Das Kulturmanagement Blog macht Urlaub
© Wilhelm Nitsch: Pixelio
Mehr als 600 Beiträge finden Sie mittlerweile hier auf diesem Blog und fast jeden Tag kommt ein weiterer dazu. Damit das auch weiter so bleibt, nehme ich eine kleine Auszeit und fahre zwei Wochen in die Abruzzen auf Urlaub.
Ich lade Sie bis dahin ein, einen Blick in das mittlerweile recht umfangreiche Archiv zu werfen. Nutzen Sie die Suchfunktion oder suchen Sie sich Ihre Kategorie aus, ich bin mir sicher, Sie finden den einen oder anderen Beitrag, den Sie noch nicht kennen. Ich hoffe, Sie sehen es mir nach, wenn ich in dieser Zeit nicht auf Ihre Kommentare antworte, ich genehmige mir eine computer- und internetfreie Zeit.
Egal was Sie in den nächsten zwei Wochen machen werden, ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit und freue mich auf ein Wiederlesen Mitte Juli.
Bibel2.0
Inhaltlich passt das jetzt nicht so ganz hier rein, aber der partizipative Ansatz im Umgang mit der Bibel ist schon bemerkenswert. YouVersion ist ein Angebot, von dem die Macher sagen:
“We aren’t just building a tool to impact the world using innovative technology, more importantly, we are engaging people into relationships with God as they discover the relevance the Bible has for their lives.”
Die Plattform verfügt über alle Tools, die ein Social Network haben sollte, auch ein Blog ist dabei. Nur einen Twitter-Kanal gibt es noch nicht.
Via MoMB
Museen im Internet: eine Linkliste
Vor einiger Zeit ist das Deutsche Historische Museum Berlin in einem Blogeintrag eher schlecht weggekommen. Heute gibt es ein großes Lob und Dankeschön für die umfangreiche Linkliste, die auf der Website des Museums zu finden ist.
Sie enthält nicht nur die Links zu Museen, sondern listet auch für den Museumsbereich relevante Websites auf. Eine wahre Fundgrube also. Nur eines vermisse ich darin: die Links zu Weblogs im Umfeld der Museen, zum Beispiel Museum 2.0 von Nina Simon oder die Kulturellen Welten von Joern Borchert.
Bei Sevenload wird noch gebastelt
Wenn Sie in der oberen rechten Ecke statt meines Bildes nur so ein kleines leeres Kästchen sehen und in verschiedenen Beiträgen die Fotos nicht sehen bzw. anklicken können, dann liegt das nicht an Ihnen, sondern an Sevenload. Dort steigt man gerade auf die Version 3 um. Wie lange das noch dauert, kann ich leider nicht sagen. Üben wir uns also in Geduld.
update: geht wieder…
Wenn ich schon beim Raunzen bin
Vielleicht bin ich schon paranoid und sehe Gespenster, wo gar keine sind. Aber als ich heute auf Kulturmanagement Network den neuen Beitrag “Trendanalyse: Wie entstehen Innovationen?” von Sven Gábor Jánszky sah, freute ich mich, wieder etwas von ihm zu lesen. Schließlich hatte er ja für die letztjährige Maiausgabe des KM-Magazins den wirklich lesenwerten Artikel “Innovationen sind ‘Brücken über die Leere’” verfasst, über den ich dann auch etwas geschrieben hatte.
Nur: abgesehen von der Einleitung stimmt der Artikel 1:1 mit dem zehn Monate alten Beitrag aus dem KM-Magazin überein. Ist das ein Test, ob wer was merkt? Oder ist die Annahme, dass die LeserInnen die Beiträge eh nicht lesen und ruhig alle paar Monate den gleichen Text vorgesetzt bekommen können? Aber wie gesagt: vielleicht reagiere ich da zu überempfindlich? Daher die Frage: ist das normal? Gehört das so? Oder fühle nur ich mich dabei als Leser, wie soll ich sagen, nicht ernst genommen?
I am not amused
Manchmal muss man seinen Ärger irgendwie loswerden und deshalb hat dieser Beitrag auch überhaupt nichts mit dem Thema dieses Blogs zu tun.
Als ich letzte Woche das “logbuch accessibility” in die Hand gedrückt bekam, habe ich mich sehr darüber gefreut, dass darin auch ein Text von mir enthalten ist. Etwas weniger groß ist meine Freude, wenn ich das von der (österreichischen) Computerwelt herausgegebene Buch “Digitale Wirtschaft Österreichs 2008″ in die Hand nehme und dort Textzeilen entdecke, die von mir stammen, die aber meinen Namen nicht tragen.
Dort wird auf Seite 34f das österreichische Unternehmen vizrt vorgestellt und zwar mit dem folgenden Einleitungssatz:
“Als 1996 die kanadische Firma Discreet Logic als Anbieter von 3D-Software ihre Niederlassung in Österreich schloss, beschlossen mehrere Mitarbeiter einen Neustart.”
Von mir gibt es einen Artikel aus dem Jahr 2002 (hier online nachzulesen), der so beginnt:
“Als 1996 die kanadische Firma Discreet Logic als Anbieter von 3D-Software ihre Niederlassung in Österreich schloss, wollten sich einige der dort Beschäftigten nicht einfach damit abfinden.”
