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Der Schmäh des „Intellektuellen“

20 Kommentare

Ich persönlich halte von Auseinandersetzungen, in denen ein Konflikt zwischen den Printmedien und der Blogosphäre heraufbeschworen wird, herzlich wenig. Schließlich kann man weder von DER Zeitung noch von DEM Blog sprechen. Damit nicht genug, es gibt auch innerhalb einer Zeitung Artikel von unterschiedlicher Qualität.

Ähnliches lässt sich natürlich auch von Weblogs sagen. Manche sind gut, manche eher nicht und auch innerhalb eines Blogs gibt es Qualitätsunterschiede. Was bringt es also, Zeitungen oder Blogs pauschal zu bewerten? Und was mag es bringen, wenn man gleich „das (ganze) Netz als Feind“ bezeichnet? Interessieren Adam Soboczynski, der seinen Beitrag in der ZEIT mit dieser Überschrift versehen hat, wirklich die Unterschiede zwischen den Printmedien und der Blogosphäre? Oder geht es ihm, der behauptet, der Intellektuelle werde im Internet mit Hass verfolgt, um etwas ganz Anderes?

Nehmen wir mal an, Soboczynski ist ein Intellektueller und wird im Internet verfolgt. Wie sieht diese Form der Verfolgung aus? Ihm wird dort in Kommentaren des „unterdrückten Undergrounds“ „akademisch anmutende Wortakrobatik“ oder auch die „Abgehobenheit des Artikels“ vorgeworfen. Die Netzbewohner fordern ihn, den Intellektuellen, also frech auf, sich verständlich auszudrücken, anstatt sich demütig zurückzuziehen und die eigene Beschränktheit einzugestehen.

„Ein Autor, der ein bestimmtes Niveau nicht unterschreitet, hat schlechterdings seinen Job nicht gut gemacht, sich einfach nicht durchringen können, sein Schaffen als Dienstleistung für Durchschnittskonsumenten zu begreifen“,

formuliert es der Autor und verweist darauf, dass eine gedruckte Zeitung als ein großes Ganzes gesehen werden müsse. Dieses große Ganze zeichnet sich dadurch aus, dass es auf der einen Seite von den Lesern goutierte Artikel gibt. Demgegenüber steht das „gegenwartsanalytische Feuilletonstück“, das nur wenige Leser findet, aber durch sein Vorhandensein der Zeitung erst ihre Autorität verleiht. Dieses „höhere Ganze“ kennt das Internet nicht, so Soboczynski, der

„Artikel, die sich der Kunst filigraner Beurteilung und Unterscheidung, der gewagten Infragestellung von Sachverhalten widmen“,

im Internet vermisst. Der Intellektuelle, der solche Artikel verfasst ist der „Störenfried“ und darüber hinaus der einzige, „der die Bedingungen der Staatsform, in der er lebt, zu reflektieren vermag“ und „aus der Mehrheitsdemokratie geistesaristokratisch herausragt“.

Das heißt, lieber Herr Soboczynski, Sie waren schon immer der Stachel im Fleisch, der Outcast, der uns darauf aufmerksam zu machen versuchte, worauf es wirklich ankommt in unserer Welt. Nur leider konnten wir es in unserer Begrenztheit nicht verstehen, daher folgten nur wenige Leser Ihren gedruckten Artikeln. Und da es keine Möglichkeit der Reaktion gab, schrieben sie vom intellektuellen Furor getrieben still und leise vor sich hin, in der Hoffnung, die Welt zu verbessern. Aber Sie wussten gleichzeitig auch, dass Ihre „geistesaristokratische“ Brillianz, Ihr Außenseiter-Dasein Ihre Existenzberechtigung darstellt. Hätten Ihre Leser Ihre Artikel gelesen und verstanden, Sie wären Ihrer Rolle verlustig gegangen. Sie wären nicht mehr der reflektierende Außenseiter gewesen, sondern vielleicht der Held des Mainstreams.

