Sie müssen mein Weblog gar nicht besuchen
Letzte Woche bekam ich zu hören, dass es ganz schön aufwendig sei, mein Weblog zu lesen. Bei so vielen Beiträgen müsse man ja ständig auf meine Seite gehen und schauen, ob ich wieder einen neuen Beitrag geschrieben habe.
Ich muss gestehen, es ehrt mich ja schon, wenn sich jemand so viel Mühe macht, um hier die Blogposts zu lesen und ich möchte mich an dieser Stelle auch mal wieder bei allen bedanken, die das tun. Aber es liegt mir natürlich fern, meinen LeserInnen die Zeit zu stehlen, indem sie bei der Suche nach einem neuen Beitrag des öfteren auf diese Seite hier klicken. Und dann vielleicht auch noch enttäuscht sind, weil ich nichts geschrieben habe.
Daher möchte ich ganz gerne einen Hinweis wiederholen, den ich hier vor längerer Zeit schon mal deponiert habe: Sie müssen mein Weblog gar nicht unbedingt besuchen, ich komme auch gerne damit zu Ihnen.
Zum Beispiel per Email, wenn Sie das wollen. Jede Nacht gegen 3:00 Uhr erhalten Sie dann eine Mail, in der die Beiträge der letzten 24 Stunden zu lesen sind. Sie können sie also wie jede normale Email in Ihrer Mailbox lesen und sehen am Textende, ob es schon Kommentare dazu gibt. Falls welche vorhanden sind und Sie sie lesen wollen, müssen Sie dann die Seite anklicken. Aber erst dann und keine Sekunde früher. Und wenn Sie das Abo auflösen wollen, finden Sie am Ende jeder Mail den Link, um aus der Mailingliste zu verschwinden. In die Liste eintragen können Sie sich hier.
Variante 2 ist der RSS-Reader. Ob Sie Sage, eine kleine Erweiterung für den Firefox-Browser, den Feedreader oder zum Beispiel Netvibes nutzen wollen, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Alle diese Angebote erleichtern Ihnen das Lesen von Websites, die über ein RSS-Format verfügen. Und das tut zumindest jedes Weblog, aber mittlerweile auch fast jede Online-Zeitung.
Sie sammeln die Feeds in Ihrem Feedreader und auf Knopfdruck werden alle von Ihnen abonnierten Feeds aktualisiert und Sie sehen sofort, auf welchen Seiten es neue Inhalte gibt. Vorbei sind also die Zeiten, wo Sie sich mühsam durch alle Seiten durchklicken müssen. Viele Feedreader finden die entsprechende URL mittlerweile selbst, ansonsten finden Sie hier Unterstützung.
Nun kann ich Ihnen ein ganz entspanntes Lesen der Blogbeiträge wünschen und wenn Sie Lust haben, kommentieren oder diskutieren Sie einfach mit. Darüber freue ich mich nämlich genauso wie über das Lesen. ![]()
Hobnox: Kreatives von Kreativen für Kreative
Das klingt spannend, was ich da via MoMB gefunden habe. Hobnox ist eine “Content-Publishing-Plattform von Kreativen für Kreative”, heißt es im “about” auf deren Website. Was Hobnox genau ist, lässt sich gar nicht so einfach sagen.
Erstens finden sich auf der Website verschiedene themenorientierte Channels. Es gibt Musik zu sehen und zu hören, Interviews werden geführt, zum Beispiel mit Karl Lagerfeld, und unter dem Stichwort urbane Kultur beschäftigt sich ein Beitrag mit dem Fußball. Zuständig für die Inhalte dieser Web TV-Beiträge sind eigene Redakteure.
Der zweite Bereich nennt sich “Stage” und bietet die Bühne für redaktionell produzierte Videos. Darüber hinaus können hier aber auch die Hobnox-Mitglieder ihre eigenen Werke präsentieren, heißt es auf der Website. Gefunden habe ich hier vor allem Vorträge, Berichte und Musik.
