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Treffpunkt KulturManagement: Location Based Services verbinden online und offline

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Zugegeben, es ist jetzt nicht wirklich neu, wenn ich an dieser Stelle darauf aufmerksam mache, dass die Online- und die Offlinewelt immer mehr zusammenwachsen. Mobile Endgeräte sorgen dafür, dass wir ständig online sind und technologische Entwicklungen wie etwa Augmented Reality sorgen dafür, dass wir die reale und die virtuelle Welt zusammen durch ein Browserfenster sehen können. Derzeit versuchen wir noch, dafür den richtigen Begriff zu finden. Bei Frank Tentler sind es die Smartplaces, ich spreche eher vom digitalen Raum. Aber letzten Endes werden all diese Begriffe wieder verschwinden, weil es in nicht allzu ferner Zukunft nur noch den einen Raum geben wird, in dem die digitale Komponente eine Selbstverständlichkeit sein wird.

Das Rubens House in Antwerpen hat einen bemerkenswerten ersten Schritt in diese Richtung getan. Während wir schon stolz sind, überhaupt im Web ordentlich vertreten zu sein, setzt man dort auf iBeacon, einen im letzten Jahr von Apple eingeführten, “proprietäre(n) Standard für die Navigation in geschlossenen Räumen”, wie es im Wikipedia-Eintrag heißt. Die belgische Firma Prophets hat für das Museum eine App entwickelt, die auf diesen neuen Standard aufbaut und den BesucherInnen des Hauses genau dort zusätzliche Informationen liefert, wo sie sie brauchen. Das Video zeigt recht schön, worin der Mehrwert besteht, wenn ich das Haus besuche.

iBeacon setzt dabei auf Bluetooth und sendet eine Push-Mitteilung, wenn ich in die Nähe des jeweiligen Senders (“Beacon”) komme (siehe dazu: “Prophets brings Rubens to life with iBeacon“).

Nun wird sich nicht jeder gleich so eine App leisten können, zumal es auch hier erst der entsprechenden Konzepte bedarf, aber es gibt ja auch noch Location Based Services, die ebenfalls eine Brücke zwischen Online- und Offlinewelt schlagen und für Kultureinrichtungen von Interesse sein sollten.

Wenn Sie wissen wollen, wie diese ersten Schritte aussehen können und mehr Informationen zu iBeacon bekommen wollen, dann lade ich Sie zum 47. Treffpunkt KulturManagement am 23. Juli 2014 um 9 Uhr ein. Zu Gast ist Rouven Kasten, Social Media-Berater bei der Agentur result und gleichzeitig Organisator des stARTcamps in Köln am 27. September.

Über den Treffpunkt KulturManagement

Der Treffpunkt KulturManagement ist das gemeinsame Onlineformat von Projektkompetenz.euKulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme ist kostenlos, die Installation einer Software nicht notwendig. Es ist zwar kein Nachteil, wenn Sie über eine Webcam und ein Headset verfügen, aber da die Adobe Connect-Plattform, die wir für diese Veranstaltung nutzen, über einen gut funktionierenden Chat verfügt, reicht es, am Mittwoch, den 23. Juli, um 09 Uhr einfach diesen Link anzuklicken und dabei zu sein. Der Treffpunkt KulturManagement ist darüber hinaus auch auf Facebook vertreten und wenn Sie schon vorab wissen wollen, wer alles am 23. Juli dabei sein wird, dann können Sie im bereits angelegten Event nachsehen und sich auch gleich selbst dort anmelden. Ich freue mich, wenn Sie dabei sind.

Hier noch einmal die wichtigsten Infos:

Treffpunkt KulturManagement
Termin: 23.07.2014 von 09:00 bis 10:00
Thema: Location Based Services
Gast: Rouven Kasten

Graph With Stacks Of Coins
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Kulturmarketing: ein wenig Push, ein wenig Pull und jede Menge Datenmaterial

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Bild: Graph With Stacks Of Coins“; von Ken Teegardin (CC BY-SA 2.0) auf Flickr

In seinem Vortrag “Von der Push- zur Pull-Kultur” hat Carsten Winter, Professor für Medien- und Musikmanagement an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover, vor vier Jahren auf der stARTconference recht schön beschrieben. welchen fundamentalen Wandel wir, hervorgerufen durch die technologischen Entwicklungen, gerade erleben (eine erweiterte Fassung seines Vortrags ist zu finden in: Social Media im Kulturmanagement (Affiliate Link)). Aber die schöne heile Welt hielt nicht lange, durch den Gang an die Börse ging bei Facebook die Entwicklung eher wieder in die andere Richtung, zurück zur Push-Kultur. Wer aber auf bezahlte Postings setzte, dem wurde schnell vorgeworfen, Social Media nicht zu verstehen und das Social Web zugrunde zu richten. Viel hat sich nicht geändert, auch heute stehen die meisten den bezahlten Postings eher kritisch gegenüber. In der Diskussion bewegen wir uns häufig auf der Werteebene, es ist ja auch nicht so leicht, Argumente dafür oder dagegen zu finden.

Umso interessanter ist ein Blogbeitrag, den Christian Holst, Mitbegründer der stARTconference und Referent für Marketing und Social Media am Opernhaus Zürich, vor einiger Zeit verfasst hat. In seinem Beitrag “Content war King” beschreibt er recht detailliert, warum es für die Oper in Zürich Sinn macht, auf bezahlte Postings zu setzen. Mit dem Aufkommen der Pull-Kultur sei das Push-Marketing aber nicht abgeschafft worden, meint Holst. Die Oper Zürich setzt seit einiger Zeit auf bezahlte Postings und hat damit sehr gute Erfahrungen gesammelt, denn die Kosten pro verkauftem Ticket liegen weit unter denen anderer Kanäle. Um das herauszufinden, bietet Facebook sogenannte Conversion Pixel an, mit deren Hilfe sich die Investitionsrendite von Facebook-Werbeanzeigen messen lässt.

Christian Holst hat zu diesem Thema schon beim stARTcamp RuhrYork im Dortmunder U eine Session gehalten und nicht nur interessante Zahlen präsentiert, sondern auch eine spannende Diskussion ausgelöst. Ich persönlich bin froh, dass wir so allmählich dazu übergehen, den Erfolg unserer Social Media-Aktivitäten mit Zahlenmaterial zu untermauern. Als ich in den letzten zwei Jahren hier im Blog einige Beiträge über den Return on Investment schrieb, wurde sehr oft behauptet, man wolle und könne den Erfolg von Social Media nicht messen. Das Beispiel der Oper Zürich zeigt, dass man mittlerweile sehr wohl den Erfolg der eigenen Kampagnen auf Facebook messen kann, allerdings muss man natürlich schauen, in welchem Umfeld so eine (Facebook)-Kampagne läuft. Oft greift so eine  einzelne Kennzahl zu kurz, denn ich würde zum Beispiel behaupten, dass die Reputation ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor einer solchen Kampagne sein kann. Eine bekannte Kultureinrichtung, der viele UserInnen vertrauen, tut sich mit einem bezahlten Posting (und damit gekaufter Reichweite) wesentlich leichter, jemanden auf diesem Weg zum Kauf eines Tickets zu animieren als eine völlig unbekannte und kleine Kultureinrichtung, die noch niemand kennt.

Außerdem werden beim Conversion Tracking, das Facebook anbietet, natürlich alle anderen Aktivitäten ausgeblendet. Vielleicht habe ich in der Stadt Zürich, um bei diesem Beispiel zu bleiben, die Plakate der nächsten Operninszenierung gesehen, in der Zeitung ein Interview mit dem Regisseur gelesen und werde durch dieses (bezahlte) Posting endgültig dazu animiert, mir ein Ticket zu lösen. Oder ich werde daran erinnert.

