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Welchen Werbeformen vertrauen wir?

1 Kommentar

Die meisten Kulturbetriebe treibt die Frage um, wie sie ihre Besucherzahlen weiter steigern können. Aber wie versucht man, die potenziellen BesucherInnen anzusprechen? Haben die Printmedien wirklich schon ausgedient, lohnt es sich Online-Banner zu schalten und welche Bedeutung hat das gute alte Plakat?

Welche Werbeformen wie angenommen werden, dieser Frage ist das Informations- und Medienunternehmen Nielsen Company nachgegangen. Herausgekommen ist eine Studie, für die mehr als 25.000 InternetuserInnen aus mehr als 50 Ländern befragt wurden, wie es in der Presseaussendung des Unternehmens heißt.

Schaut man sich die weltweiten Ergebnisse an, dann fällt auf, dass den Empfehlungen von Bekannten am meisten vertraut wird, wie die Grafiken zeigen.

Werbeformen 01

Noch bemerkenswerter ist aber, dass dann schon die Markenwebsites und die Online-Konsumentenbewertungen kommen. Das heißt, Bewertungsplattformen für z.B. Hotels oder auch die Buchkritiken auf Amazon genießen hohes Vertrauen. Mehr als etwa die redaktionelle Berichterstattung oder Werbung in den Printmedien oder im TV.

Etwas anders stellt sich die Situation in Deutschland dar. Hier liegen zwar auch die Empfehlungen von Bekannten weit vor allen anderen Werbeformen. Aber dann kommen schon die redaktionellen Berichte. Das heißt, die Arbeit der JournalistInnen und RedakteurInnen genießt in Deutschland (noch) sehr hohes Vertrauen.

Werbeformen 02

Es lohnt sich, die Ergebnisse dieser Befragung genau zu studieren, erlauben sie doch wertvolle Aufschlüsse darüber, wie die Menschen auf die verschiedenen Werbeformen reagieren. Klar ist aber: es macht keinen Sinn, sich nur auf den Offline- oder den Online-Bereich zu konzentrieren.

Was heißt das für den Kunst- und Kulturbereich? Kulturbetriebe konzentrieren sich meist auf die redaktionelle Berichterstattung. Diesen Bereich nicht zu vernachlässigen, macht vor allem im deutschsprachigen Raum durchaus Sinn. Sehr viel mehr Beachtung verdient aber der Bereich der Online-Bewertungen. Ob das nun einfach die Möglichkeit zum Kommentieren ist oder „Contentschnipsel“, die man weiterleiten kann. Denken Sie doch mal darüber nach, ob Sie die positive Haltung Ihrer BesucherInnen nicht dementsprechend nutzen können.

Via Social Commerce Blog

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  1. Mundpropaganda ist noch immer höchst effizient und die billigste Werbung. Und für die meisten Kulturbetriebe hat die Kostenfrage Priorität. In der Praxis werden daher Kompromisse notwendig sein, wenn auch auf der Basis der obgenannten Ergebnisse, die mich gar nicht überraschen.
    Liebe Grüße Johannes

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