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Social Network-Spam

16 Kommentare


© Pambieni; Pixelio

Eines der großen Vorteile von Social Media ist, dass ich – z.B. dank RSS – selbst entscheiden kann, ob, und wenn ja, wann ich bestimmte Informationen abrufen kann. Im Unterschied zur Email, die mein Postfach füllt, ob ich das will oder nicht.

Ich frage mich, warum diese Vorteile nun wieder zunichte gemacht werden, indem ich auf Xing, Facebook oder anderen Netzwerken permanent mit Einladungen zu Gruppen, Fanseiten oder Veranstaltungen zugemüllt werde? Jeder, den man fragt, stimmt zu, dass diese Form der Kommunikation nervig ist.

Wäre es nicht an der Zeit, die entsprechenden Kommunikationskonzepte zu überdenken? Ich habe nichts gegen individuelle Einladungen und nehme auch durchaus hin und wieder welche an. Aber dieses sinnlose Verschicken nervt. Versuchen Sie es doch mal mit einer persönlichen Einladung, in der Sie schreiben, warum Sie glauben, dass das für den Angeschriebenen eine tolle Sache ist. Wetten, Sie sind damit erfolgreicher als mit dem haufenweisen Verschicken von Einladungen?

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  1. Du sprichst so aus der Seele. Ich neige mittlerweile dazu, die Einladungen gar nicht mehr zu lesen. fast alle lösche/ignoriere ich, ohne mir anzusehen, worum es genau geht. denn von vielen bekomme ich nahezu täglich eine Einladung zu Irgendwas. Selbst Abmeldungen, die ich früher z.B. auf Xing noch häufig gemacht und mit einem Kommentar versehen habe, mache ich nur noch in Ausnahmefällen. Keine Zeit und keine Lust auf die lieblosen und belieben Einladungen einzugehen.

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  2. Ja, ich sehe das auch so und danke auch für die Erinnerung daran. Auch beim Einladen muss man_frau persönlicher werden!
    Was mich aber auch noch nervt – und das würde ich auch als Spam bezeichnen – sind in Facebook Pinwandeinträge mit Hinweisen auf irgendwelche Seiten oder Gruppen, die gar nichts mit der Person bzw. dem Thema der Seite zu tun haben. Das wird leider auch immer mehr.

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  3. Ja, sehr schön, dass Du diese Unsitte ansprichst. Wir fallen zurück in ‚Old-School-Marketing-0.1‘ – erst Kontakte anhäufe, diese dann mit angeboten überschwemmn und hoffen, dass 2-3% kaufen ;-( – und das kann es doch wirklich nicht sein.

    Wie könnte so ein ‚Code of conduct‘ – wie ihn Michael Müller vorschlägt – aussehen? Wie können wir diesen umsetzen?

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  4. @Rainer Helmes: Exakt beschrieben! Wir fallen in längst vergangen geglaubte Zeiten zurück und tun genau das, was uns früher so gestört hat. Die Idee von @Michael Müller gefällt mir gut, einen Code of Conduct aufzustellen.

    Wie sieht er aus, wie lässt er sich umsetzen? Im Endeffekt kann es sich dabei nur um einen Rahmen handeln, den jeder selbst für sich abstecken muss, also eine Art Selbstverpflichtung.

    Die könnte so aussehen, dass man darauf verzichtet, andere mit Infos zuzumüllen, sondern das Pull-Prinzip anerkennt. Das heißt, ich hole mir die Infos, so ich sie will und bekomme sie nicht ungefragt. Wer diese Regel einhält, darf sein Profil (Xing, Facebook, etc.) mit einer Art Gütesiegel schmücken und dokumentiert so, dass er sich an diese Regel hält.

    So oder so ähnlich sollte das funktionieren, denke ich.

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    • Da jeder die verschiedenen Dienste anders nutzt – und auch andere Ziele verfolgt; was völlig i.O. ist! -, dürfte es schwierig werden, eine einvernehmliche Lösung zu finden. (Stichwort: Zielkonflikte)

      Dennoch halte ich die Duskussion für äußerst wichtig! Nochmals *Danke*, dass Du diese Diskussion angestoßen hast🙂

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    • Der Artikel und die Diskussion spricht mir aus der Seele. Ich frage mich gerade, ob es eine Lösung sein könnte, dass man Kontakte/followings mit 1-5 Sternchen bewertet. Die Sternchen werden vergeben abhängig vom Einhalten eines COC, der öhnlich wie die CC-Lizenzen im Netzt hinterlegt sind?

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  5. Hallo zusammen,

    oh das leidige Thema Spam und Massenemails… Ich kann es nicht mehr sehen.

    Für mich das Schlimme daran ist zu sehen, dass so eine Art „Werbekonzept“ nicht unerfolgreich bleibt😦

    Oft bin ich erschüttert wie sehr Leute darauf eingehen und sich zum Teil sogar geschäftlich darauf einlassen.

    Für einige weitere Beispiele würde ich gerne noch auf den Artikel „Ein Tag im Leben eines Bespammten“ hinweisen: http://bit.ly/9tIbDC und ein schönes, spamfreies Wochenende wünschen😉

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  6. @Rainer Helmes: Es geht ja nicht so sehr darum, wer welche Ziele verfolgt, sondern wie es mir als Empfänger von Spam dabei geht. Welche Ziele der Absender verfolgt, ist mir eigentlich herzlich egal.

    Im Endeffekt werden wir auch keine allgemeinverbindlichen Regeln aufstellen bzw. durchsetzen können. Wenn jeder bei sich selbst anfängt, dann reicht das schon.

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  7. Also ich halte von Bewertungen für Follower, Fanpages etc. gar nicht. Spammer wird es immer geben, wem jemand auf den Zeiger geht, einfach blocken, die anderen, die wirklich persönlich und witzig, informativ etc. rüberkommen, haben damit für ihr Image etwas gewonnen – alles ist subjektiv in der Wahrnehmung. Grundsätzlich: zunächst will man die große, freie Medienwelt, und dann sieht man, dass man auch die negativen Seiten tragen muss. Und plötzlich scheint es mit der Bereitschaft, diese Freiheit tolerieren zu können, wieder vorbei zu sein.

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  8. @Kurt: yep, wobei ich grundsätzlich nicht gegen Bewertungen bin, da sie für mich den Einstieg in die Kommunikation darstellen. Gut, bei den meisten bleibt es bei der Bewertung, aber für manche ist es ein Einstieg.

    Völlig richtig ist natürlich der Hinweis, dass wir auch hier wieder nur die Vorteile haben wollen und nicht berücksichtigen, dass es natürlich auch Nachteile gibt. Aber gegen manche Nachteile kann man etwas tun.😉

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  9. Schwachsinnige Aussage, dass man nicht entscheiden kann, welche Mail man in seinem Postfach haben will … weiterhin muss man sich doch nicht in XING oder Facebook rumtreiben, denn es ist doch logisch, dass man zu Gruppen etc. eingeladen wird. Andere Menschen denken anscheinend, das es hilfreich oder interessant sein kann. Woher will er denn wissen, was andere Menschen für sinnvoll erachten und deswegen der Meinung sind, andere sinnvoll dahin einzuladen?
    Merkwürdig.

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