Aber auch wenn es sich hier nur um eine einzelne Kennzahl handelt, so geht doch die Entwicklung genau in diese Richtung. Ein aktuelles Blogpost auf der Seite der Beraterfirma McKinsey macht deutlich, dass Marketing zukünftig immer mehr auf die Analyse von Datenmaterial setzen wird. In “Using marketing analytics to drive superior growth” vetreten die Autoren den Standpunkt, dass es mittlerweile zwar sehr viele Möglichkeiten gebe, an Kennzahlen zu kommen, es nun aber darum gehe, diese miteinander zu verknüpfen, um am Ende den “Marketing Return on Investment” (MROI) errechnen zu können, denn

“(w)e believe that taking an integrated analytics approach is the key to uncovering meaningful insights and driving above-market growth for brands”.

Mit dem von Christian Holst beschriebenen Conversion Tracking ist ein erster Schritt getan, weitere werden folgen müssen. Der “integrated analytics approach” setzt aber voraus, dass wir uns in einem ersten Schritt überlegen, welche Ziele wir eigentlich verfolgen, um dann heraus zu finden, mit welchen Kennzahlen wir den Erfolg abbilden können.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema wissen möchten, lade ich Sie ganz herzlich zum 46. Treffpunkt KulturManagement ein, der am 25. Juni 2014 von 9 bis 10 stattfindet. Zu Gast ist am Mittwoch Christian Holst, die Veranstaltung findet online statt.

Über den Treffpunkt KulturManagement

Der Treffpunkt KulturManagement ist das gemeinsame Onlineformat von Projektkompetenz.euKulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme ist kostenlos, die Installation einer Software nicht notwendig. Es ist zwar kein Nachteil, wenn Sie über eine Webcam und ein Headset verfügen, aber da die Adobe Connect-Plattform, die wir für diese Veranstaltung nutzen, über einen gut funktionierenden Chat verfügt, reicht es, am Mittwoch, den 25. Juni, um 09 Uhr einfach diesen Link anzuklicken und dabei zu sein.

Hier noch einmal die wichtigsten Infos:

Treffpunkt KulturManagement
Termin: 25.06.2014 von 09:00 bis 10:00
Thema: Zurück zum guten alten Push-Marketing?
Gast: Christian Holst (Opernhaus Zürich/Referent für Marketing und Social Media)
Link: https://proj.adobeconnect.com/treffpunktkulturmanagement/

scry14
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#scry14: Wir haben tief gegraben

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Vielleicht kennen Sie dieses Gefühl: Sie haben diese Pralinen schon mal gekostet und wissen, dass sie verdammt gut sind. Nun liegt eine vor Ihnen und gleich dürfen Sie sie sich auf der Zunge zergehen lassen. Sie schmecken vielleicht sogar noch ein wenig besser als Sie es in Erinnerung haben. Und dann ist dieser Moment schon wieder vorbei und es bleibt Ihnen nur, sich auf die nächste Praline zu freuen.

So ähnlich geht es mir mit den stARTcamps und deshalb trifft es sich gut, dass der Produzent dieser Pralinen, das Dortmunder Unternehmen Pott au Chocolat auch Sponsor des stARTcamps RuhrYork ist. Das fand dieses Jahr im Dortmunder U statt, dem Zentrum für Kunst und Kreativität. Ich mag diese Architektur, und diese Dimensionen… wo ist schon so viel Platz für Kunst und Kultur?

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© Hannes Woidich

Die Anreise nach Dortmund war gar kein Problem, weil sich Rouven Kasten netterweise bereit erklärt hatte, mich vom Flughafen abzuholen. Mit der Bahn hätte ich das nach den Unwettern zwar auch irgendwie geschafft. Aber ganz sicher nicht so schnell. So konnte ich bei Tag eins des stARTcamp RuhrYorks dabei sein, an dem wie im letzten Jahr ein Bootcamp auf dem Programm stand. Angekündigt als Angebot für EinsteigerInnen in die Materie, kann man dort auch als “alter Hase” noch ziemlich viel mitnehmen. Für mich war es zum Beispiel sehr hilfreich, mehr über das Thema Location Based Services zu erfahren. Welche Kultureinrichtungen nutzen denn schon iBeacon beziehungsweise wer weiß denn überhaupt, was das ist? Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, dann werfen Sie mal einen Blick in dieses Video (bzw. den Text), dort werden Sie sehen, was zum Beispiel Museen damit machen.

Wer nach diesem “Zirkeltraining” noch nicht genug hatte, konnte beim Treffen der Social Web Investigators dabei sein. Frank Tentler, Gründer dieser Facebookgruppe, hatte zu einem Treffen eingeladen und ein sehr spannendes Programm zusammen gestellt. Gamification, Design und Recht waren die Themen. Altbekannte Gesichter wieder sehen, neue Gesichter kennen lernen, für mich ist der Austausch mit Anderen ein ganz wichtiger Bestandteil solcher Veranstaltungen. Irgendwann machte sich dann bei mir Müdigkeit bemerkbar, ich war ja doch ziemlich früh aufgestanden und wollte am nächsten Tag halbwegs fit sein.

#scry14

An diesem nächsten Tag stand dann das eigentliche stARTcamp auf dem Programm. Perfekt vorbereitet vom Organisationsteam (auch an dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön!)

ging es um halb zehn mit Vorstellungsrunde und Sessionplanung los. Das besondere an dieser Vorstellungsrunde: Erlaubt sind der Name und drei Hashtags, mit denen man sich selbst beschreibt oder seine Interessen öffentlich macht. In der Vorbereitung auf diesen großen Moment wählen die TeilnehmerInnen ganz unterschiedliche Vorgehensweisen. Einige verwenden immer die gleichen Hashtags, andere lernen sie davor auswendig oder setzen sich in eine der hinteren Reihen, um sich seelisch darauf vorzubereiten. ;-)

Dann der große Moment: Wer bietet welche Sessions an? Um es kurz zu machen, am Ende standen jede Menge interessanter Themen auf der großen Tafel und es war schwer, sich zwischen den verschiedenen Sessions zu entscheiden. Los ging es für mich mit Christian Holst, der von seinen Erfahrungen mit bezahlten Facebookpostings berichtete (siehe dazu auch seinen Blogbeitrag “Content war King“). Das Opernhaus Zürich pusht auf diese Weise seit einiger Zeit bestimmte Postings und hat damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Dank des Einbau eines Pixels lässt sich sehr genau feststellen, wer von diesem Posting aus in den Ticketshop “wandert” und dort ein Ticket erwirbt. Die Kosten pro verkauftem Ticket seien auf Facebook wesentlich niedriger als auf allen anderen Kanälen, sagten Holst im Hinblick auf die Aktivitäten seines Opernhauses und stellte die Frage in den Raum, ob es nicht besser wäre, wieder mehr auf Push als auf Pull zu setzen? Eine in meinen Augen spannende Frage, die sich nicht so einfach beantworten lässt. Ich glaube, wer über eine entsprechend hohe Reputation verfügt, wie zum Beispiel die Oper in Zürich, kann auf diese Weise durchaus erfolgreich sein und die Kosten pro verkauftem Ticket verringern. Eher unbekanntere Kulturbetriebe werden da unter Umständen nicht so gut aussteigen, denn während die UserInnen dem Opernhaus vertrauen und so kurz entschlossen ein Ticket erwerben, muss dieses Vertrauen von den kleineren Betrieben erst aufgebaut werden. Die Konsequenz: Es werden sehr viel weniger UserInnen als Reaktion auf das Posting ein Ticket kaufen, die Kosten pro verkauftem Ticket sind also höher als beim Opernhaus Zürich.

