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Management

Enterprise 2.0 als Frage der Unternehmenskultur

Erst vor kurzem habe ich einen Beitrag über das Thema “Social Media und Organisationskultur” geschrieben und darin behauptet:

“Je weniger weit die Unternehmenskultur entwickelt ist, desto schwieriger ist es, den gemeinsamen Weg von der kollektiven zur kollaborativen Intelligenz zu gehen.”

Der Begriff Enterprise 2.0 passt da ganz gut hinein, um das zu beschreiben, worum es mir geht. In diesem Zusammenhang habe ich gerade ein Interview mit Arnd Layer gefunden, der bei IBM Deutschland Competency Leader Web 2.0 und Social Software ist und auf die Frage, ob die Bereitschaft für den Wandel der Unternehmenskultur die Voraussetzung für Enterprise 2.0 sei, geantwortet hat:

“Ja, man kann natürlich auch Enterprise 2.0 Werkzeuge unter dem Toolgedanken betrachten, aber einen echten Mehrwert wird man erst dann erzielen wenn man die partizipative Komponente im Unternehmen zuläßt. Die Einführung von Enterprise 2.0 Tools ist dann die technische Umsetzung dieses Wandels und bietet dem MA die notwendigen Hilfsmittel, um die Partizipation  aktiv zu leben.”

Bestens formuliert. Für mich stellt sich die Frage, woran man erkennen kann, wie realistisch es ist, das Level, auf dem Partizipation und Kollaboration möglich sind, überhaupt zu erreichen bzw. wie weit der Weg dorthin ist?

Diskussion

5 Antworten zu “Enterprise 2.0 als Frage der Unternehmenskultur”

  1. Die Abschlussfrage ist etwas verwirrend formuliert.
    Seit einer Vorlesung zu Wissensmanagement bei Karsten Böhm [1] geht mir dazu folgendes durch den Kopf:
    Neue Tools (Bsp. Wikis) sollten ersteinmal für die interne Arbeit ausprobiert werden; möglichst in Kleingruppen und für zeitlich und thematisch begrenzte Projekte. Bei einem Erfolg wird sich die Nutzung des Tools und der Arbeitsweise in weiteren Projekten / Arbeitseinheiten verbreiten und wenn sinnvoll auch durchsetzen.
    Wie man herausfindet, ob ein Misserfolg an der Unternehmenskultur oder am Tool liegt? Keine Ahnung!
    Wie man herausfindetfindet, auf welchem Level von Partizipation und Kooperation man sich befindet? Ein Indikator ist bestimmt, wie viele Mitarbeiter auf welcher Hierarchieebene bereit sind, neue Tools zu testen.

    Viele Grüße Wibke Weigand

    [1] http://www.leipzigschoolofmedia.de/ueber-uns/dozenten/boehm-karsten/

    Geschrieben von wehweh | 27. April 2010, 5:59 pm
  2. @Wibke: ja stimmt, die Frage ist etwas komisch formuliert, sorry. Das passiert, wenn man einem Thema arbeitet und die Zeit nicht findet, daraus gleich einen Blogbeitrag zu machen. Dementsprechend ist der Beitrag eigentlich unvollständig. Aber da skommt noch, ich verspreche es. ;-)

    Dein Ansatz ist sicher richtig, klein anfangen und dann mal schauen, ob es überhaupt funktioniert und bei Bedarf nachjustieren. In der Praxis fangen viele Unternehmen mit einem internen Wiki an. Interessant wäre es herauszufinden, für wie viele Unternehmen das der Einstieg in das Thema Social Media ist und wie viele danach aufgeben?

    Geschrieben von Christian Henner-Fehr | 27. April 2010, 9:49 pm
  3. Ich denke, Arnd Layer hat es in seiner Aussage treffend (mit)formuliert: Nicht mit den Tools anfangen, sondern mit einem Ziel. Ziel kann für mich kein Wiki, Blog oder Twitter sein, Ziel kann aber sein, Wissen bereitzustellen, zu finden und durch Kommunikation innovativer, schneller und produktiver werden. Erst, wenn der Kunde das erkennt und für sich definiert, kann meiner Meinung nach die Umsetzung realistisch werden.

    Geschrieben von Bianca Gade | 4. Mai 2010, 11:51 am
  4. @Bianca Gade: ich sehe noch ein zusätzliches Problem, nämlich das fehlende Wissen um all die Ziele, die sich mit diesen Tools erreichen lassen? ;-)

    Abgesehen davon scheint mir auch das Wissen um meine Zielgruppe und deren Verhalten im Social Web wichtig zu sein.

    Geschrieben von Christian Henner-Fehr | 4. Mai 2010, 8:29 pm

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