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Web 2.0 und die Frage nach neuen BesucherInnen

7 Kommentare

Immer wieder taucht die Frage auf, ob ein Kulturbetrieb mit Hilfe von Blogs, Facebook, etc. die Besucherzahl erhöhen kann. Ich behaupte, das ist die falsche Frage, denn eigentlich geht es im ersten Schritt nur um den Kontakt. Erst wenn der hergestellt ist, können Sie für Ihr Konzert, Ihre Ausstellung, etc. werben.

An diesem Punkt geht es dann um die Qualität Ihres „Produktes“. Jetzt stellt sich heraus, ob sie es schaffen, Menschen für das, was Sie machen, zu begeistern. Wer danach fragt, wie viele neue BesucherInnen das Web 2.0 bringt, lässt die Qualität der eigenen Arbeit außer acht. Das Web 2.0 kann nämlich nichts dafür, wenn die Leute Ihr „Produkt“ nicht mögen.

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  1. Diese Frage ist unsinnig auch aus einem weiterem Grund. Die „Anzahl“ ist eine völlig abstrakte Größe, die nichts aussagt. Als ein Kulturbetrieb, möchte ich meine potentiellen Besucher informieren. Da sind die 10 „richtigen“ besser, als 500 suchmaschinengenerierte Klicks.

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  2. Da sprechen Sie in aller Kürze eine grosse Wahrheit an!

    Viele Diskussionen zum Web 2.0 drehen sich allein um’s Marketing. Das ist sicher ein wichtiger Aspekt für’s Überleben der Kulturschaffenden. Dennoch haben Kunst und Kultur (auf dieser Hoffnung möchte ich insistieren:) noch eine andere Dimension als ihren Warencharakter.
    Da wäre zum Beispiel „Partizipation“. Hier misst sich Erfolg nicht an verkauften Tickets und Bannerklicks sondern daran ob Menschen sich dauerhaft und intensiv füreinander engagieren und Dinge in Bewegung kommen.
    So gesehen ist das „Produkt“ von Kulturbetrieb und Künstler der gesellschaftliche Wandel. Und das Web 2.0 macht „Partizipation“ an diesem gesellschaftlichen Wandel zum Thema. Noch immer ist das Medium die Botschaft.

    Und die „Qualität“ der eigenen Arbeit – sie wird in Zukunft aufscheinen in der Fähigkeit, Katalysator zu sein für „Partizipation“.

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  3. @Norbert: stimmt, mit den Klickzahlen bringst Du eine weitere Kategorie ins Spiel.

    Aber mir geht es jetzt gar nicht darum, alle Kriterien zu verteufeln, nur ist die Gleichung Blog = mehr ZuschauerInnen einfach zu simpel. Schließlich gehe ich ja wegen der Musik ins Konzert und nicht, weil ich Blogleser bin.

    @spoxx:
    >> So gesehen ist das „Produkt“ von Kulturbetrieb und Künstler der gesellschaftliche Wandel.

    Ich hätte gesagt, Kunst und Kultur sind der Impulsgeber für den gesellschaftlichen Wandel, aber ich glaube, wir meinen eh das gleiche, oder?

    @Luise_Haeberle: Die Idee, ein eigenes Blog für die BesucherInnen einzurichten, finde ich Klasse. Das wird mit zunehmender Dauer sicher eines der wichtigsten Instrumente für Veränderungen. Die Herausforderung besteht darin, die BesucherInnen davon zu überzeugen, dass ihre Vorschläge auch ernst genommen werden.

    Im Endeffekt ist das Marktforschung pur…

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  4. @Frank8233: Naja, ich hoffe ja doch, dass die Frage, wie viele neue BesucherInnen ein Twitteraccount bringt, so irgendwann nicht mehr gestellt wird.

    Deine Serienidee finde ich super, danke für den Link. Nachdem Du Twitter nicht nutzt, wie Du in Deinem Blogpost schreibst, habe ich auf Twitter auf Deine beiden Beiträge hingewiesen.😉

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