Mit Zahlen und Statistiken ging es für mich weiter. Christian Gries zeigte am Beispiel des internationalen Museumstags, wie sehr sich die Welt in den letzten Jahren verändert hat. Ein Museum kann es sich heute eigentlich nicht leisten, nur analog aktiv zu sein. Gries beschäftigte sich mit verschiedenen Formaten, unter anderem den Tweetups, und versuchte die Vorteile herauszuarbeiten. “Steter Tropfen höhlt den Stein”, das ist sein Motto und so versucht er gemeinsam mit den Kulturkonsorten Museen mit Hilfe neuer Formate und aktueller Zahlen davon zu überzeugen, im digitalen Raum aktiv(er) zu werden.

Danach war ich an der Reihe und beschäftigte mich in meiner Session mit den nächsten Schritten im Bereich Social Media Marketing. Hier sind die Folien zu finden, ich werde dazu aber noch ein eigenes Blogpost schreiben.

In der für mich letzten Session des Tages ging es um Vine-Videos. Als Nutzer der ersten Stunde und Anbieter von Workshops zu diesem Tool, das mittlerweile weltweit von 40 Mio. UserInnen verwendet wird, erklärte und zeigte uns Franz-Josef Baldus, wie sich diese maximal sechs Sekunden langen Videos auch für unser Marketing einsetzen lassen.

Fazit: Ich möchte die stARTcamps nicht missen, nicht nur weil man dort so nette Leute trifft, sondern weil ich dort sehr viel Neues erfahre und mich auf hohem Niveau mit anderen ExpertInnen austauschen kann. “Wir haben tief gegraben” habe ich in Anlehnung an das Motto des stARTcamps RuhrYork dieses Blogpost überschrieben. Hier wurde dieses Mal wirklich tief gegraben un das tolle ist: Hier kann jede/r mitgraben.  Wen ich jetzt neugierig gemacht habe, sollte sich den 27. September 2014 vormerken. An diesem Tag findet in Köln das nächste stARTcamp statt. Von den 30 Early-Bird-Tickets sind im Moment nur noch zwei übrig, aber mit 20 Euro ist das normale Ticket auch nicht wirklich teuer.

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Content Marketing: das große Missverständnis

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Bild: 28th June 2012“; von themostinept (CC BY-SA 2.0) auf Flickr

Content Marketing sei spätestens seit dem von Red Bull inszenierten Weltraumsprung Felix Baumgartners die Schlüsseldisziplin der Unternehmenskommunikation, beginnt ein kurzer Artikel über den aktuellen Social Media Trendmonitor. Der besagt, dass immer mehr Kommunikationsabteilungen auf Content Marketing setzen, sowohl im Profit- als auch im Non-Profitbereich.

Gute Inhalte statt Werbung, um neue KundInnen zu erreichen, das klingt natürlich verlockend und so haben sich auch die Kultureinrichtungen auf die Suche nach einzigartigen Inhalten gemacht. Storytelling steht seitdem hoch im Kurs und so werden sämtliche Register gezogen, um mit tollen Geschichten das Publikum anzulocken oder zum Kauf von Filmen, Musik, Büchern etc. zu bewegen. Nur leider passiert da meist gar nicht viel und wenn die Verkaufszahlen nach dem fünften oder sechsten Blogpost noch nicht angestiegen sind, lassen es viele wieder bleiben. Die Zweifler sehen sich dann darin bestätigt, dass das Internet ja eh überbewertet sei und man deshalb nicht mehr Ressourcen dafür zur Verfügung stellen müsse.

Diese Sichtweise bezeichnet Rand Fishkin als das größte Missverständnis des Content Marketing. In der Ausgabe seines Video-Magazins “Whiteboard Friday” spricht er über “The Greatest Misconception in Content Marketing” (Video und Transkription) und meint:

“People think that the reason you’re putting out content is so that someone will consume that content and be inspired from it to go and make a purchase.”

Viele glauben, so Fishkin, man müsse nur einfach tolle Inhalte produzieren, die über die sozialen Netzwerke verteilt werden und dann nur darauf warten, dass ein bestimmter Prozentsatz derer, die damit in Berührung kommen, das Angebot wahrnehme. Zwar sei es wichtig , so der Autor weiter, viele Inhalte zu produzieren und die auch über die sozialen Netzwerke zu verteilen. Aber dass dadurch einfach so eine Kaufentscheidung ausgelöst werde, sei ein Irrglaube. Der Weg vom Inhalt zur Kaufentscheidung sei ein viel längerer, gibt sich Fishkin überzeugt.

Die Wirklichkeit sieht für ihn ganz anders aus. Die Menschen würden immer und immer wieder den Ort, an dem sie den Content finden, besuchen und so langsam Vertrauen fassen. Fishkin spricht von einem Bankkonto, auf dem wir aber kein Geld ansammeln:

“There are experiences and touches with your brand. Those content touches, and those social media touches, and those touches that come through performing a search and seeing you listed there, those build up the capital in the account.”

Es geht also um eine ganze andere Art von Kapital, um positive Assoziationen, die wir mit einer Marke verbinden, um uns dann, wenn der Bedarf besteht, ihrer zu erinnern und das Angebot in Anspruch nehmen.  Aber diese Art Kapital anzuhäufen ist sehr aufwendig und die meisten geben viel zu schnell wieder auf.

Und noch einen Fehler spricht Fishkin in dieser Ausgabe des Whiteboard Friday an: Wir konzentrieren uns auf den viralen Erfolg, also die Verbreitung unserer Inhalte und vergessen dabei auf entsprechende Verlinkung zu achten, extern und intern. Statt unsere Bloginhalte mit der Hauptseite zu verbinden, Google+ zu nutzen, um die Suchergebnisse zu beeinflussen und entsprechende Keywords festzulegen, über die wir gesucht und gefunden werden, konzentrieren wir uns auf diesen einen Artikel, der ganz alleine für sich steht und aus uns bisher unbekannten LeserInnen ein zahlendes Publikum machen soll. Weil die Inhalte so toll sind…

Die meisten KundInnen oder BesucherInnen gewinnen wir, indem wir es schaffen, dass sie immer wieder zu uns zurückkommen. Die Customer Journey macht klar, dass dieser Weg lang ist und es auf jeden einzelnen dieser Touchpoints, über die wir weitere Inhalte zur Verfügung stellen ankommt. Fishkin wählt am Ende seines Vortrags das Bild einer Fussballmannschaft, um zu veranschaulichen, dass nicht nur der Torschütze im Blickpunkt stehn sollte, sondern auch die, die die Pässe davor geschlagen haben. Auf das Content Marketing übertragen heißt das: Jeder einzelne Inhalt stellt ein wichtiges Mosaiksteinchen dar, um am Ende den Ball ins Tor zu bringen beziehungsweise das Geld in die Kasse. Content Marketing ist ein Prozess, der entwickelt werden muss. Wenn es heißt “schreib mal schnell ein Blogpost für die morgige Veranstaltung”, dann ist das vermutlich Zeitverschwendung. Das gilt auch für kurzfristig angesetzte Kampagnen, wenn keine Substanz vorhanden ist.