Nicht ganz klar ist für mich, wann ein redaktioneller Beitrag (sprich ein Video) im Channel- oder im Stage-Bereich erscheint. Manche (?) tauchen auch in beiden Bereichen auf.
Interessant ist der Community-Bereich, in dem sich die UserInnen treffen, miteinander kommunizieren, aber sich auch für gemeinsame Projekte zusammentun können.
“In den Projekten könnt ihr dann gemeinsam an Musik und Videos arbeiten und eure Fortschritte untereinander austauschen”,
schreiben die Macher von Hobnox. Für diese Zusammenarbeit steht neben einer eigenen Profilseite mit Noxtools eine “Softwaresuite für Musik- und Videoproduktion im Internet” zur Verfügung, die derzeit aus einem Audio- und einem Live-Tool besteht. Beide Tools können kostenlos genutzt werden, eine dann kostenpflichtige Version mit zusätzlichen Features soll später dazu kommen.
Da sind also ziemlich viele Ideen und Tools zu einer “Online-Entertainment und Rich Media Publishing Plattform” zusammengefasst worden, die “Web-TV, moderne Community-Infrastrukturen und neue Technologien” verbindet.
Ziel ist es,
“kreatives Schaffen in allen Formen und Farben zu fördern, zu präsentieren, Urheberrechte zu schützen und für faire Vermarktungsstrukturen zu sorgen.”
Wenn das alles so aufgeht, dann ist das eine tolle Sache. Ich würde natürlich gerne wissen, wie diese “fairen” Vermarktungsstrukturen aussehen, schließlich ist das der entscheidene Punkt. Bis jetzt habe ich Hinweise auf Premiumangebote und Werbung entdeckt.
Interessant finde ich, dass einerseits eine Redaktion Beiträge für die Plattform erstellt und andererseits die UserInnen ihre eigenen Inhalte online stellen können. Hier die richtige Mischung zu finden, neue Ideen einfließen zu lassen und gleichzeitig auf die Qualität zu achten, das stelle ich mir gar nicht so einfach vor.
Ich habe mir beim Durchklicken die Frage gestellt, ob da nicht zu viele Dinge in eine Plattform verpackt worden sind? Die Gefahr besteht meiner Meinung nach, aber auf der anderen Seite sind Heterogenität und Vielfalt die idealen Voraussetzungen für kreative und innovative Projekte und Produkte. Ich bin gespannt.
Update: Ich habe drei Einladungen für Hobnox. Bei Interesse einfach unten einen Kommentar schreiben.
Was Spinnennetze und das Web 2.0 gemeinsam haben
Das klingt sehr interessant:
“Virtueel Platform (VP) is an internationally oriented, independent expertise centre. VP stimulates innovation and supports knowledge exchange in the field of e-culture in the Netherlands. Knowledge exchange between people and organisations across the whole spectre of culture that are involved in bringing the innovative qualities of e-culture to the arts and media sectors. VP is a matchmaker for anyone in search of partners for e-culture projects.”
Besonders neugierig hat mich der Bericht über die Cultuur 2.0 Konferenz gemacht, die im letzten Mai in Amsterdam stattgefunden hat. Eine spannende Lektüre, sieht man mal davon ab, dass ich bei einigen Beiträgen kapitulieren muss, weil ich der dortigen Landessprache nicht mächtig bin. Aber das ist schließlich meine Schuld.
“What ist Web 2.0?” fragt sich Marianne van den Boomen in ihrem Text, den sie als “Pamphlet” bezeichnet. Für sie stellt der Begriff Web 2.0 eine Metapher dar. Metaphern, so van den Boomen, weichen einerseits den Fragen nach Wahrheit und Realität aus, andererseits schaffen sie Wahrheiten und Realitäten. Besonders hilfreich seien sie, wenn wir uns mit dem digitalen Code beschäftigen:
“We can interpret signs in almost any mode: graphic, pictorial, acoustic, object-like – some people are even able to interpret star constellations, iris patterns or coffee grounds. However we cannot interpret sets of digital numbers. We need metaphors to translate these numbers for us.”
