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Kommunikation, Management

Richtlinien für den Social Media-Einsatz

Wer so alleine vor sich hinbloggt wie ich das zum Beispiel tue, der muss sich für seine Social Media-Aktivitäten keine Richtlinien geben. Ich mache mir natürlich Gedanken darüber, wie ich kommuniziere und wie ich mich online verhalte, aber dafür muss ich keine Dokumente erstellen. Anders sieht das natürlich in einem Unternehmen aus, in dem dann nicht mehr eine einzelne Person nach draußen kommuniziert, sondern einige oder auch alle MitarbeiterInnen.

Manche werden jetzt sagen, dass das gar nicht notwendig sei, weil man das schon so wisse und sich außerdem absprechen könne. Aber letzten Endes ist es schon ein klarer Vorteil, wenn es fixe Regeln gibt, an denen man sich orientieren kann. Solche Regeln zu erarbeiten, ist gar nicht so einfach, schließlich möchte man nicht für jede Eventualität eine Vorgabe machen, aber auf der anderen Seite sollte der Freiraum auch nicht zu groß sein, sonst fehlt einem der Rahmen, in dem man kommuniziert. Und dieses Wissen bedeutet Sicherheit und führt dann hoffentlich dazu, dass ich auch wirklich mit anderen Menschen kommuniziere, ohne Angst zu haben, etwas falsch zu machen. Diese Angst kann nämlich lähmend wirken und dazu führen, dass sämtliche Aktivitäten im Sande verlaufen. Dann passieren zwar keine Fehler, aber bringen tut die Sache halt auch nichts.

Gut, Richtlinien müssen also her und warum bei Null anfangen, wenn sich andere bereits darüber Gedanken gemacht haben und ihre Richtlinien freundlicherweise online zur Verfügung stellen, wie etwa das IT-Unternehmen Cisco.

Hier sind die “Social Media Guidelines” des amerikanischen Konzerns:

Gut gefällt mir hier, dass die MitarbeiterInnen nicht nur darüber informiert werden, was sie dürfen und nicht dürfen, bzw. wie sie sich verhalten sollen, wenn sie online kommunizieren, sondern dass es einen eigenen F&Q-Bereich gibt, in dem man zum Beispiel erfährt, wie man mit internen Videos umgeht. Und auch, wo man welche Fotos verwenden darf, ist klar geregelt, ohne jetzt aber die MitarbeiterInnen dabei zu sehr einzuschränken. Wenn Sie sich gerade mit diesem Thema beschäftigen, liefern Ihnen diese Richtlinien unter Umständen wertvolle Anregungen.

Was mich in diesem Zusammenhang interessieren würde: glauben Sie, dass solche Richtlinien bei Kulturbetrieben anders aussehen als z.B. bei Cisco ? Wenn ja, wäre ich natürlich auf die Begründung neugierig. ;-)

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