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Technologieeinsatz im Museum: ersetzt Google Goggles bald die Audioguides?

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Vor kurzem war ich wieder mal im Pergamonmuseum in Berlin und habe mich mit einem der dort zur Verfügung gestellten Audioguides auf den Weg gemacht. Der Content, der sich darauf befindet, ist qualitativ hochwertig und sorgt dafür, dass man mit den einzelnen Ausstellungsobjekten etwas anfangen kann. Leider sind auf den Geräten aber keine Informationen zu den Sonderausstellungen verfügbar, d.h. die gerade laufende Dionysos-Ausstellung musste ich ohne Infos bestreiten.

Abhilfe schafft da vielleicht in nächster Zeit Google Goggles, eine Applikation, die Google derzeit leider nur den Besitzern von Android-Smartphones zur Verfügung stellt. Vereinfacht gesagt hält man einfach seine Kamera auf das Objekt, Google versucht es zu indentifizieren und liefert einem über seine Suchmaschine die entsprechenden Informationen. D.h. wir haben es mit einer visuellen Suchmaschine zu tun.

Das Video zeigt schon, dass diese Anwendung natürlich nicht nur für Museen interessant ist, eigentlich sind dem Einsatz keine Grenzen gesetzt. Auf Techcrunch finden sich zwei Anwendungsbeispiele, die allerdings nicht aus dem Kunst- und Kulturbereich kommen:

Im Unterschied zu den Audioguides ist das ein offenes System, das allerdings nur funktionieren kann, wenn dann auch die gelieferten Suchergebnisse die entsprechende Qualität aufweisen. Wer Google bzw. Suchmaschinen generell nutzt, weiß, wie wenig hilfreich die Ergebnisse ausfallen können. Insofern bin ich skeptisch, ob so ein Tool die Audioguides überflüssig macht. Zumindest derzeit sehe ich Google Goggles lediglich als Ergänzung zu den Angeboten der Museen. Zum Beispiel, wenn ich keine Audioguides zur Verfügung habe und dann auf dieses Angebot zurückgreifen kann.

Via Twitter (Johan Oomen)

5 Comments Join the Conversation

  1. So können sich Eindrücke unterscheiden: Ich war auch vor wenigen Monaten im Pergamonmuseum und fand den Audio-Guide schlecht. Die Geschichten zu den Objekten waren mir zu lang und zu langweilig erzählt. Die hatten überhaupt keinen Pep, gingen zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. Frage an dich, Christian: Wie viel von der Ausstellung konntest du dir denn im Kopf behalten?

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  2. @Axel Kopp: Stimmt, die Geschichten sind zeimlich lang, aber ich habe sie mir gerne angehört. Das hat einfach gepasst, da gibt es von meiner Seite aus nichts zu meckern.🙂

    Behalten konnte ich mir einiges, allerdings muss ich gestehen, ich schaue mir in Museen dieser Größe nicht alles an. Da ist das dann kein Problem…

    @Annette Kunow: wenn ich mich nicht täusche, benötigt man dazu ein Smartphones mit dem Betriebssystem Android, geht auf die Google Goggles-Seite und aktiviert das Tool. Das sollte es eigentlich sein.

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