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Der Job des Community Managers

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„Invest in a Community Manager“, meint Connie Benson am Ende ihrer Präsentation zum Thema „Community Manager Role is Changing Corporate Communication„. Von Communitys reden wir zwar häufig, aber wie gehen wir eigentlich damit um? Und vor allem wer geht mit ihnen um?

So ganz ist das Thema Community ja noch nicht bei uns angekommen. Zumindest nicht im Kunst-und Kulturbereich. Wenn wir uns ein Theater vorstellen, in dem sich eine Bühne und ein Zuschauerraum befinden, dann ist da selten von Community die Rede. Viel eher heißt es: wir da oben und Ihr da unten.

Natürlich gibt es mittlerweile einige Kultureinrichtungen, die das Web 2.0 für sich entdeckt haben und wissen, dass sie dort mit ihren Zielgruppen kommunizieren können. Das passiert auch, zum Teil sehr erfolgreich. Schaut man sich dann aber die Berufsbezeichnungen derjenigen an, die diesen Job übernommen haben, dann entdeckt man die unterschiedlichsten Bezeichnungen. Den Community Manager konnte ich aber nirgends entdecken.

Warum er für jedes Unternehmen und natürlich auch für Kultureinrichtungen wichtig ist und über welche Fähigkeiten er verfügen muss, darüber hat Connie Benson in ihrer Keynote auf der Community 2.0 gesprochen. Hier ist ihre Präsentation:

In Ergänzung dazu finden Sie hier die Aufzeichnung ihres Vortrags als Video und außerdem hat Connie Benson die wichtigsten Punkte in einem Blogpost zusammengefasst.

Für mich sind vor allem die Folien 6 bis 9 interessant. Darin wird nämlich deutlich, dass der Job des Community Managers eine Querschnittaufgabe ist (siehe Folie 6). Das ist aber auch, denke ich, ein Hinweis darauf, dass wir unser Kastendenken aufgeben müssen. Es gibt nicht mehr DAS Marketing oder DIE PR.

Und worin liegt für die Unternehmung der Mehrwert eines Community Managers? Benson listet sie in Folie 7 auf:

  • „Humanize the Company (give it personality)
  • Represent the Brand in conversations
  • Build relationships and increase loyality
  • Identify and recruit brand advocates
  • Bring a new perspective to the company
  • Engage with new markets
  • Build internal team“

Wer macht das bei Ihnen bzw. sorgt sich da überhaupt jemand darum?

3 Comments Join the Conversation

  1. Warum soll der Mensch für Öffentlichkeitsarbeit und Web-Vernetzung in Kultureinrichtungen ‚Community Manager‘ heißen? Der heißt in allen mir bekannten Kultureinrichtungen sinnvollerweise ‚Pressesprecher‘ und macht halt seine Arbeit mehr oder weniger gut, egal wie man ihn nun bezeichnet. Ein völlig überflüssiger Anglizismus zeugt doch nur von pseudoelitärer Wichtigtuerei, wirkt lächerlich aufgesetzt und schreckt einen gewissen Rezipientenkreis eher ab.

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    • @oxnzeam Ich sehe schon einen gewaltigen Unterschied im Rollenverständnis bzw. dem Aufgabenspektrum eines Pressesprechers und eines Community Managers (unabhängig davon, ob man Anglizismen ablehnt oder hinnimmt). Wie man es auch benennt: im Kunst- und Kulturbereich ist die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, also das Kommunizieren von Inhalten, mehr oder weniger stark professionalisiert. Demgegenüber steckt die interaktive und authentische Kommunikation mit Besuchern, Benutzern … auf gleicher Augenhöhe (mein Teilverständnis der Aufgaben eines Community Mangers) bis dato fast immer noch in den Kinderschuhen. Dies ist auch mit einer ‚learning by doing‘-Strategie (schon wieder ein Anglizismus) in den Pressestellen und PR-Abteilungen nicht aus der Welt zu schaffen, sondern bedarf eines radikalen Umdenkens. Ich bin insofern dankbar für die Anregungen aus dem ursprünglichen Post – und gespannt auf Antworten zu der dort am Ende gestellten Frage.

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  2. @oxnzeam: Über die Begriffe können wir gerne reden, da bin ich flexibel.🙂 Was die Tätigkeiten angeht, liegen zwischen dem Pressesprecher und dem Communitymanager aber Welten. Es sei denn, wir reden hier von einem völlig neuen Ansatz von PR.

    Den dürfte es aber in den wenigsten Kulturbetrieben geben, wenn überhaupt. Ich erlebe die PR-Arbeit in den Kultureinrichtungen ganz traditionell: als Einbahnstraße. Ich frage irgendwo an, bekomme einen Pressetext zugeschickt und das war es dann. Rückmeldungen Fehlanzeige.

    Von der Community, also meinen potenziellen Besuchern haben wir da noch gar nicht gesprochen. Gibt es Pressesprecher, die sich um diese Gruppe kümmern? Dürfen sie das überhaupt oder gibt es da Ärger mit der Marketingabteilung, die ja dem klassischen Verständnis nach dafür zuständig ist?

    Aber ich möchte jetzt nicht behaupten, dass es solche Community-Manager bei uns überhaupt nicht gibt. Aber das sind Einzelfälle, die an bestimmte Personen gebunden sind. Als Beruf ist der Community Manager bei uns aber in Kunst und Kultur noch nicht angekommen.

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