Metaphern sind der Schlüssel, wenn wir die digitale Welt betreten wollen.
“They are the trans-coding interfaces between human information processing and machine information processing. They connect our minds and hands with the machine and vice versa.”
Auch das Web ist für sie eine Metapher. Zurückzuführen ist sie auf das Spinnennetz, so die Autorin. Nun könnte man meinen, dass das zentral gestaltete Spinnennetz und das dezentral aufgebaute Web völlig gegensätzlich sind. Aber beim zweiten Hinschauen könne man erkennen, dass sich ausgehend vom Spinnennetz sehr wohl Aussagen über die Architektur des Webs machen lassen.
Van den Boomen begründet dies unter anderem damit, dass das Web aus Servern und Clients bestehe, die hierarchisch verknüpft seien.
Die Web-Metapher lasse nun vermuten, dass wir die Spinnen seien, die in ihrem selbstgewebten Netz auf ein interessantes Opfer z.B. in Form einer Information warten. Das stimme aber nur teilweise, meint van den Boomen:
“But this only holds true when we maintain a website or a webserver ourselves. As web visitors we are not the spiders, we are the prey. I am not saying this is bad and that we should refrain from visiting websites.”
Van den Boomen sieht das also nicht negativ, nur solle man diesen Aspekt im Kopf behalten.
Auch das Web 2.0 ist für van den Boomen eine Metapher.
“Web 2.0 promises a new, revolutionary web where YOU as a user really matter (apparently, and retrospectively, web 1.0 did not fulfill its promises).”
Nur, wo kommen wir als UserInnen in dieser Metapher vor? Nirgends, meint die Autorin, denn bei der Metapher liege das Hautpaugenmerk auf dem 2.0 und das komme aus dem Bereich der Softwareentwicklung. Van den Boomen findet das merkwürdig, denn
“most metaphors indicating something digital lead our attention away from software but this one foregrounds it.”
Was unterscheidet die Software des Web 1.0 von der des Web 2.0? Van den Boomen:
“Without going too deeply into technical details we can say it is all about scripts and databases.”
Interessant die Erkenntnis, die die Autorin daraus gewinnt:
“We are still thinking in the metaphor of the page, but in fact the age of the page is over. What are delivered to YOU are recollections of floating signifiers: tagclouds, lists of bookmarks and affiliations, search and review results, RSS-feeds. YOU provide the content for these databases; YOU distribute your knowledge, your traffic data and your social relations over these databases. YOU become a distributed data body without organs; a body of data fragments, wrapped in script layers, like a mummy.”
Nicht zu Unrecht hat van den Boomen ihren Text als Pamphlet bezeichnet. Wenn also der Begriff Web 2.0 zu “technologielastig” ist und uns als UserInnen nicht gerecht wird, dann stellt sich mir die Frage, ob es nun wirklich so ist, dass wir bildlich gesprochen in der Datenwolke aufgehen oder ob nicht einfach der Begriff Web 2.0 unglücklich gewählt ist? Es war ja auch nicht die Absicht, damit eine Entwicklung im WWW zu beschreiben, sondern einer Konferenz einen Namen zu geben.
Zuzustimmen ist Marianne van den Boomen, wenn sie am Ende ihres Beitrags meint:
“Thinking about the workings of web 2.0 software is a good thing. Connecting this to its effects upon YOU and Culture 1.0 is also good. What remains is the question – who are the spiders and who is the prey?”
Wer ist also die Spinne und wer das Opfer?
Aus mehreren RSS-Feeds einen einzigen machen
Nachdem ich Ihnen gestern gezeigt habe, wie komfortabel sich dank RSS ein Blog lesen lässt, möchte ich auch noch einmal an den Beitrag “Monitoring: Wissen Sie, was man über Sie im Internet schreibt?” erinnern. Damals habe ich Ihnen die Google Blogsuche vorgestellt. Dort haben Sie die Möglichkeit, weltweit Blogs nach bestimmten Suchbegriffen zu durchsuchen und sich die Ergebnisse als RSS-Feed anzeigen zu lassen.