Der Kunst- und Kulturbereich hat, wenn es um die Entwicklung der jeweiligen Angebote geht, sehr lange Vorlaufzeiten. Alles muss geplant und auch inhaltlich entwickelt und vorbereitet werden. Oft wird das als Nachteil empfunden, aber für das Content Marketing ist das ideal. Je früher ich damit beginne, die Inhalte zu produzieren und zur Verfügung zu stellen, desto eher gebe ich anderen die Chance, mir zu vertrauen und an den Punkt zu kommen, wo sie mein Angebot annehmen können und wollen. Hier das richtige Konzept zu entwickeln ist nicht ganz einfach, aber es lohnt sich.

Couscous
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Kulturmarketing: der Blick über den Tellerrand

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Bild: Couscous“; von Myriam M.J. Rondeau (CC BY-SA 2.0) auf Flickr

Oft werde ich gefragt, warum ich so vielen Accounts auf Twitter folge, die mit Kunst und Kultur gar nichts zu tun haben. Die Antwort ist eigentlich recht einfach: Erstens möchte ich nicht in einer Filterblase landen und zweitens lohnt sich der Blick über den Tellerrand. Ich zumindest lerne sehr viel von Menschen, die in ganz anderen Bereichen tätig sind und bekomme so immer wieder neue Anregungen, die sich vielleicht auf den Kulturbereich übertragen lassen. Ich beschränke mich dabei nicht nur auf Twitter, sondern lese auch gerne Blogs, zum Beispiel das Blog “Essen kommen!” der Fleischerei Freese. So ein Beitrag etwa könnte auch auf einem Blog einer Kultureinrichtung stehen. Gute Produktqualität, Kundenservice, eine übersichtliche Website und ein Blog, das nicht nur die eigenen Angebote bewirbt, all das braucht auch, wer im Kunst- und Kulturbereich erfolgreich sein möchte.

Bleiben wir im Gastronomiebereich, da bietet zum Beispiel ein Restaurant eine ganz interessante Form der Bezahlung an: Pay by picture. Wer ein Bild von seinem Essen macht, es auf Instagram lädt und mit dem Hashtag #BirdsEyeInspirations versieht, muss dafür kein Geld mehr auf den Tisch legen. Das Modell erinnert an Pay with a Tweet, über das ich schon vor längerer Zeit mal einen Blogbeitrag geschrieben habe. Im Endeffekt bezahle ich als KundIn, UserIn, etc. nicht mit Geld, sondern mit Aufmerksamkeit. Letzten Endes funktionieren auch die Tweetups nach diesem Prinzip. Ich komme in den Genuss einer kostenlosen Führung und “bezahle” mit Bildern (Instagram) oder Tweets.

Ganz interessant ist der Hinweis von Todd Wasserman auf das Thema Earned Media. In seinem Beitrag “Instagram to Pay Your Bill at This Pop-Up Restaurant“, durch den ich auf das Restaurant aufmerksam geworden bin, schreibt er:

“Consumers are finally getting something in return for their contribution to earned media.”

Earned Media, “das ist der Bereich des Social Web, der nicht mir gehört”, habe ich in meinem Blogbeitrag “Wie wir die digitalen Medien nutzen können” geschrieben. Es sind die anderen, die hier über mich schreiben, Martin Oetting, auf den ich mich im Beitrag beziehe, schreibt in seinem Beitrag, dass es darum gehe, die UserInnen zu dieser Form der Kommunikation zu “inspirieren”.

Warum sind Earned Media überhaupt so wichtig, geht es nicht eher um die eigenen Inhalte? Gerade die Entwicklung bei Facebook zeigt, wie Kultureinrichtungen von den Fans profitieren können. Wenn die Sichtbarkeit der eigenen Facebookseite immer schlechter wird und das nicht am eigenen Unvermögen, sondern an Facebook und seinen Algorithmen liegt, dann gilt es, andere Wege zu finden, um den Newsfeed meiner Fans zu kommen. Earned Media sind so ein Instrument, denn während die Postings von Facebookseiten immer mehr in Bedrängnis geraten, klappt die Kommunikation unter Freunden recht gut. Berichtet also jemand über seinen gestrigen Theaterbesuch, dann wird ein großer Teil seines Netzwerks das entsprechende Posting im eigenen Newsfeed finden.

Wie könnte so etwas in der Praxis aussehen? Soll jemand, der einen Bericht über eine Ausstellung, ein Konzert oder eine andere Veranstaltung schreibt, dafür dann eine kostenlose Karte erhalten? Und was ist, wenn der Bericht das Ereignis kritisiert? Das ist alles gar nicht so einfach, denn das Prinzip aus dem Restaurant lässt sich nicht so leicht übertragen. Im Restaurant bestelle ich das Essen und wenn ich dann währenddessen ein Bild auf Instagram poste, dann bleibt mir die Rechnung erspart. Andernfalls muss ich am Ende zahlen.

Im Kulturbereich zahlt man in der Regel vor- und nicht nachher. Das bedeutet, die BesucherIn muss sich davor entscheiden und nicht danach. Als RestaurantbesucherIn ist es einfach: Ich esse dort und dann entscheide ich, ob ich ein Bild poste oder zahle. Gehe ich ins Theater, erwerbe ich vorab das Ticket. Im guten Glauben, ich würde schon darüber berichten, wird das wohl nicht funktionieren, das bedeutet, es müssen erst einmal alle zahlen. Wer jetzt ein Bild postet oder einen Beitrag schreibt, bekommt… ja, was eigentlich? Das Geld wieder zurück oder ein Ticket für eine andere Veranstaltung? Beides ist schwierig beziehungsweise unsinnig und somit nicht wirklich durchführbar. Möglich wäre es, BloggerInnen oder Social Media-Influencer Tickets zur Verfügung zu stellen, um ihnen so die Möglichkeit zu bieten, über mein Angebot zu berichten. Aber das machen viele Kultureinrichtungen bereits, insofern stellt sich die Frage, ob es klug ist, dabei auf Texte zu setzen. Vermutlich ist es viel sinnvoller, so wie das Restaurant mit Bildern zu arbeiten. Das schließt aber einige Sparten aus, denn im Theater wird man es nur begrenzt lustig finden, wenn während der Aufführungen ständig Fotos geschossen werden.

Das bedeutet: Dieser Ansatz funktioniert nur dort, wo Fotos gemacht werden dürfen und gleichzeitig die Bezahlung erst am Ende erfolgt. Das ist aber nicht besonders motivierend, schließlich wollen wir Planungssicherheit und sind froh um jedes Ticket, das wir vorab verkaufen. So wirklich überzeugend ist dieser Ansatz auch nicht. Gibt es hier einen Ausweg? Mir fällt dazu ein, dass man den InteressentInnen die Restkarten nicht günstig verkauft, sondern ihnen Fotomaterial zur Verfügung stellt, das sie dann teilen müssen, um ein kostenloses Ticket zu erhalten.

Sie sehen schon, es ist gar nicht so einfach, hier eine Variante zu finden, die allen Kultureinrichtungen gerecht wird. Zu groß sind die Unterschiede. Aber versuchen sollte man es trotzdem, die Tweetups sind, wie gesagt, ein schönes Beispiel dafür. Welche Ideen fallen Ihnen dazu ein? Sehen Sie eine Möglichkeit, diesen Ansatz so zu adaptieren, dass er auch für Theater, Opernhäuser, Museen, etc. interessant wird. Fällt Ihnen dazu was ein, schreiben Sie Ihre Idee doch einfach als Kommentar unter diesen Beitrag. Ich bin gespannt.

