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„Wie lautet Deine Lösung?“

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© Alipictures; Pixelio

Vor einem Monat lud mich Tobias Würtz zu einem Blog Carnival ein, mit dem er den Start seines Blogs Herbst-Cloud „feiert“. „Wie lautet Deine Lösung“ fragt er in seinem Einleitungsbeitrag und hofft nun darauf, dass wie auch bei einer Blogparade viele schlaue BloggerInnen ihre Lösungen verraten. Am ersten September ist Schluss und daher befinde ich mich unter Zugzwang: eine Lösung muss her!😉

Ich muss gestehen, mir fällt es schwer, darauf zu antworten, denn eine Lösung kann nur dort gesucht bzw. gefunden werden, wo es Probleme gibt. Nicht dass es falsch ist, Lösungen von Problemen zu suchen, nein, mein „Problem“ ist ein anderes: um etwas zu tun, bedarf es einer entsprechenden Motivation, die bei uns Menschen auf unterschiedliche Art und Weise hervorgerufen werden kann. Wir tun etwas, um etwa ein Problem zu lösen oder um ein Ziel zu erreichen, womit die ganze Bandbreite dessen, was uns motiviert, schon abgesteckt ist.

Oder anders gesagt: unser Tun wird dadurch motiviert, ein Problem zu lösen, uns von diesem weg zu bewegen oder ein Ziel zu erreichen, uns auf es zu zu bewegen. Motiviert bin ich persönlich vor allem dann, wenn es darum geht, ein Ziel zu erreichen, allerdings muss ich zugeben: diese Motivation in „Reinform“ ist äußerst selten, meist wird unser Tun angetrieben von dem Wunsch, einerseits ein Problem zu lösen und andererseits ein Ziel zu erreichen. Wir haben es also mit Mischformen zu tun, die sich dann in ihren Ausprägungen unterscheiden.

Dieses Wissen darum, ob jemand eher Probleme lösen oder Ziele erreichen möchte, ist dann hilfreich, wenn es darum geht, entweder andere oder vor allem sich selbst zu motivieren und die entsprechenden Anreize zu setzen. Nehmen wir das Beispiel Jobwechsel. Viele Menschen wechseln den Job, weil ihnen ihr alter Arbeitsplatz nicht mehr gefällt. Andere hingegen werden angetrieben von dem Wunsch, einen Arbeitsplatz zu finden, in dem sie mehr Verantwortung übernehmen dürfen, mehr Geld erhalten und was es sonst noch so an Wünschen in dieser Hinsicht gibt.

Angenommen ich möchte Sie dazu bewegen, mein Jobangebot anzunehmen, dann würde mir das Wissen darüber, wie Sie zu motivieren sind, weiterhelfen. Ich könnte Ihnen versprechen, dass Sie nicht mehr so viele Überstunden machen müssen (weg vom Problem), ich könnte Ihnen aber auch mehr Geld in Aussicht stellen (hin zum Ziel).

Ich verwende dieses Wissen allerdings vor allem für mich selbst, um etwa zu verstehen, warum etwas funktioniert oder nicht funktioniert und wie ich es in letzterem Fall ändern kann. Konkret auf die Frage von Tobias Würtz bezogen weiß ich jetzt, warum ich mit dieser Frage ein Problem habe. Hätte er mich nicht gefragt, wie ich aus der Baugrube herauskomme, sondern vielleicht, wie ich auf einen Berg komme, wäre mir die Antwort leichter gefallen. Deshalb lasse ich die Frage jetzt unbeantwortet, zumindest teilweise.😉

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