Und jetzt übertragen Sie diese Situation mal auf das Internet. Wissen Sie, was es bedeuten würde, wenn Sie im Internet nicht „mit Hass“ verfolgt würden? Wenn Sie Zustimmung und Anerkennung ernten würden und die Leser erkennen müssten, wie ungebildet sie im Vergleich zu Ihnen, dem Intellektuellen, sind? Wenn sie, die „Nichtintellektuellen“, ihre Defizite erkennen und sich darum bemühen würden, sie zu beseitigen? Wenn aus Unwissenden Wissende werden würden?  Es wäre das Ende Ihrer Rolle als Intellektueller. Sie wären einer unter Vielen und seien Sie ehrlich: das wollen Sie doch nicht, oder?

Schimpfen Sie also weiter auf das Internet und die Nichtintellektuellen, die Ihre Artikel nicht lesen. Wir alle wissen: Sie meinen das gar nicht so, denn würden wir Sie schätzen und von Ihnen lernen, dann wäre es vorbei mit Ihrer Sonderrolle. Geben Sie es ruhig zu, Ihr Artikel ist ein einziger Schmäh. Sie wollen, dass alles so bleibt wie es ist. Inklusive des Internets.

Update: Hier der Link zur Replik auf Soboczynskis ZEIT-Artikel von Gero von Randow: Geistesaristokratie

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  1. „Ich persönlich halte von Auseinandersetzungen, in denen ein Konflikt zwischen den Printmedien und der Blogosphäre heraufbeschworen wird, herzlich wenig.“

    Die meisten relevanten Blogger in Deutschland SIND Journalisten.
    Soboczynski lese ich mit Schmunzeln (zumal ich gerade ein äußerst unterhaltsames und verständliches Buch von ihm gelesen habe) – an seiner trockenen Polemik mag man sich herrlich reiben, aber was das Problem des „kleinesten gemeinsamen Nenners“ betrifft, hat er leider recht – beruflich Scheibende leiden darunter maßlos.

    Nur ist die Zeit schon viel weiter gedreht als bei der ZEIT. Verflachung wird heute von den Verlagen selbst (angeblich im Namen des ach so dummen Publikums) gewünscht, wo Artikel und Bücher zu reinen Profitmaschinen werden. In D. gibt es vielleicht noch vier, fünf Feuilletons, die mit Aufwand und guten Leuten selbst schreiben lassen, alle anderen kaufen aus den Fertigpools. Redakteure, Lektoren, Fernsehmacher haben immer häufiger auf den Lippen: „Bitte einfachst, das Publikum ist dumm!“
    Und weil das Publikum so dumm nicht ist, merkt es das langsam gewaltig.

    Und die Journalisten? Die bloggen derweil in fröhlicher Selbstausbeutung, weil sie da endlich mal wieder frei und kunstvoll schreiben dürfen, ohne Ansehen auf Klickraten und Werbeverschaltungen. Zugegeben, nicht in der wünschenswerten Tiefe, denn Recherche und Hintergrundarbeit kosten dann wirklich Zeit und Geld.

    Könnte es sein, dass das Internet nur die Lautstärke verdreht? Dass wir nur glauben, Menschen hätten eine bestimmte Meinung, weil die mit der anderen eher schweigen? So wie ich jetzt vorlaut klinge, weil ich gleich zwei Kommentare geschrieben habe?😉

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    • Das Krekeelen von Herrn Soboczynski erinnert an die Polemiken des von der (schwer angeschlagenen) New York Times gehypten Internet-Kritikers Andrew Keen, der in dem Buch “Die Stunde der Stümper” den Untergang des Abendlandes durch die kulturelle und intellektuelle Verwahrlosung im Internet befürchtet.
      Der niederländische Medienwissenschaftler Geert Lovink sieht in der Web-Geschwätzigkeit und „Lautstärkenverdrehung“ gar „nihilistische Impulse“ einer öffentlichen Kommunikation auf kleinstem gemeinsamen (Dummheits-)Nenner.
      Der Germanist Walter Delabar hat sich das genauer angeschaut und gebloggt:
      http://oxnzeam.de/2009/02/27/nackt-im-netz/

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  2. Pingback: Amys Welt » Blog Archive » Hinweis auf den nächsten Blogosphärenaufreger

  3. @Petra van Cronenburg: Um mit der Frage am Ende des Kommentars zu beginnen: natürlich gibt es Menschen, deren Meinung wir nicht erfahren, weil sie schweigen. Das war schon immer so und ich glaube nicht, dass sich daran etwas ändern wird.