Wäre es nun nicht toll, wenn Sie das alles zu einem einzigen Feed zusammenfassen können? Sie müssten sich nicht durch eine Vielzahl von Feeds durchklicken und -lesen, sondern würden die Ergebnisse in einem aggregierten Zustand vor sich haben. Um es kurz zu machen: diese Möglichkeit gibt es.
Angenommen, Sie arbeiten als Marketing-VerantwortlicheR in einem Museum. Das heißt, Sie lesen jede Menge Blogs, die sich mit diesem und angrenzenden Themenfeldern beschäftigen. Darüber hinaus erfassen Sie über die Blogsuche auch noch alle Blogbeiträge zu den Themen Marketing, Kulturmarketing, Marktforschung, etc. Für jeden Begriff haben Sie einen eigenen Feed abonniert.
Nun haben Sie die Möglichkeit, alle diese Feeds, die ja inhaltlich zusammenhängen, zu einem einzigen Feed zu verbinden und sich die Ergebnisse auf einer eigenen Website anzeigen zu lassen.
Möglich macht das Feed Digest, ein Online-Angebot, mit dem Sie sehr unkompliziert Ihre abonnierten Feeds verbinden können. Nachdem Sie sich dort angemeldet haben, geben Sie Ihrer “Feedsammlung” einen Namen und fügen dann die einzelnen Feeds hinzu. Am Ende bekommt Ihre Sammlung eine eigene URL und kann als Website aufgerufen werden.
Das sieht dann etwa so aus. In diesem Beispiel habe ich die Feuilletons-Feeds verschiedener deutschsprachiger Zeitungen verknüpft und erhalte sie nun gebündelt auf einer Website.
Feed Digest bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit an, die gebündelten Feeds in die eigene Website einzubauen. Seien Sie damit aber bitte vorsichtig, wenn Sie komplette Feeds, wie z.B. die Feeds von Tageszeitungen, komplett auf Ihre eigene Website übertragen. Das ist nicht in jedem Fall erlaubt, vor allem, wenn Sie eine kommerzielle Website betreiben.
So, und nun viel Erfolg beim Erstellen Ihres RSS-Feeds.
PS: Noch mehr Möglichkeiten bietet Ihnen in dieser Hinsicht Pipes.
Blog lesen leicht gemacht
© stummi123; Pixelio
In den letzten Tagen bin ich von einigen Personen gebeten worden, Sie in den Verteiler aufzunehmen, damit Sie hier nichts verpassen. Nachdem es diesen Verteiler so nicht gibt, möchte ich ganz gerne noch einmal erklären, welche Möglichkeiten Sie haben, um dieses und andere Blogs möglichst komfortabel zu lesen.
Die traditionelle Variante
Sie geben die URL http://kulturmanagement.wordpress.com ein, gehen auf die Site und schauen, ob es etwas Neues gibt. Wenn Sie diese Adresse bei Ihren Favoriten abspeichern, dann gelangen Sie recht schnell hierher. Nachdem in einem Blog immer die aktuellsten Beiträge ganz oben stehen, haben Sie damit die Gewähr, den neuesten Beitrag vor sich zu haben. Das ist die traditionelle Art, eine Website abzuspeichern und sie immer wieder mal zu besuchen.
Was aber ist, wenn es mehr als einen neuen Beitrag gibt? Oder Sie waren längere Zeit nicht mehr hier und wissen nun nicht genau, wieviele Beiträge Sie noch nicht gelesen haben? Da wird diese Herangehensweise etwas kompliziert, denn Sie müssten nun anfangen, auf der Seite nach unten zu scrollen, bis Sie den nächsten Beitrag finden. Bei zweien mag das noch gehen, was aber, wenn es fünf oder sechs sind? Da ist dieses Prinzip nicht besonders userfreundlich, werden Sie feststellen.
