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Mit QR-Code den Medienbruch überwinden

11 Kommentare

Klaus Wolfrum, der das Veranstaltungsportal Frankentipps betreibt, gehört für mich zur Gruppe derer, die dazu beitragen, dass das Social Web langsam aber sicher im Kunst- und Kulturbereich ankommt. Der Grund: Klaus Wolfrum versucht immer wieder, die Verbindung zwischen der virtuellen und der realen Welt herzustellen. Das ist nämlich mit die wichtigste Voraussetzung dafür, dass sich die Social Media-Aktivitäten auch bezahlt machen können.

Nun ist es aber gar nicht so einfach, jemanden z.B. auf Twitter anzusprechen und ihn dann dazu zu bringen, meine Ausstellung oder mein Konzert zu besuchen oder auch mein Produkt zu kaufen. Die Herausforderung besteht aber auch umgekehrt. Was nützt die tollste Website, was bringen mir all die Social Media Aktivitäten, wenn es mir nicht gelingt, die Leute dazu zu bewegen, mich dort auch zu besuchen? Und weiter gefragt: wie schaffe ich es, jemanden, der vor meinem Plakat steht, auf die Website zu bugsieren?

Auf diese Frage hat Klaus Wolfrum eine Antwort. In seinem Blogbeitrag „Wie Print-Dienstleister mit einem schlichten Code bei Ihren Kunden punkten können“ zeigt er, wie man es schafft, den Medienbruch zu überwinden.

„Mobile tagging nennt sich die Möglichkeit, mit dem Handy einen Code zum Beispiel von einem Veranstaltungsplakat abzufotografieren und so direkt z.B. auf eine Internetseite zu gelangen“,

schreibt Wolfrum und zeigt, dass das Handy ein wichtiges Bindeglied zwischen Plakat und Website sein kann. Wie es genau funktioniert und was ein QR-Code ist, erklärt er außerdem in einem Video:

Faszinierend! Eigentlich gibt es ja kaum jemanden im Kunst- und Kulturbereich, der den QR-Code nicht nutzen kann. Nun könnte man natürlich einwenden: naja, wer verwendet das schon? Stimmt aber nicht, denn Klaus Wolfrum schreibt in seinem Blogbeitrag:

„Wir haben das Mobilangebot Frankentipps.de/mobil fast ausschlielich mittels QR-Code bekannt gemacht und „hochgebracht“. Die mobile Webseitenversion hat mittlerweile einen Zugriffsanteil von 6%! Ohne Bewerbung mittels QR-Code wäre dieser Anteil mit garantierter Sicherheit wesentlich geringer.“

Weitere Infos und Tipps verrate ich an dieser Stelle nicht. Lesen Sie einfach  den Beitrag von Klaus Wolfrum.

Update: Der Blogbeitrag „Poster-Sessions mit QR-Tags“ auf dem beweglich-Blog von Wolfgang Neuhaus ist in diesem Zusammenhang auch ganz interessant.

11 Comments Join the Conversation

  1. Im Berliner Fenster (U-Bahn TV) wird dieser Code ebenso eingesetzt. Ich hatte aber leider nicht den Eindruck, als ob das gut funktionieren würde.

    Übrigens: Meine Frage (#8) in die Runde der NPO-Blogparade wird sich ebenso um das Themenfeld der „Bürgermobilisierung“ drehen … Mehr dazu kommenden Freitag.

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  2. Dein Artikel hat mich daran erinnert, mir eine entsprechende Software auf mein neues Handy (HTC Magic) zu laden.

    Das Scannen der Codes und das Aufrufen der dazu gehörenden Daten im Web ist wirklich ein ganz einfacher Vorgang. Der Engpassfaktor dürfte darin liegen, dass noch zu wenig Smartphones mit genügend großem Bildschirm im Umlauf sind – und man zudem einen Datentarif für das mobile Surfen im Web haben sollte.

    Zudem mag es für ältere Leute ungewohnt sein, sich erst eine Software aus dem Web auf das Handy zu laden: Das klingt kompliziert und gefährlich…

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    • Das ist schon wirklich bedauerlich, dass auch viele der neuesten Modelle dieses nützliche Software-Helferlein noch nicht vorinstalliert on board haben. Meist mangelt es ja auch bei von Providern gebrandeten Modellen nicht an allen möglichen auch sinnfreien und halbnützlichen Widgets, Gadgets. Bedenken mit dem Sicherheistaspekt bei Handy-Donwloads treffen zu. Das bekommen wir auch immer wieder mit.

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    • @Klaus Wolfrum: ich denke, diese gebrandeten Modelle dienen ja eher der Nutzenmaximierung der Anbieter und weniger den Kunden.

      So lange das so läuft, haben die Anbieter eine relativ große Macht, was die Entwicklung des mobilen Web angeht.

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      • Klar. Aber man könnte die branding-Möglichkeiten dazu nutzen, um bei seinen Kunden zu punkten („Provider xyz macht Ihnen den Klick mit dem Handy ins Web einfach…mit dem xyz-Reader“).

        Wenn man Volumentarif und Webnutzungstarife/Tarifoptionen verkaufen möchte, sollte man seine Marktmacht nutzen, den Nutzen der Nutzer zu maximieren.

        Mir sagte mal jemand, es läge mehr am Henne-Ei-Problem bei dem Thema: Keine stärkere Nachfrage nach Anwendung ohne mehr QR-Präsenz, wenig QR-Präsenz weil noch zu wenig Anwendungspräsenz.

        btw: Von den Medien berichten und schreiben in DE nach meinem Eindruck Weblogs am häufigsten über mobile tagging.

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  3. @Klaus Wolfrum: ja, stimmt. Im Endeffekt bräuchte es einfach jemanden, der sich des Themas annimmt und es dann entsprechend pusht. Denn eigentlich gibt es keine Argumente dagegen.

    PS: Sorry fürs verspätete Freischalten, aber der Kommentar landete wie die vorherigen auch im Spamfilter. Und ich habe keine Ahnung warum. Falls wieder mal ein Kommentar nicht sofort erscheinen sollte (ich moderiere nicht), bitte gleich eine Mail schicken, damit ich nachschauen kann.

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  4. Pingback: Kunst, mobiles Web und Augmented Reality « Das Kulturmanagement Blog

  5. Guter Artikel, mit der Verbindung zwischen der realen und virtuellen Welt setzt sich auch QReative Mobile Media auseinander. Hierbei ist es wichtig auch die Ziel-URL (also die Seite auf der man landet nach dem scannen des QR-Codes), diese sollte auf Smartphones optimierte mobile Webseite sein damit der Erfolg des QR-Codes noch höher wird. Auf http://www.QReative-media.de findet ihr einige Beispiele zu QR-Code Kampagnen, weite Informationen zu QR-Codes einen hinweis zu mehr Sicherheit für QR-Codes durch QRli.
    Gruß und weiter so

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  6. Pingback: Treffpunkt KulturManagement am 22. Mai 2013: Mobile Marketing im Kunst- und Kulturbereich | Das Kulturmanagement Blog

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