    Ansonsten: Man mag den Beitrag Soboczynskis als polemisch betrachten. Bedenklich ist für mich seine Wortwahl. Davon zu sprechen, dass Intellektuelle im Internet mit Hass verfolgt werden, übersteigt meiner Meinung nach die zulässige Grenze.

    Wer konkret verfolgt ihn mit Hass und wie äußert sich der? Als ZEIT-Autor sollte er sich mit der Qualität der Printmedien beschäftigen und sich überlegen, wie man deren Niedergang stoppen kann. Er sollte sich die Frage stellen, welchen Beitrag er leisten kann, damit wir wieder sorgfältig recherchierte Artikel lesen können.

    Menschen, denen nur einfällt, dass andere an ihren Problemen Schuld sind, begegne ich immer mit Misstrauen…

    @Werner Friebel: interessanter Beitrag von Walter Delabar, vielen Dank dafür! Die dort getätigte Aussage, dass es im Netz darum geht, durch Übersteigerungen und Skandale aufzufallen, ist sicher nicht falsch. Allerdings betrachte ich das nicht als eine negative Entwicklung innerhalb der Blogosphäre, sondern als ein gesellschaftliches Problem, von dem sämtliche Medien tangiert werden, inklusive TV.

    Ich bin mir nicht sicher, ob diese Entwicklung wirklich zu einem Niveauverlust führt. Ich erkenne eine Fragmentierung der öffentlichen Kommunikation. Was dazu führt, dass es einfach schwieriger geworden ist, die Qualität zu entdecken.

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    • Was Soboczynski betrifft – der Mann ist 1975 geboren und arbeitet selbst fleißig am Computer. Und er ist bekannt für absolut provozierende Polemik und trockenen Sarkasmus. Ich stelle ihn mir lachend vor seinem Bildschirm vor (und nehme den Artikel deshalb nicht ganz ernst).

      Wo ich den Kommentatoren Recht gebe: Polemik allein, wenn sie so an der Oberfläche bleibt, bewirkt keinen Diskurs. Dadurch, dass er bei seinen Aussagen konkrete Beispiele schuldig bleibt und überzieht, versteht man ihn als den verbitterten Intellektuellen, der über eine ihm fremde Welt weint. Und genau über diesen Aufreger entsteht dann doch plötzlich Diskurs…
      Schade, dass wir nicht erfahren, was er wirklich bezweckt hat. Für Diskussionsstoff hat er jedenfalls gesorgt (und damit genau die Technik verwendet, die er anderen vorwirft).

      Das Bild mit der Fragmentierung gefällt mir!

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      • Kann man das wirklich Diskurs nennen, wenn jemand andere beschimpft und die sich dann darüber aufregen? Für mich nicht, da fehlt mir der Mehrwert. Außerdem ist es billig, sich auf Kosten anderer einen Spaß zu machen.

        Nicht dass ich Soboczynski mit Shakespeare und anderen Geistesgrößen vergleichen möchte, aber auch die haben gelegentlich Dinge produziert, die nicht so herausragend waren. Bei Soboczynski ist die Sache halt voll in die Hose gegangen…

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  4. @Christian Henner-Fehr

    ich sehe das mit der Fragmentierung ähnlich, das ist im TV ja schon seit Jahren Standard. Die Einen schauen sich Sendungen auf 3Sat und Arte an und die Anderen die auf Pro 7 oder RTL II (beispielhafte Nennung)

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  5. @Ralph Schäfer: ich bin noch in einer Zeit groß geworden, in der es nur das öffentlich-rechtliche TV gab. Wie veränderte sich die Fernsehlandschaft, als die Privaten dazu kamen. Mit der Fernsehwerbung begann dann das große Zappen und plötzlich hielt uns nichts mehr bei einem Sender bzw. einer Sendung. Da sind die Hyperlinks eigentlich die logische Weiterentwicklung dieser „Sprunghaftigkeit“.