Dann folgt ein Zitat des Geschäftsführers Christian Huber, über den es im folgenden heißt:
“Heute ist Huber Geschäftsführer von vizrt Austria mit Sitz in Schwaz und damit Teil eines Unternehmens, das seine Wurzeln in Israel hat und als einer der weltweit führenden Anbieter von vollintegrierten Broadcast- und Webcast-Grafiklösungen gilt.”
Eine Gegenüberstellung ist nicht nötig, den Satz kann man, durch drei Worte ergänzt, auch im Jahrbuch lesen.
So geht das dann eigentlich, von einigen Verschiebungen und Ergänzungen abgesehen weiter. Besonders nett, und deshalb bringe ich diesen Satz noch als Beispiel, ist das hier:
“Neben den grafischen Systemen bietet das Unternehmen, das am Neuen Markt in Frankfurt notiert ist, aber auch virtuelle Studiotechnik an.”
Dieser Satz hat im April 2002 durchaus seine Richtigkeit gehabt. Heute schaut die Sache etwas anders aus, denn der “Neue Markt” wurde am 5. Juni 2003 geschlossen.
vizrt ist ein (österreichisches) Unternehmen, das wirklich großartiges im internationalen Umfeld leistet und es verdient, in so einem Jahrbuch hervorgehoben zu werden. Das Unternehmen hat es aber nicht verdient, finde ich, dass dafür ein sechs Jahre alter Text herhalten muss, der nicht mehr aktuell ist und notdürftig etwas verändert wird, damit es keine 1:1 Kopie wird. Der hier wäre wenigstens nur etwas mehr als ein Jahr alt gewesen.
Jetzt komme noch wer und rede von Qualitätsjournalismus… ![]()
Ich bin dann mal kurz weg
Nach neun Monaten ist es mal wieder soweit. Ich darf auf Urlaub fahren und werde in dieser Zeit hier keine Beiträge schreiben. Nach den Osterfeiertagen geht es dann mit aufgetankten Akkus, alten und neuen Ideen weiter. Die ersten Beiträge über Kulturmanagement-Ausbildungsangebote stehen an und ich werde zusammen mit David Röthler die ersten Gehversuche mit Web-Konferenzen bzw. -Vorträgen und -Seminaren unternehmen.
Vielleicht ist meine Schreibpause ja eine Gelegenheit für Sie, in den nächsten Tagen hier in den Archiven herumzustöbern? Ich freue mich auf alle Fälle auf ein Wiederlesen und
wünsche allen ein schönes Wochenende, eine erfolgreiche kommende Woche und ein entspanntes Osterfest.
© delater; Pixelio
Bloggen heißt Geschichten erzählen
Es gibt unzählige Expertinnen, die einem erklären können, worauf zu achten ist, um ein erfolgreiches Blog zu betreiben. Ob Bloggen in fünf oder zehn Schritten beschrieben wird, spielt eigentlich keine Rolle. Will ich erfolgreich sein, geht es um genau zwei Dinge: Ich muss gute Geschichten haben und ich muss sie authentisch erzählen können. Schaffe ich das, ist das Thema eigentlich völlig egal.
Nicht egal ist das Thema auf dem Blog Castroper Geschichten. Es geht um Hans Frackowiak und um Castrop-Rauxel. Hans Frackowiak tut das, was man sich von vielen älteren Menschen wünscht: dass sie aus ihrem Leben erzählen. Der 78-jährige nutzt dazu ein Blog, was zumindest bis heute eher die Ausnahme ist.
Und er nutzt es virtuos. Seine Erlebnisse zu lesen bzw. mitzuerleben ist wahrscheinlich spannender und lehrreicher als jede Form von Geschichtsunterricht. Ich wünsche mir, dass Hans Frackowiak noch viel zu erzählen hat.
Prosit Neujahr
© Siegfried Fries; Pixelio
Alles Gute für 2008, vor allem Gesundheit, Glück und Erfolg!
Yamelo: die musikalische Zeitleiste
Wer erinnert sich nicht gerne an die musikalischen Highlights der Schulzeit oder einfach an die “gute alte Zeit”? Im Juli 1988 etwa brachten die Eagles “Hotel California” heraus und im Februar 1978 schmachtete Umberto Tozzi sein “Ti amo”. Diese beiden Songs und noch viele mehr habe ich auf Yamelo entdeckt, einer Website, auf der man sehr viel Zeit verbringen kann.
Herzstück ist eine Zeitleiste, auf der man sich bis 1965 zurück manövrieren kann. Für jeden Monat werden die jeweiligen musikalischen Highlights als YouTube-Video angeboten. Der Screen oben zeigt, was im Juni 1985 aktuell war. Neben einer Auswahl an Videos gibt es rechts davon noch eine Tagcloud mit den bekanntesten KünstlerInnen des jeweiligen Jahres (siehe oben). Zu finden bzw. zu hören sind aber jeweils nur die bekanntesten Stücke des gewählten Zeitausschnitts, auf den Griff in die Raritätenkiste verzichtet die Seite.
Ich habe den gestrigen Abend damit verbracht, mit Hilfe dieses Angebots lange vergessene Musiktitel auszugraben und wiederzuhören. Tolle Idee und die ideale Beschäftigung für lange Winterabende.
via zweinull.cc