Crowdfunding
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Crowdfunding in 11 Schritten (Teil III)

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Bild: Crowdfunding“; von Rocío Lara (CC BY-SA 2.0) auf Flickr

Nun hat es mit dem dritten Teil meiner kleinen Serie über Crowdfunding doch etwas länger gedauert, ich bitte um Verzeihung. Wenn Sie direkt von einer der Suchmaschinen oder einem sozialen Netzwerk hierher gesprungen sind, hier finden Sie Teil I und Teil II. Nachdem Sie Ihr Vorhaben und die Crowdfunding-Kampagne sorgfältig geplant haben und auch wissen, welche Kosten anfallen, geht es im nächsten Schritt um die Frage, für welche Plattform Sie sich entscheiden sollen beziehungsweise ob es vielleicht auch Sinn macht, die Kampagne auf der eigenen Seite durchzuführen?

Schritt 5: Wählen Sie die richtige Plattform

Die Zahl der Crowdfunding-Plattformen nimmt fast täglich zu, deshalb macht es wenig Sinn machen, hier eine Liste zu erstellen, denn es würde sich immer nur um eine Momentaufnahme handeln. Hinzu kommt, es gibt einige solcher Listen. Recht aktuell hat sich das Online-Magazin t3n mit dem Thema beschäftigt und die wichtigsten deutschsprachigen Plattformen aufgelistet und vorgestellt. Die Liste auf crowdfunding.de enthält auch regionale Plattformen, eine interessante Alternative für Projekte, die nur in einem regionalen Umfeld umgesetzt werden sollen und deshalb häufig auch nur für regionale UnterstützerInnen interessant sind. Auf Ikosom ist eine Liste zu finden, in der die europäischen Plattformen gesammelt wurden beziehungsweise werden, denn es handelt sich hier um eine gecrowdsourcte Liste. Hier lohnt es sich, einen Blick in den Kommentarbereich zu werfen, in dem viele Ergänzungen zu finden sind.

Aber natürlich gibt es auch außerhalb Europas unzählige Plattformen. Die größte von ihnen ist Kickstarter, eine Plattform, auf der im letzten Jahr  3 Mio. Menschen rund 480 Mio. USD in Projekte steckten, von denen knapp 20.000 erfolgreich finanziert werden konnten (siehe hier die Zusammenstellung für das Jahr 2013).

Plattformen setzen nicht nur auf das regionale Umfeld, sondern spezialisieren sich auch auf bestimmte Inhalte. SellaBand etwa hat sich auf die Musikbranche konzentriert, KraftCrowd versteht sich als Plattform für die Region Murtal in der Steiermark. Vor Ihrer Entscheidung müssen Sie immer abwägen, ob die Plattformen Ihren Ansprüchen und Erwartungen entsprechen. Plattformen, die sich auf eine Region konzentrieren oder einen Bereich spezialisieren, verfügen vermutlich über die entsprechenden Zielgruppen. Wer sich nicht für Filmprojekte interessiert, wird kaum auf einer Plattform zu finden sein, auf der Filmprojekte finanzielle Unterstützung suchen. Große Plattformen  verfügen natürlich über wesentlich mehr BesucherInnen, aber vielleicht interessieren die sich alle nicht für Ihr Vorhaben? Verschaffen Sie sich einen Überblick, welche Projekte auf den verschiedenen Plattformen erfolgreich sind und welche nicht. Auf diese Weise bekommen Sie hoffentlich ein Gefühl dafür, welche Plattform die richtige für Sie ist.

Unter Umständen haben Sie ein Produkt, das Sie international verkaufen wollen oder ein Projekt, das sich an eine internationale Zielgruppe richtet. In diesem Fall kommen natürlich auch Plattformen im Ausland für Sie in Frage. Allerdings sollten Sie in dem jeweiligen Land oder den Ländern auch über ein entsprechendes Netzwerk verfügen, ansonsten nimmt man Sie und Ihr Projekt dort einfach nicht wahr. Hilfreich sind außerdem Kontakte, die über andere Kanäle auf Ihr Vorhaben aufmerksam machen, zum Beispiel eine Fachzeitschrift. Wenn Sie auf Kickstarter etwa eine Kampagne laufen haben und am Ende konnten Sie nur UnterstützerInnen aus dem deutschsprachigen Raum gewinnen, dann ist da was falsch gelaufen.

Einige Punkte, auf die Sie bei der Auswahl der Plattform achten sollten:

  • Laufen auf der Plattform aktuell Kampagnen oder ist dort schon seit Wochen oder Monaten nichts mehr los?
  • Welche Bereiche werden auf der Plattform abgedeckt, passt Ihr Vorhaben zu der Plattform?
  • Welche Kosten/Gebühren verlangen die BetreiberInnen für die Nutzung ihrer Plattform (Vergessen Sie nicht, diese Kosten in Ihr Budget hineinzunehmen!)?
  • Welche Bezahlmethoden werden angeboten? Entsprechen die Ihrer Zielgruppe? Fallen dabei zusätzliche Gebühren an, z.B. wenn PayPal verwendet wird?
  • Müssen sich Ihre UnterstützerInnen auf der Plattform registrieren und wenn ja, wie?
  • Welche Unterstützungsleistungen bieten die PlattformbetreiberInnen an? Ist der Support (Email- oder telefonische Beratung, Workshop) kostenlos oder kostenpflichtig? Welche Kosten können entstehen (auch diese dann bitte ins Budget reinnehmen)?
  • Welche Kontaktmöglichkeiten bietet die Plattform, gibt es einen persönlichen Ansprechpartner?
  • Welche Möglichkeiten werden Ihnen geboten, Ihr Vorhaben auf der Plattform zu präsentieren? Welche Sharing-Funktionen existieren?
  • Können Sie mit Ihren UnterstützerInnen kommunizieren und wenn ja, über welche Kanäle (Blog, Newsletter, Email)?

Das sind in meinen Augen die wichtigsten Fragen, die man sich vor Beginn der Kampagne stellen sollte. Unter Umständen sind auch die Zugriffszahlen oder die Erfolgsquote für Sie von Interesse, in dem Fall versuchen Sie auch das herauszufinden oder zu erfragen.

Sie sehen, es gibt einige Punkte zu beachten, so einfach ist es also gar nicht, die für Sie passende Plattform zu finden. Eventuell wollen Sie Ihre Kampagne gar nicht auf einer Plattform ablaufen lassen, sondern spielen mit dem Gedanken, die eigene Website dafür zu verwenden. Grundsätzlich ist das kein Problem, es gibt mittlerweile eigene Plugins, mit deren Hilfe sich die eigene Website entsprechen “aufrüsten” lässt. Vor allem bei WordPress ist die Auswahl gar nicht so klein.

Die Frage ist eher, ob es sinnvoll ist. Im Vordergrund steht meiner Ansicht nach die Frage, wer die größere Reputation hat, Sie oder die Plattform? Kennt Sie kein Mensch, würde ich eine Plattform bevorzugen, sind Sie ein Star, ziehen Sie die Kampagne auf Ihrer Seite durch. Es geht um die Frage, wie Sie das Vertrauen Ihrer potenziellen UnterstützerInnen gewinnen können? Haben Sie eine große Community, mit der Sie engem Kontakt stehen, haben Sie deren Vertrauen bereits gewonnen. Ist das Vertrauen noch nicht vorhanden, lassen Sie sich von der Plattform “helfen”.

Auch nicht ganz unwichtig ist die Frage von Funktionalität und Design. Die Plattformen haben ihre Abläufe und wissen, dass sie funktionieren. Natürlich können Sie sich mit den gängigen Bezahlmethoden vertraut machen, ein eigenes Treuhandkonto eröffnen und sich eigene AGBs für die Kampagne zulegen (meist gibt es die schon), aber das kostet Zeit, Zeit, die Sie vielleicht lieber für Ihre Kampagne beziehungsweise für das Projekt verwenden möchten.