Blogs als RSS-Feed abonnieren
Abhilfe schafft da eine andere Variante: Sie abonnieren die Beiträge des Blogs als RSS-Feed. Auf diese Weise bekommen Sie die Beiträge in einer Art Nachrichtenticker, wie es bei Wikipedia heißt, serviert und können sich schnell einen Überblick verschaffen, welche Beiträge Sie noch nicht kennen bzw. welche Sie überhaupt interessieren. Das sieht dann zum Beispiel so aus:
Theoretisch können Sie die Beiträge auf diese Weise lesen, ohne auf der Website selbst gewesen zu sein. Noch interessanter wird die Sache, wenn Sie nicht nur ein Blog, sondern mehrere lesen.
Stellen Sie sich vor, Sie lesen zehn, zwanzig oder mehr Blogs und müssen jeweils auf deren Website gehen und überprüfen, ob es neue Beiträge gibt. Eine ziemlich umständliche und vor allem zeitaufwändige Geschichte.
Blogs im RSS-Reader lesen
Wenn Sie hingegen Ihre Blogs, die Sie lesen, als RSS-Feed abonnieren, haben Sie es wesentlich leichter, denn Sie können Ihre Feeds in einem Feed-Reader sammeln und dort komfortabel verwalten, aktualisieren und dort auch die Blogbeiträge lesen.
Um ein Blog auf diese Weise zu abonnieren, kopieren Sie einfach die Feedadresse in den Feed-Reader. Die Adresse für dieses Blog lautet: http://feeds.feedburner.com/Kulturmanagement
Diese Adresse kopieren Sie und geben Sie in Ihren Feed-Reader ein. Wenn Sie noch keinen haben, müssen Sie eine Auswahl aus dem mittlerweile recht großen Angebot treffen. Grob gesagt gibt es da vierfünf verschiedene Möglichkeiten:
- Sie verwenden die im Browser integrierte Lösung (Infos zum IE7 gibt es beispielsweise hier, ). Die ist meiner Meinung nach nur dann geeignet, wenn Sie nur wenige Feeds abonnieren und lesen.
- Sie nutzen das Sage-Plugin, das in den Firefox-Browser integriert ist. Im folgenden Screen sehen Sie die Anordnung. Im oberen Teil der Spalte am linken Rand finden Sie die abonnierten Blogs, darunter die Beiträge des ausgewählten Weblogs. Die fette Schrift besagt, dass das Blog ungelesene Beiträge enthält.
- Oder Sie verwenden eigenständige Reader wie zum Beispiel den Feedreader, der aktuell in der Version 3 vorliegt und vor allem dann interessant ist, wenn man viele Feeds zu verwalten hat. Sie können hier verschiedene Ordner erstellen und Ihre RSS-Feeds zum Beispiel nach inhaltlichen Kriterien sortieren.
- Eine weitere Variante ist die Integration des Readers in Ihr Outlook-Programm, wie sie unter anderem RSS Popper anbietet. Für mich ist das nicht so ideal, da mein Outlook eh schon so überladen ist und dadurch noch langsamer wird.
- Und zum Schluss gibt es da noch webbasierte Angebote wie Netvibes, Bloglines oder den Google Reader.
Ich habe mich für eine Mischvariante entschieden. Die wichtigen Blogs, die ich auch täglich abrufe, lese ich mit dem Sage-Plugin, die unwichtigeren mit dem Feedreader3. Und für unterwegs sind sie auch alle in Netvibes aufgelistet. Damit komme ich ganz gut hin.
Die Beiträge per Email lesen
Und noch eine Möglichkeit möchte ich Ihnen vorstellen, wie Sie meine Blogbeiträge lesen können. Tragen Sie sich in den Emailverteiler ein und Sie bekommen jeden Morgen um 3 Uhr alle Blogbeiträge der letzten 24 Stunden gesammelt in Ihre Mailbox geschickt. Anmelden können Sie sich hier. Wenn Sie diesen Link anklicken, öffnet sich ein Fenster, in dem Sie Ihre Emailadresse eingeben können.
