem Blogpost, damit ich auch eine Chance habe, Ihren Beitrag zu finden. Falls die Trackbacks nicht funktionieren, nutzen Sie einfach die Kommentarfunktion und schreiben den Link zu Ihrem Beitrag unten in einen Kommentar. Am Ende werde ich die Beiträge alle sammeln und auswerten. Außerdem wird es auch wieder einen NPO-Chat geben, der wahrscheinlich in der ersten Oktoberwoche stattfinden wird.

Jetzt freue ich mich aber erst einmal auf Ihre Beiträge und bin gespannt, was Sie zu dem Thema zu sagen bzw. zu schreiben haben.

38 Comments Join the Conversation

  1. Hallo Christian, vielen Dank für deine Eröffnung der 17 Runde der NPO-Blogparade. Ich glaube ‚How to Educate you Boss‘ ist ein sehr interessantes Thema und wunderbar geeignet für eine Blogparade. Jeder und Jede von uns hat ja hier schon seine ganz eigenen Erfahrungen gesammelt. Von mir wird auf jeden Fall ein Beitrag dabei sein.
    Beste Grüße

    Gefällt mir

    Antworten

  2. Pingback: Seniorenforum Würzburg und Umgebung » Wie verändern soziale Netze das Bürgerschaftliche Engagement

  3. Pingback: 17. Runde der NPO Blogparade « NPO-Blogparade

  4. Pingback: Wie überzeuge ich meinen Chef? (NPO-Blogparade) « fundraising 2.0 HUB

  5. „chefs“ arbeiten doch immer gerne mit zahlen. da müssen wir vielleicht noch den ROI („risk of ignoring“, in diesem fall) stärker quantifizieren.

    motto:
    „kannst du es dir leisten, mit diesen märkten / zielgruppen, menschen“ nicht die gespräche zu führen, die uns gemeinsam weiter bringen?

    Gefällt mir

    Antworten

  6. Pingback: Educate your boss – bevor es andere tun! (#17 NPO-Blogparade) « Die wunderbare Welt …

  7. Zunächst: in unserem Museum gilt der Satz genau umgekehrt, nämlich: wie überzeuge ich (Chef) meine MitarbeiterInnen?
    Denn ich bin der einzige, der sozusagen aus der Welt des Bloggens und Twitterns etc. kommt, damit z.T. langjährige Erfahrung hat und aufweisen kann, sowohl selbst als Aktiver als auch (im privaten Bereich) als Berater für Neueinsteiger.

    Meine MitarbeiterInnen (im Museum) sind bis auf eine Ausnahme im Web 2.0 nicht aktiv und zeigten auch wenig bis keine Ambitionen dafür. Die Ausnahme ist eine junge Kollegin, die gerademal FB, allderdings sehr privat, nutzt.

    Heißt also, dass die Idee, als Museum ins Web 2.0 einzusteigen, auch von mir kam und ich meine MitarbeiterInnen überzeugen musste. Wobei über „musste“ schon diskutiert werden könnte, denn selbstverständlich wär es auch möglich, einen Auftrag zu erteilen (etwa, es müssen 2 Blogbeiträge und 3 FB-Einträge pro Woche … geschrieben werden). Die MitarbeiterInnen werden sehr wahrscheinlich diesen Auftrag zu erfüllen versuchen und je nach Know-How auch mehr oder minder gut erfüllen können (z.B. schon alleine um ihren Arbeitsplatz zu erhalten…).

    Nun könnte natürlich eingewendet werden, dass jede Arbeitsleistung umso besser ausfällt, je motivierter und lustvoller, sprich überzeugter ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin von seinem an ihn/sie ergangenen Auftrag ist. Dies suggerieren uns zumindest die meisten Managementbücher, und doch darf die Richtigkeit dieser Aussage in Frage gestellt werden. Denn selbstverständlich hängt es etwa von der Professionalität eines Mitarbeiters/einer Mitarbeiterin ab, wie sehr er/sie imstande ist, die Lustlosigkeit durch Qualität aufzuwiegen. Man verzeihe mir das Beispiel, aber auch Kabarettisten und Komiker sind ja nicht immer und ausschließlich lustig und gut drauf und auch nicht besonders motiviert, wenn sie auf der Bühne ihre Lustigkeiten zum Besten geben. Ich erinnere mich an eine Aussage – ich glaube – eines Pianisten/Komponisten, der einmal sagte (inhaltlich zitiert), wenn er 1 Tag nicht übt, merkt nur er es, wenn er 1 Woche nicht übt, seine Mutter und wenn er 1 Monat nicht übt, erst das Publikum …

    Schon alleine deshalb reichte mir der bloße Auftrag nicht, sondern ich bemühte mich wirklich sehr, meine Mitarbeiterinnen, und zwar ausnahmslos alle (!), von meiner Idee zu überzeugen und die Idee zu unserer Idee zu machen. Vor allem, weil ich nicht „nur“ professionelle und qualitativ einwandfreie, sondern spürbar engagierte Beiträge wollte.

