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Wissen Sie, mit welchen Suchbegriffen Sie im Web gefunden werden?

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Fast alle Kunst- und Kultureinrichtungen, aber auch die meisten KünstlerInnen und diversen DienstleisterInnen haben mittlerweile eine eigene Website. Häufig führen diese aber ein trauriges Dasein, denn die Zahl de BesucherInnen hält sich in Grenzen. Da macht es dann nicht wirklich Spaß, in diese Seite Zeit und Geld zu investieren, mit einem dementsprechenden Ergebnis.

Wenn man dann mal nachfragt, warum sich denn niemand für die Website interessiert, gibt es häufig nur ein Schulterzucken. Oder den Hinweis, man sei eine kleine Organisation.

Das ist nun natürlich völliger Unsinn, denn das Internet bietet jede Menge Beispiele, die beweisen, dass nicht die Größe entscheidend ist.

Keywords zeigen, wonach die UserInnen suchen

Wie schafft man es nun also, seine Website bekannter zu machen und die Zahl der BesucherInnen zu vergrößern? Hanspeter Gautschin hat sich auf seinem Blog Bodeständigi Choscht mit einem möglichen Lösungsansatz beschäftigt. In seinem Beitrag „Wirksames Online-Marketing“ geht es um das Arbeiten mit Keywords. Genauer gesagt: um die Frage, mit welchen Suchbegriffen wird eigentlich meine Website gefunden?

Ich werde zum Beispiel sehr häufig über die Suchbegriffe „Arbeitszeit berechnen“ gefunden. Nachdem man ja für die Planung wissen muss, wieviele Arbeitsstunden oder -tage ein Jahr hat, habe ich darüber einen Beitrag geschrieben. Das geschah ohne jeden strategischen Hintergedanken. Nachdem ich aber gemerkt habe, dass viele InternetnutzerInnen nach diesen Begriffen suchen, habe ich noch einen Beitrag nachgeschoben, in dem ich Softwareprogramme vorgestellt habe, mit denen sich die Arbeitstage der nächsten Monate bzw. Jahre berechnen lassen. Diese beiden Beiträge tragen ganz ordentlich zum Traffic hier auf diesem Blog bei.

Gautschin hat schon in einem früheren Beitrag darauf verwiesen, dass man mit Hilfe dieses Wissens ja auch sehr gut herausfinden kann, wonach die eigenen BesucherInnen/KundInnen eigentlich suchen. Seine Idee:

„Wenn ich als begnadeter Jodler gerne Jodelkurse anbieten würde, dann mach‘ ich mich zuerst im Internet schlau, ob es dafür überhaupt einen Markt gibt.“

Möglich ist das mit Hilfe diverser Tools zur Keyword-Recherche (hier gibt es jede Menge davon). Gautschin hat also geschaut, wie oft nach „Jodeln lernen“ gesucht wurde. Haben genügend UserInnen nach diesem Begriff gesucht, lohnt es sich unter Umständen, über das Anbieten solcher Kurse nachzudenken.

Keywords bringen mir BesucherInnen, aber unter Umständen auch Geld

Dieses Prinzip lässt sich natürlich in den verschiedensten Bereichen anwenden. Wer zum Beispiel recherchiert, mit welchem Wort der Begriff „Kulturmanagement“ am häufigsten in der Suchmaschine kombiniert wird, wird herausfinden, dass es die Kombination „Kulturmanagement“ und „Ausbildung“ ist. Toll, wo ich doch in ein paar Tagen damit beginnen werde, die einzelnen Studienangebote hier im Blog vorzustellen.;-)

Ein Ziel könnte es nun für mein Blog sein, mit diesen Beiträgen in den Suchmaschinen an erster Stelle zu stehen, wenn wer nach „Kulturmanagement“ und „Ausbildung“ sucht. Im Augenblick stehe ich „nur“ an sechster Stelle bei Google, wobei das IKM die einzige Ausbildungseinrichtung ist, die im Ranking vor mir steht.

Für mich geht es dabei nur um Besucherzahlen. Für die Ausbildungseinrichtungen geht es aber um StudentInnen und damit auch um Geld. Und da kann es schon sinnvoll sein, sich mit dem Thema Keywords zu beschäftigen.

Ein kostenloses eBook zum Thema „Suchbegriffe

Zu diesem Thema stellt Aurel Gergey ein sehr lesenswertes eBook zur Verfügung, das Hanspeter Gautschin entdeckt hat (vielen Dank dafür!). „Erfolgreiche Suchbegriffe“ nennt es sich und steht als PDF zum Download zur Verfügung.

Wer nun glaubt, es droht ein ganzes Buch zum Thema Suchmaschinenoptimierung, den kann ich beruhigen. Oder enttäuschen. Aurel Gergey ist Texter und geht das Thema auch von dieser Seite an. Lernen kann man in seinem Buch unter anderem, wie man sein „Suchbegriff-Portfolio“ entwickelt, mit dessen Hilfe dann das Internet „erobert werden soll“. Oder dass die Mehrzahl der Suchenden für die Suche zwei Begriffe verwendet.

Gut gefällt mir, dass nie der Eindruck entsteht, ich müsse mein ganzes „Geschäft“ jetzt nach den besten Suchbegriffen ausrichten. Nein, es geht um Lösungsansätze, wie ich aus meinen Angeboten das beste herausholen kann (in dem Fall: Besucherzahlen). Aber das Wissen, das ich generiere, lässt sich natürlich auch strategisch einsetzen. Indem ich etwa Jodelkurse anbiete. Vorausgesetzt, ich kann jodeln.

3 Comments Join the Conversation

  1. Apropos Jodeln: Leider kann ich es trotz meiner grossen Sympathie nicht. Ansonsten würde ich solche Jodelkurse subito anbieten und meine ganze Promotion inkl. administrative Abwicklung übers Internet machen. Nach wie vor stosse ich bei Kulturmenschen mit meinem selbstentwickelten ‚Kundengenerator‘ per Internet auf Unverständnis. Interessanterweise habe ich damit in der Therapeuten- und Seminarszene viel mehr Resonanz. Ich könnte Dutzende Beispiele aufzählen mit Unternehmern, die praktisch keinen müden Schilling (pardon: Euro) für die konventionelle Werbung mehr ausgeben. Weitere spannende Themen wären Affiliate-Marketing, Newsletter-Marketing. Auch davon möchten die meisten Kulturmenschen nichts hören. Ich habe mir übrigens mein ganzes Wissen darüber aus den USA geholt – mittels Ebooks, eLearning und eigenen Recherchen. Da hinkt der deutschsprachige Teil Europas – im Gegensatz zum angelsächsichen Raum – noch bedenklich hinterher. Wie lange eigentlich noch?

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  2. Pingback: Warum ein Blog so wertvoll ist « Das Kulturmanagement Blog

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