Die richtige Entscheidung, ob Sie eine Plattform nutzen und wenn ja, welche, erleichtert Ihnen Ihre Arbeit und erhöht, so denke ich, auch die Erfolgschancen. Haben Sie eine Entscheidung getroffen, fehlen gar nicht mehr so viele Dinge, um so richtig loszulegen. Im nächsten Teil der Serie geht es um die Frage, wie lange die Kampagne laufen soll und was es mit den Gegenleistungen auf sich hat.

Gibt es Ihrer Meinung nach noch Punkte, die bei der Auswahl der Plattform wichtig sind, lassen Sie es uns doch bitte wissen. Am einfachsten geht das per Kommentar.

#scmuc14 im Literaturhaus München
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Von Sonne, Social Media und stARTcamps

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Eines steht fest, der Wettergott ist ein stARTcamp-Fan. Nachdem schon in Münster das Wetter super war, gab es auch gestern in München nichts zu meckern. Sonne pur, so macht es Spaß, vor allem bei solchen Dachterassen. Vielleicht hätte ich noch länger bleiben sollen, denn hier in Wien regnet es Bindfäden, während mir Twitter verrät, dass es in der bayerischen Landeshauptstadt immer noch schön ist. Wettermäßig kann es also auf alle Fälle so weiter gehen, am 14./15. Juni steht das stARTcamp RuhrYork in Dortmund auf dem Programm.

Was die Inhalte betrifft, weiß ich, dass es wieder ein spannendes Programm geben wird, denn interessanterweise unterscheiden sich die Inhalte von stARTcamp zu stARTcamp gar nicht so sehr. Crowdfunding ist eines der Themen, die im Kunst- und Kulturbereich auf riesengroßes Interesse stoßen. Während in Münster Steffen Peschel erklärte, worauf es bei dieser neuen Form der Kulturfinanzierung ankommt, berichtete gestern Anke von Heyl von ihren Erfahrungen mit einem auf diesem Weg erfolgreich finanzierten Projekt. Crowdfunding, das ist für mich ohne Social Media gar nicht möglich, deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass der erste und wichtigste Schritt im Aufbau eines eigenen Netzwerks besteht. Wem erst mit dem Beginn der Crowdfundingkampagne einfällt, sich Leute zu suchen, die sich dafür interessieren könnten, ist spät dran und wird vermutlich Schwierigkeiten bekommen, die Zielsumme zu erreichen.

Crowdfunding, das ist für mich auch ein Beispiel dafür, dass wir zwar jetzt fast alle im Social Web sind, zumindest auf Facebook. Aber da sein genügt nicht, jetzt geht es um die Frage, was wir dort machen, welche Ideen uns dazu einfallen, um diejenigen zu erreichen, die sich für Kunst und Kultur interessieren könnten beziehungsweise sich schon  dafür begeistern.

Eröffnung #scmuc14

Das war auch der Tenor der Worte von Christian Gries, der die Kultureinrichtungen in seiner Eröffnungsrede dazu aufforderte, mehr Mut zu zeigen im Umgang mit dem Social Web. Wie so etwas aussehen kann, zeigte Vivi D’Angelo am Beispiel von “Invasioni Digitali”, einer aus Italien kommenden Idee, die einige Ähnlichkeiten mit den mittlerweile bekannten Tweetups aufweist. In einem Beitrag auf dem Blog der Kulturkonsorten hat sie nicht nur beschrieben, wie solche Aktionen ablaufen, sondern auch gleich von den eigenen Aktivitäten berichtet. Auch hier handelt es sich um den Versuch, nicht einfach nur über die verschiedenen Social Media-Kanäle auf eigene Veranstaltungen oder Angebote hinzuweisen, sondern online und offline miteinander zu verbinden, den nächsten Schritt zu tun.

Aber wer sich die Sessionpläne anschaut, erkennt recht schnell, dass es trotzdem noch um die diversen Social Media-Kanäle geht. Foursquare, Twitter, Facebook oder Blogs, sie alle entwickeln sich weiter und stellen uns vor neue Herausforderungen. Für mich war besonders die gestrige Facebook-Session interessant. Wie sollen Kultureinrichtungen darauf reagieren, dass Facebook am Algorithmus “geschraubt” hat und die Sichtbarkeit der Postings auf den seiten stark nachgelassen hat? Macht es Sinn, auf gesponserte Beiträge zu setzen und dafür zu zahlen? Oder gibt es andere Möglichkeiten, wieder präsenter zu sein? Die Fragen lassen sich gar nicht so einfach beantworten, denn nicht jede Kultureinrichtung kann so wie ich ohne große Probleme über  ein Profil kommunizieren, mit dem vieles doch viel leichter geht. Warum auch sollten die MitarbeiterInnen ihre persönlichen Profile, die sie sonst nur privat nutzen, plötzlich ihrem Arbeitgeber zur Verfügung stellen? Da ist es dann auch nicht so ganz einfach, die Fans dazu zu bewegen, über die Veranstaltungen zu sprechen und so in den Newsfeeds der Fans aufzuscheinen. Alke Müller-Wendlandt vom Literaturhaus München, die die Session auch geleitet hat, erzählte, dass sie das über die Veranstaltungseinladungen ganz gut hinbekommt. Nur müsse sie auswählen, denn das Haus habe zu viele Veranstaltungen, um alle auf diese Weise bewerben zu können, ergänzte sie.

Klar war ich auch bei Tanja Praske und ihrer Session zum Thema Bloggen dabei. Wer ein Blog als zentrale Anlaufstelle hat, wird sich zwar über die Änderungen auf Facebook nicht unbedingt freuen. Aber zumindest ist er oder sie auf alle Fälle ein ganzes Stück weit unabhängig von den diversen Netzwerken. Tanja lieferte viele Argumente für ein Blog und erklärte auch kurz worauf es beim Bloggen ankommt. Damit traf sie wohl auch den Nerv der Zeit, denn immer mehr Kultureinrichtungen spielen mit dem Gedanken, ein Blog einzurichten oder haben bereits damit begonnen. Einige Argumente, die dafür sprechen, habe ich vor einiger Zeit in meinem Beitrag “Warum ein Blog so wertvoll ist” zusammengefasst.

Session Frank Tentler

Und dann gab es da noch Frank Tentler, der kurzer Hand aus den SessionteilnehmerInnen sein eigenes Team für das “Projekt Wunderland” machte. Wer ein Produkt anbietet, das alle brauchen, der hat es leicht, meinte er. Was aber ist mit den Kultureinrichtungen, die so etwas nicht anbieten können? Wie müssen die “Rabbit Holes” aussehen, die wir aus der Geschichte von Alice im Wunderland” kennen? Es war eine kurzweilige und lehrreiche Einführung in das Thema Gamification. Die Verwendung von Spieldesign-Elementen im nichtspielerischen Kontext, damit werden sich Kulturbetriebe demnächst noch des öfteren beschäftigen. Beschäftigen müssen, meinte Frank Tentler am Ende, denn sehr viel Alternativen gebe es nicht, so seine Überzeugung.