    Gestartet sind wir, als alle Mitarbeiterinnen bereit und weitgehend überzeugt waren, Zeitfenster (für Evaluationen etc.) wurden definiert. Faktum ist aber auch, dass der „Überzeugungsprozess“ keinesfalls abgeschlossen ist, sondern permanent weitergeht. Ich glaube, dass es ein Vorteil sein kann, wenn nicht alle von einer Idee sofort begeistert sind, sondern Vorbehalte haben oder zumindest zurückhaltender sind. Vor allem deshalb, weil zwar grundsätzlich alle Projekte und Unternehmungen immer reflektiert, evaluiert und immer wieder aufs Neue überprüft gehören (ob angepeilte Ziele erreicht wurden, ob Kurskorrekturen notwendig sind etc.). Es ist aber gut, wenn jene, die nicht mit hohen positiven Emotionen in das Projekt gingen, eben für Erfolg und Misserfolg des Projektes immer eine etwas niederere Reizschwelle haben, und die Kriterien dafür häufiger (und vielleicht auch ehrlicher) hinterfragen! (Insbesondere auch deshalb, weil diese Kriterien natürlich nicht nur ständig wechseln, etwa durch eine Mehrzahl an Fans, durch Notwendigkeiten einer Beitragslinie etc. und die Kriterien in Summe eher soft facts sind und zu viele Indikatoren zu berücksichtigen sind: zu welcher Tageszeit ging ein Beitrag online? Bin ich ein jüdisches Museum oder ein internationales Topunternehmen, ein bekannter Künstler? Schreibe ich polarisierend? Stelle ich Thesen auf, zu denen man Stellung nehmen kann? usw.)

    Es ist vollkommen müßig darüber zu spekulieren, was schwieriger ist, EINEN (oder ggf. einige) Chef(s) zu überzeugen oder mehrere (oder viele) MitarbeiterInnen.
    Abschließend sei noch angemerkt, dass das Projekt Web-2.0 unser (Museum) aller gemeinsames Projekt ist und dieses wird es auch nur so lange geben, so lange die MitarbeiterInnen hinter diesem Projekt stehen.

    Gefällt mir

    Antworten

  8. @Johannes: danke für Deinen langen Beitrag. Der Begriff Kommentar würde ihm ja nicht wirklich gerecht werden.😉 Ich denke, viele dieser Aspekte, die Du erwähnst, wenn es darum geht, die MitarbeiterInnen zu überzeugen, passen auch für die umgekehrte Situation.

    Ich sehe es auch als Vorteil an, wenn an dem „Projekt“ Menschen beteiligt sind, die die Ideen und Ansätze hinterfragen und dazu beitragen, dass es auch wirklich um die zu erreichenden Ziele geht und nicht um eine generelle Haltung zu Social Media. Ich z.B. bin kein Freund des Telefons, sehe aber trotzdem, dass man damit sehr gut arbeiten und damit gewissen Ziele erreichen kann.

    Vielleicht ist daher die Frage „wie überzeuge ich meinen Chef“ gar nicht die richtige, denn es kann dabei leicht der Eindruck entstehen, dass es vor allem und ausschließlich um Social Media geht. Eigentlich sollten aber die Ziele im Vordergrund stehen und die Frage beantwortet werden, ob sich die mit Hilfe von Facebook & Co ereichen lassen?

    Gefällt mir

    Antworten

  9. Pingback: How to educate your boss?! (to social media) « fundraising 2.0 HUB

  10. Pingback: How to educate your boss?! – 10 Überzeugungsstrategien [Teil 2] « fundraising 2.0 HUB

  11. Pingback: How to educate your boss?! – Change Agents [Teil 3] « fundraising 2.0 HUB

  12. Pingback: Social Media: wie überzeuge ich meinen Chef? « Das Kulturmanagement Blog

  13. Pingback: „Wer ist hier der Boss?“ oder Steter Tropfen… «

  14. Pingback: Das war die 17. Runde der NPO-Blogparade (Social Media: wie überzeuge ich meinen Chef?) « Das Kulturmanagement Blog

  15. Pingback: 18. NPO-Blogparade – Aufruf zur Teilnahme « fundraising 2.0 HUB

  16. Pingback: Ist echte Partizipation relevant? « Die wunderbare Welt …

  17. Pingback: Ist echte Partizipation relevant? | hannes-jaehnert.de

  18. Pingback: Educate your boss – bevor es andere tun! (#17 NPO-Blogparade) | www.hannes-jaehnert.de

  19. Pingback: plan3t.info: Web 2.0 – Ängste von Chefs und Mitarbeitern « Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW

  20. Pingback: How to educate your boss (to social media) | sozialmarketing.de - wir lieben Fundraising

  21. Pingback: Vorgestellt: NPO-Blogparade und #npochat // stARTcamp Dresden

  22. Pingback: Social Media: wie überzeuge ich meinen Boss? (NPO Blogparade) | Dorothea Martin

Leave a Reply

Required fields are marked *.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s