Falls Sie die Beiträge nicht mehr per Email erhalten wollen, genügt ein Mausklick, um das Abo zu kündigen.
Welche dieser Varianten Sie wählen, müssen Sie selbst entscheiden. Geht es Ihnen nur um dieses eine Weblog, dann lohnt es sich unter Umständen für Sie, die Beiträge per Email zugeschickt zu bekommen.
Ich habe meine ersten RSS-Feeds mit Sage abonniert und gelesen. Erst als ich mehr als 100 Feeds gespeichert hatte, wurde die Sache zu unübersichtlich. Mit der Doppelvariante, fühle ich mich, wie gesagt, sehr wohl.
Und noch ein Tipp zum Schluss: Wenn Sie zu den BlogleserInnen gehören, die ab und zu auch in Blogs kommentieren, dann standen Sie wahrscheinlich auch schon mal vor dem Problem, vergessen zu haben, wo Sie einen Kommentar verfasst hatten. Mit cocomment behalten Sie den Überblick, wo Sie kommentieren und ob es Reaktionen darauf gibt.
Und jetzt wünsche ich viel Spaß beim Bloglesen.
Ein eBook erklärt das Web 2.0
Martin Ebner arbeitet an der TU Graz und beschäftigt sich dort mit eLearning. Zu diesem Thema betreibt er auch ein Blog und dort habe ich seinen Hinweis auf das eBook entdeckt, das am TU Graz TechCenter zum Thema Web 2.0 entstanden ist (und auch von ihm konzipiert und verfasst worden ist, wenn ich das richtig verstanden habe).
Im Gegensatz zu den meisten eBooks ist dieses hier nicht im PDF-Format erstellt worden, sondern in HTML. Sehr praktisch, denn dadurch fällt das Navigieren viel leichter. Die offene Struktur erlaubt jede Menge Links und darüber hinaus natürlich auch den Einsatz von Videos.
Das eBook erzählt die Geschichte des Internets bis zum Web 2.0 und liefert Erklärungen, was wir uns darunter vorzustellen haben. Was sind RSS-Feeds, welche Applikationen gibt es neben Weblogs noch? Solche Fragen werden hier beantwortet. Kurz und bündig, aber gut verständlich. Und am Ende gibt es als “Ausblick” das wahrscheinlich vielen schon bekannte Video “Epic”.
Video: Wie Social Bookmarking funktioniert
Social Bookmarking ist in meinen Augen eine der genialsten Entwicklungen, die in Sachen Internet in den letzten Jahren stattgefunden haben. Vorbei die Zeiten, in denen man mühsam seine Liste der Favoriten durchsucht hat. Wer noch nicht mit del.icio.us, Mister Wong oder Diigo arbeitet, sollte sich das Video “Social Bookmarking in Plain English” anschauen.
Neben den im Video angesprochenen Aspekten eignet sich Social Bookmarking aber auch hervorragend für das eigene Weblog. Erstens als Archiv (Hier können Sie alle Blogbeiträge auf Mister Wong und del.icio.us finden) und zweitens für Werbezwecke. Über die Tags finden Interessierte auf Ihr Weblog.
Wer ein deutschsprachiges Blog betreibt, fährt wohl mit Mister Wong besser. Bei mir ist die Zahl der Zugriffe von dort auf alle Fälle wesentlich höher als bei del.icio.us.
Bloggen ist eigentlich ganz einfach, aber…
Die Zahl an Blogs, die im weiten Feld der Kultur angesiedelt sind, hat in den letzten Monaten zugenommen. Daran besteht kein Zweifel. Vielen dieser Blogs ist aber nur eine kurze Lebensdauer vergönnt. Ein paar Einträge in den ersten Tagen, dann ist schon wieder Schluss.