    Die Herausforderung besteht für mich darin, die entsprechenden Fähigikeiten zu entwickeln, um den einzelnen Kommunikationssträngen folgen zu können. Da ist so ein Blog ja eine gemütliche Geschichte. Gleichzeitig zu diesem Beitrag und unseren Kommentaren läuft die Diskussion aber an vielen Stellen im Internet. Wie schaffen wir es, da den Überblick zu bewahren?

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    • Stimmt, über dieses Verzetteln der Diskussionsstränge denke ich auch schon seit längerer Zeit nach. In diesem Zusammenhang könnte man natürlich eine Zeitung als zusammenhaltende Klammer interpretieren, was Soboczynski vieleicht unter anderem gemeint hat. Besonders, wenn man die ZEIT heranzieht, in der Pro- und Contra-Artikel zu einem Thema oft in der gleichen Ausgabe abgedruckt sind.
      In der deutschsprachigen Blogosphäre hätte rivva.de vieleicht diese Funktion übernehmen können. Aber der Dienst läuft jetzt ja leider auf Sparflamme.

      Die kleinste zusammenhängende Einheit im Netz ist eben der einzelne Artikel oder Videobeitrag und diese thematisch wieder zusammenzufassen ist eine ziemliche Herausforderung.

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  6. Pingback: Internetuell vs. intellektuell. Blogschau (5/IV)

  7. @Ralph Schäfer: aber es ist schon mutig, bei einer normalen Tageszeitung von so einer Klammer zu sprechen. Ich lese selbst sehr gerne und regelmäßig Tageszeitungen. Aber dieser dramaturgische Überbau ist mir bis jetzt verborgen geblieben. Insofern ist das, was Soboczynski da von sich gibt, eher unsinnig.

    Abgesehen davon: ich weiß nicht, ob uns das noch gelingen kann, solche Klammern zu finden. Wir bekommen die Welt ja auch nicht (mehr) unter einen Hut. Warum sollte uns das virtuell gelingen? Vielleicht müssen wir genau das lernen, uns in einer fragmentierten Welt zu recht zu finden? Wir leben in einer Welt, die nicht nur Schwarz und Weiß kennt. Da ist eine solche Entwicklung nur folgerichtig, oder?

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    • Ja, Tageszeitungen sind für so eine Klammer mit ziemlicher Sicherheit ungeeignet.

      Aber wenn wir mal bei dem Beispiel bleiben, das Du oben auch nennst. Dass nämlich diese Diskussion hier zeitgleich an mehreren anderen Orten stattfindet. Dort werden mit Sicherheit auch die gleichen oder ähnliche Argumente ausgetauscht, nur die beteiligten Personen sind nunmal andere.

      Meiner Meinung nach ist das einer der Gründe, weshalb wir in Debatten oft auf der Stelle treten und die gleichen Argumente immer wieder durchkauen.

      Wenn man für dieses Problem eine funktionierende Lösung finden würde, wäre das bestimmt das nächste große Ding, das im Netz durchstarten würde🙂

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  9. @Petra van Cronenburg: ja, da habe ich auch mitgelesen. Die Frage ist aber, ob das wirklich so funktioniert, wenn ein Blog nur für eine kurze Zeit genutzt wird? Im Endeffekt sind viel zu wenig Leute darauf aufmerksam geworden und wenn man die Seite dann gefunden hat, ist es schon wieder vorbei.

    Mir hat da das Leben gefehlt und eigentlich habe ich mir dort gar nicht wie auf einem Blog gefühlt. Aber das ist eine spannende Frage: wie lässt sich ein Blog für ein zeitlich begrenztes Projekt einsetzen? Geht das überhaupt?

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  11. Der Artikel von Soboczynski arbeitet ja genau mit den Methoden der Überspritzung, die er selber kritisiert. Ob er seine Leser für wirklich so dumm hält, daß sie das nicht bemerken?