Und dann war der Tag schon wieder fast rum. Leider. Wenn ich hier nicht minutiös über alle anderen Sessions berichtet habe, dann liegt das daran, dass ich mich mit vielen anderen TeilnehmerInnen des stARTcamps unterhalten habe. Viele kenne ich schon seit Jahren und freue mich, wenn wir uns wiedersehen. Andere habe ich zum ersten Mal kennengelernt und freue mich, sie das nächste Mal – hoffentlich – wiedersehen zu dürfen. Der Networkingaspekt ist für mich beim Barcampformat ein ganz wesentlicher (Erfolgs)-Faktor. Die Mischung macht’s könnte man auch sagen und nachdem mir die sehr gut gefällt, werde ich natürlich auch Mitte Juni beim stARTcamp RuhrYork dabei sein. Flug und Hotel sind schon gebucht. ;-)

dschungelwien
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Jugend 2.0: Das Social Web auf der Bühne

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Interaktion im Social Web, dieses Thema beschäftigt uns recht häufig, etwa wenn es um unsere Sichtbarkeit auf Facebook geht. Dass es nicht nur im virtuellen Raum eine Herausforderung ist zu interagieren, habe ich bei meinem Besuch des Theaterstücks “Maximal Medial (AT)” im Dschungel Wien erlebt. Während die Reihen zwei und drei dicht besetzt waren, blieb die erste Reihe frei. “Am Ende muss ich da mitmachen” meinte eine Besucherin und verzog sich nach hinten. Hemmschwellen gilt es also überall abzubauen, online und offline.

Um Freundschaft und Kommunikation von Jugendlichen ging es in dem Stück, das nicht nur von Jugendlichen produziert wurde, sondern auch hauptsächlich von Jugendlichen  besucht wurde. Zumindest an diesem letzten Aufführungsabend. Eigentlich wäre es ja ein Pflichttermin für Marketingmenschen gewesen, deren Unternehmen sich ins Social Web gewagt haben, weil sie genau diese Zielgruppe dort erreichen möchten. Wo lerne ich sie besser kennen, wo erfahre ich mehr über sie als in einem Theaterstück, in dem SchülerInnen ihre eigenen Erlebnisse zu einem Theaterstück verarbeiten?

Dann vielleicht doch eher in Studien, in denen die Jugendlichen als eine “Generation von Normopathen” beschrieben werden,

“die sich lieber am Geschmack der Masse orientiert, als eigenwillig mit Individualität zu experimentieren und im Körperbild ganz bewusst auf Brüche mit der Norm zu setzen?”

Ich habe die Presseaussendung zur Studie “Generation Selfie” ein paar Tage vor meinem Theaterbesuch entdeckt und auf der Bühne genau diese Versuche gesehen, sich als Individuum von der Masse abzuheben. Aber wir reagieren auf solche Versuche in der Regel ziemlich brutal, nicht nur auf der Bühne, sondern wohl noch viel stärker im realen Leben.

© Ani Antonova

© Ani Antonova

Da passt es gut, dass dieses Theaterstück im Rahmen  von Macht|schule|theater entstanden ist, einer Initiative, die die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt unterstützt und schon seit 2008 läuft. Eigentlich ist es erschreckend, wie eng das Korsett geschnürt ist, in dem sich nicht nur die Jugendlichen bewegen, sondern letzten Endes wir alle. Und wer nicht funktioniert, wird sanktioniert. Nicht immer so offenkundig, wie das auf der Bühne zu sehen war, aber auch subtile Gewalt ist Gewalt.

So funktionieren wir so gut es geht und müssen uns auch den Vorwurf gefallen lassen, mehr und mehr zu Normopathen zu mutieren, denn es sind ja nicht nur die Jugendlichen der Generation Selfie, die sich, wie es im Pressetext heißt, in ihrer virtuellen Darstellung an den ästhetischen Standards der Medien- und Werbeindustrie orientieren, sondern wir alle, Sie und ich. Ein schönes Beispiel: Wenn Sie beim Teaser zu diesem Stück genau hinhören, werden Sie merken, dass Branding auch über die Ohren ganz gut funktioniert.

Die meisten Akustikschnipsel werden Ihnen vertraut vorkommen, oder? Zumindest ich hatte keine Probleme, sie zu identifizieren. Dahinter verbergen sich Produkte, die zum fixen Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden sind. Wie sehr sie ein Teil davon geworden sind, zeigen die SchauspielerInnen auf der Bühne, wenn sie die ganze Zeit von und über Marko sprechen. Marko, das ist der, der die Telefonnummern unserer Freunde im Kopf hat, der tolle Fotos macht und den wir fragen können, wenn wir nicht mehr weiter wissen. Marko ist aber gar kein Freund, es ist unser Handy, das dazu führt, dass wir auf immer mehr Freunde verzichten. Wir haben ja Marko.

Für mich war es ein beeindruckender Abend, der gezeigt hat, wie die digitalen Technologien unser tägliches Leben prägen. Sie bieten viele Vorteile und bringen auch manche Annehmlichkeit. Aber sie verändern uns auch und das nicht immer zum Guten. Wenn wir nicht aufpassen.

Museum 24/7
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Virtuelle Museen: Alternative oder Ergänzung?

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Vorweg: Man möge es mir bitte nachsehen, wenn ich in den letzten zwei Monaten kaum zum Bloggen gekommen bin. Das soll sich ab sofort wieder ändern.

Das Museum im Internet, es gibt wohl wenige Dinge, vor denen sich die Museumsverantwortlichen mehr gefürchtet haben. Vielleicht erinnern Sie sich noch, als die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ein virtuelles Abbild ihrer Galerie in Second Life einrichteten. Aber dieses Angebot wurde kaum angenommen und so war es folgerichtig, dass 2011 das Ende der virtuellen Dependance angekündigt und die Pforten geschlossen wurden.

Im gleichen Jahr ging Google Art Project an den Start, mit dem der Internetkonzern die Kunst dieser Welt in bestechender Qualität auf unsere Bildschirme brachte. Christian Gries bemängelte noch im letzten Jahr die Zurückhaltung der deutschen Museen bei diesem Vorhaben, heute sind es schon etliche mehr. Macht Google damit den Museen Konkurrenz, fragte Delia Marshall vor wenigen Tagen in einem Blogbeitrag und kommt zu dem Ergebnis, dass dieses Projekt, auch wenn die Qualität beeindruckend ist, immer nur als Ergänzung des Museumsbesuchs vor Ort angesehen werden kann.

Auch in Münster geht es um Ergänzungen, allerdings auf etwas andere Weise. Da das LWL-Museum für Kunst und Kultur wegen Um- und Neubauarbeiten derzeit geschlossen ist (siehe dazu den Blogbeitrag von Claudia Wagner), hat man sich dazu entschlossen, die rund zwei Jahre Bauzeit mit einem virtuellen Museum zu überbrücken. Was macht so ein Museum, was kann so ein Museum, um diese und andere Fragen ging es bei einem Bloggertreffen, zu dem die Projektverantwortliche von Museum 24/7, Michelle van der Veen am Vortag des stARTcamps in Münster (dazu plane ich noch einen eigenen Beitrag) eingeladen hatte.

Mich hat das Thema an die Veranstaltung der internationalen Jugendbibliothek in München erinnert, bei der wir einen Tag lang über “Literaturausstellungen im virtuellen Raum” diskutiert haben.

Wer sich das Museum 24/7 anschauen möchte, installiert ein Plugin und schon kann es losgehen. Zwar wird im Folder darauf hingewiesen, dass es sich hier nicht um eine originalgetreue Kopie des Museums handelt, aber einige prägnante Merkmale des Neubaus wurden bewusst übernommen.