Mir fällt auf, dass es vor allem Institutionen sind, die an der Herausforderung, ein Blog zu betreiben, scheitern. Da ist einmal das Blog der Dramaturgischen Gesellschaft, das im Januar begonnen wurde. Anlass war die Jahrestagung 2007, die im Februar stattfand. Darüber gab es auch ein paar Berichte und das war es dann auch schon. Schade, denn ich bin mir sicher, dass die Dramaturgische Gesellschaft durchaus etwas zu sagen hätte. Aber wenn der erste Blogbeitrag, also die Begrüßung, durch die beauftragte Agentur erfolgt, dann kann man davon ausgehen, dass dieses Experiment scheitern muss.
Ein zweites Beispiel ist das Kulturpolitik-Blog, über dessen Start ich ja berichtet habe. Auch hier das typische Muster: Ein paar Einträge zu Beginn (zwischen dem 13. und 25. Juli) und seitdem herrscht Sendepause. Die Sommerpause kann da ja Mitte September nicht mehr als Ausrede herhalten. Dabei gäbe es sehr viel zur Kulturpolitik zu sagen.
Wie das geht, zeigt ein Blog, das nun auch in der Blogroll zu finden ist. Die Initiative Erhalt Thüringer Kultur wurde von Peter Mittmann gegründet, um sich gegen die drastischen Einsparungen im Kulturhaushalt des Landes Thüringen zu wehren. Wer das Blog liest, bekommt einen sehr umfassenden Einblick in die Kulturpolitik des Bundeslandes. Das ist Kulturpolitik live. So stelle ich mir ein Blog zu diesem so wichtigen Thema vor.
Und warum funktioniert dieses Blog und die anderen nicht? Für mich gibt es dafür drei Hauptgründe:
- Das Blog verfolgt ein konkretes Anliegen: Die Initiative wehrt sich gegen Mittelkürzungen im Kunst- und Kulturbereich und nutzt das Blog, um zu informieren und Unterstützung zu gewinnen. Welche Anliegen die Dramaturgische Gesellschaft und der Arbeitskreis Kulturstatitsik mit ihren Blogs verfolgen, kann ich nicht beurteilen. Es steht auch nirgends, wobei ich mir die Frage stelle, ob die Ziele jemals klar definiert wurden.
- Nicht die Institution bloggt, sondern ein Mensch: Für die Initiative in Thüringen ist das Peter Mittmann. Je persönlicher, desto besser. Ein Blog lebt von der Authentizität des Schreibers oder der Schreiberin.
- Bloggen ist eine Einladung zum Gespräch: Ein Blogbeitrag ist etwas anderes als eine Presseaussendung. Er ist persönlich und damit subjektiv gehalten, und er ist eine Einladung zum Gespräch. Daher gibt es ja auch die Kommentarfunktion.
Natürlich muss ich darüber hinaus noch einiges beachten (mehr dazu unter anderem im Beitrag “Bloggen oder nicht bloggen?”), aber diese drei Punkte müssen passen. Sonst wird das nichts.
Und wenn sich beispielsweise auf dem von Pro Helvetia finanzierten Volkskultur-Blog nichts ändert, wird es nur eine Frage der Zeit sein, wann ich von dessen Ende berichten kann.
Rhizome verbindet Kunst und Technologie
Rhizome ist ein Ableger des New Museum of Contemporary Art in New York und arbeitet als Nonprofit-Organisation an der Schnittstelle von Kunst und Technologie.
Rhizome selbst versteht sich als
“online platform for the global new media art community. Our programs support the creation, presentation, discussion and preservation of contemporary art that uses new technologies in significant ways. We foster innovation and inclusiveness in everything we do.”
Ich denke, die Plattform ist ein gutes Sprungbrett für Kontakte nach Amerika. Ansonsten handelt es sich um eine sehr gut gemachte Website im Web 2.0-Stil, auf der man viel entdecken kann. Und warum gibt es so etwas nicht im deutschsprachigen Raum?