    Vielleicht sollten wir einmal eine Initiative zum Schutze des Intelektuellen im Netz gründen. Vielleicht eine Art Gütesiegel entwickeln. „Bitte diesen Intelektuellen nicht kritisieren, er steht unter Naturschutz, weil es sich um eine bedrohte Rasse handelt “ :-))

    Ich meine, man muß sich doch fragen, was ich als Leser von einem Redakteur einer Zeitung wie die Süddeutsche erwarte. Ersteinmal, im Gegensatz zu anderen Medien, gute Recherche. Ich möchte als Leser damit bedient werden, ersteinmal die verschiedenen Sichtweisen auf ein Thema präsentiert zu bekommen. Erst dann interessiert mich die Deutung und Interpretation des Redakteurs.

    Jetzt ist der Journalist bei einem Interview mit beispielsweise Bob Dylan in der Situation, eine gewisse Anzahl Zeilen seinem Album, und eine andere Anzahl seinem neu erschienen Bildband zu widmen. Ohne zu wissen, was von beidem mich als Leser gerade mehr interessiert. Er ist also von Anfang an gezwungen, beide Bedürfnisse nicht ausreichend befriedigen zu können.

    Somit mutieren auch gut recherchierte Artikel letztlich zum Stichwortgeber für eine Google-Akquise. Für einen Journalisten eine recht frustrierende Tatsache. Noch dazu, das mein Beitrag dem Leser in einem Medium präsentiert wird, wo er um meinen Artikel bekommen zu können 20 weitere kaufen muß, die ihn nicht interessieren. Das Problem ist bekannt, man kennt es aus der Musikindustrie was den Verkauf von Alben angeht, auch das Resultat ist bekannt.

    Und wozu brauche ich einen Redakteur, der für mich die Recherche macht, wenn ich über eine gut gewachsene Linksammlung sehr schnell an die Art von Primär-Informationen komme, die ich haben will? Weil der schlauer ist als ich ?…..hm….okay. Nehme ich mal zur Kenntnis !!!

    Im Jugendsektor hat sich hier bereits die Entwicklung vollzogen. Zeitschriften, die sich um Jugendkultur gekümmert haben, gehen immer stärker auf Künstler aus dem amerikanischen Raum über. Warum?

    Weil die internetaffinen Kids viel schneller via Foren und Videos an die Informationen über ihre deutschen Stars kommen können, als es eine Redaktion überhaupt leisten kann. Wenn wir Autogrammstunden mit Musikern machen, sind die Fotos von dem Event schon online, bevor wir überhaupt zu Hause sein können. Die Musiker drehen auf ihren Konzerten eigene Backstagevideos, die noch vor Konzertbeginn online gestellt werden. Da ist der entsprechende Fotoredakteur bzw das TV-Team noch gar nicht vorort.

    Warum wird das bei Künstlern noch zu wenig genutzt? Dahinter stehen unter anderem auch ganz restriktive Verträge. Viele Labels verbieten es schlichtweg ihren Künstler, so unmittelbar mit Fans zu kommunizieren. Weil man sich damit das Medium kontrollierter Pressearbeit nimmt. Hier gilt noch immer das Bild des Künstlers, der vom Management vor sich selber geschützt werden muß.(Was ja teilweise auch stimmt :-)) Etwas ähnliches kenne ich auch vom Kunstbetrieb.

    Hier herrscht noch das Bild des Künstlers vor, der zum Star aufgebaut werden muß, indem er rar gemacht wird.

    Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe. Das Medium Internet braucht einfach auch eine andere Kunst, und eine Andere Art von Künstlern. Und das muß wachsen.

    Vielleicht wäre es für stARTup eine Idee, unter anderem einmal das Thema „Künstleraufbau“ im Web2.0 zu thematisieren. Einmal für Pop, Klassik und bildende Kunst, und hier namhafte Sprecher aus den Bereichen Künstlermanagement sprechen zu lassen.

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    • Gute Idee, Michael. Das Thema Künstleraufbau im Web2.0 ist wirklich ein wichtiges Thema. Viele der oben von Dir angesprochenen Probleme würden sich wahrscheinlich auflösen, z.B. der Versuch der Labels, die Künstler zu kontrollieren.

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