Ein virtuelles Museum ist eine ziemliche Herausforderung, denn die Erwartungen der UserInnen können sehr unterschiedlich ausfallen. Ich persönlich bin im Netz eher auf der Suche nach Informationen, wenn es um KünstlerInnen oder Ausstellungen geht. Oder nach Fotos. Aber einen virtuellen Raum benötige ich dafür nicht unbedingt. Der ist in meinen Augen dann interessant, wenn es die Möglichkeit gibt, mit anderen UserInnen oder ExpertInnen zusammen zu treffen (Man kann aber auch einen Schritt weiter gehen, siehe dazu mein Blogpost “Partizipation: Wie das Publikum in das eigene Projekt einbinden?“). Genau so etwas bietet das Museum 24/7 an und zwar in Form eines Text- oder Voicechat. Eine gute Idee, allerdings hatte ich bis jetzt immer das Problem, alleine in diesem virtuellen Raum zu sein. Da macht der Chat dann nur halb so viel Spaß. ;-) Aber das Museum bietet auch virtuelle Führungen an, da ist so ein Chat dann natürlich eine feine Sache. Partizipative Ansätze sind das Um und Auf, nicht nur bei virtuellen Ausstellungen. Auch in den Ausstellungsräumen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Second Life war ich grundsätzlich alleine. Und irgendwann hat man dann aufgegeben.

Die Frage ist, was man mit diesem virtuellen Raum überhaupt für Ziele erreichen möchte? Ich vermute, Google geht es mit seinem Projekt um etwas ganz anderes wie beispielsweise dem LWL-Museum. Spannend wäre jetzt die Frage, wem es dabei eher um Marketing geht: Google oder dem Museum? Ich kenne die Antwort nicht, könnte mir aber vorstellen, dass Museen, die sich virtuell präsentieren, den Marketinggedanken schon im Kopf haben. Zumindest im Hinterkopf. Aber vermutlich hat das Google auch, aber anders.

Dass es dem LWL-Museum schon um Information geht, sieht man, wenn man sich durch die zehn virtuellen Ausstellungsräume bewegt, denn neben den Kunstwerken befindet sich ein Button, über den man dann an das Infomaterial kommt.

Museum 24/7

Interessant wäre es herauszufinden, warum die UserInnen eigentlich so ein Museum besuchen? Ich habe im Netz nach Informationen darüber gesucht, bin aber leider nicht fündig geworden. Aber die Motive, so eine Seite zu besuchen, würden mich schon interessieren. Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich hauptsächlich die Suche nach Informationen ist? Ein Ergebnis bei der Veranstaltung in München war, dass man die UserInnen vor allem emotional ansprechen muss. Wären sie nur auf Informationssuche, könnte man sich das, so denke ich, sparen. Klar ist aber auch, dass viel davon abhängt, welche Ziele mit so einem virtuellen Museum verfolgt werden.

Die Diskussion beim Bloggertreffen war spannend, aber klare Antworten haben wir nicht gefunden (siehe dazu das Blogpost von Michelle van der Veen “Virtuelle Museen beim Bloggertreffen“). Nun gibt es eine zweite Gelegenheit, über das Thema virtuelle Museen zu diskutieren. Michelle van der Veen wird nämlich beim nächsten Treffpunkt KulturManagement zu Gast sein. Stattfinden wird er schon am kommenden Mittwoch, also am 23. April, wie gewohnt von 9 bis 10 Uhr und natürlich sind wieder alle herzlich dazu eingeladen.

Über den Treffpunkt KulturManagement

Der Treffpunkt KulturManagement ist das gemeinsame Onlineformat von Projektkompetenz.euKulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme ist kostenlos, die Installation einer Software nicht notwendig. Es ist zwar kein Nachteil, wenn Sie über eine Webcam und ein Headset verfügen, aber da die Adobe Connect-Plattform, die wir für diese Veranstaltung nutzen, über einen gut funktionierenden Chat verfügt, reicht es, am Mittwoch, den 23. April, um 09 Uhr einfach diesen Link anzuklicken und dabei zu sein.

Wenn Sie sich über die bisherigen Veranstaltungen informieren wollen, können Sie das in unserem Treffpunkt KulturManagement-Wiki tun, dort finden Sie die Aufzeichnungen der bisherigen Online-Veranstaltungen. Der Treffpunkt KulturManagement ist darüber hinaus auch auf Facebook vertreten und wenn Sie schon vorab wissen wollen, wer alles am 23. April dabei sein wird, dann können Sie im bereits angelegten Event nachsehen und sich auch gleich selbst dort anmelden.

Hier noch einmal die wichtigsten Infos:

Treffpunkt KulturManagement
Termin: 23.04.2014 von 09:00 bis 10:00
Thema: Das virtuelle Museum
Gast: Michelle van der Veen (hier geht es zu ihrem neuen Blog MuseumsGlück)

LED Dance Floor
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44. Treffpunkt KulturManagement: Willkommen auf dem Social Dance Floor

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Bild: LED Dance Floor“; von James Nash (CC BY-SA 2.0) auf Flickr

Ich vergleiche ganz gerne das, was da im Social Web passiert, mit einer Party. Dort werden keine Produkte und Dienstleistungen verkauft, sondern im Vordergrund stehen persönliche Gespräche. Aus diesem Grund gefällt mir auch der Blogbeitrag “Welcome to the Social Dance Floor” von Celine Schillinger, denn sie greift diese Metapher ebenfalls auf und erklärt, dass es nicht nur auf die Tanzschritte, sondern auch auf das eigene Verhalten ankommt, um auf der Tanzfläche anzukommen.

Überträgt man das auf das eigene Geschäft, brauche es für erfolgreiches Social Business, so Schillinger, nicht nur Social Media Marketing und gute Kundenbeziehungen, sondern auch die entsprechende Unternehmenskultur, denn

“social success doesn’t rely as much on the mastery of specific tools or techniques, as it does with mindsets and social skills”.

Social Business ist mehr als die Facebookseite oder der Twitteraccount. Schillinger listet recht schön auf, was es braucht, um am “social dance floor” erfolgreich zu sein. Und worauf müssen Kultureinrichtungen achten? Darum geht es im nächsten Treffpunkt KulturManagement, bei dem am 12. März 2014 von 9 bis 10 Uhr Christoph Deeg zu Gast ist. Er beschäftigt sich mit dem Wechselspiel externer Social Media-Aktivitäten und einer sich im Wandel befindenden Unternehmenskultur, die unter anderem auf die Personalführung von Kulturbetrieben Auswirkungen hat. Was das für das Kulturmanagement und die Führung von Kulturbetrieben bedeutet, wird Deeg, der als Social Media-Berater arbeitet und vor kurzem in Berlin die Social Media Academy gegründet hat, in seinem Impulsvortrag erklären.

Über den Treffpunkt KulturManagement

Der Treffpunkt KulturManagement ist das gemeinsame Onlineformat von Projektkompetenz.eu, Kulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme ist kostenlos, die Installation einer Software nicht notwendig. Es ist zwar kein Nachteil, wenn Sie über eine Webcam und ein Headset verfügen, aber da die Adobe Connect-Plattform, die wir für diese Veranstaltung nutzen, über einen gut funktionierenden Chat verfügt, reicht es, am Mittwoch, den 12. März, um 09 Uhr einfach diesen Link anzuklicken und dabei zu sein.

Wenn Sie sich über die bisherigen Veranstaltungen informieren wollen, können Sie das in unserem Treffpunkt KulturManagement-Wiki tun, dort finden Sie die Aufzeichnungen der bisherigen Online-Veranstaltungen. Der Treffpunkt KulturManagement ist darüber hinaus auch auf Facebook vertreten und wenn Sie schon vorab wissen wollen, wer alles am 12. März dabei sein wird, dann können Sie im bereits angelegten Event nachsehen und sich auch gleich selbst dort anmelden.

Hier noch einmal die wichtigsten Infos:

Treffpunkt KulturManagement
Termin: 12.03.2014 von 09:00 bis 10:00
Thema: Wie Social Media als Management-Funktion das Kulturmanagement verändern kann
Gast: Christoph Deeg