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Transparenz im Museum: ein Dashboard zeigt die Erfolgsindikatoren an

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Wann ist eigentlich ein Museum erfolgreich? Den meisten von uns werden wahrscheinlich die Besucherzahlen einfallen. Und sonst? Vielleicht die finanzielle Gebarung. Sehr spannend ist der Ansatz, den das Indianapolis Museum of Art (IMA) gewählt hat. Im ersten Schritt wurden die Erfolgskriterien und ihre Indikatoren bestimmt, im zweiten Schritt wurden diese in ein Dashboard eingebaut.

Nicht nur die Zusammenstellung der Indikatoren ist hochinteressant, auch die Tatsache, dass sie öffentlich zugänglich sind und der Link zum Dashboard auf der Startseite des Webauftritts zu finden ist, ist beachtlich.

Michael Rushton, auf dessen Blog Arts Admin ich auf das IMA aufmerksam geworden bin, schreibt auch richtigerweise:

“This is more than just data for internal use; rather, the point is to make the organization transparent to all stakeholders.”

Natürlich lässt sich jetzt darüber streiten, ob das überhaupt die richtigen Kriterien sind oder ob andere sinnvoller wären? Mag sein, dass andere Museen andere Kriterien und Indikatoren finden, aber grundsätzlich scheinen mir die hier aufgelisteten Punkte plausibel zu sein. Nur die Zahl der Pflanzen ist wohl sehr speziell, ist aber im Fall des IMA verständlich.

Aber nicht nur das Dashboard lässt einen Einblicke in das Museum gewinnen, auch das Weblog liefert jede Menge Informationen und erlaubt den oft gewünschten Blick hinter die Kulissen. Wie wichtig dem Museum diese Transparenz ist, betont Rob Stein, Chief Information Officer, zum Auftakt einer vierteiligen Blogserie zu diesem Thema:

“One of the things I’ve been proud of during my time here at the IMA is the museum’s commitment to institutional transparency.  It’s always just made sense to me to concentrate on doing the right thing first, and then sharing as much as possible with others.”

Für das Museum war diese Form der Transparenz anfangs auch nicht selbstverständlich. Als vor zwei Jahren das Dashboard entwickelt wurde, mussten im Vorfeld jede Menge Vorbehalte aus dem Weg geräumt werden. Alleine schon der Versuch, Transparenz zu definieren, war, so schreibt Stein, nicht so einfach. Am Ende kam dann eine Definition heraus, in der die Begriffe Authentizität, Integrität und Exzellenz vorkommen:

“Transparency then, is the ongoing discipline of practicing radical authenticity and demonstrating to the public whatever degree of integrity and operational excellence our museum possesses at the time.”

Und wie ist es um die Transparenz in unseren Museen bestellt? Ob Albertina, Kunsthistorisches Museum Wien oder Pinakothek der Moderne in München, keines dieser Häuser stellt auf seinem Internetauftritt Informationen zur Verfügung wie das IMA. Einige der Informationen finden sich in verschiedenen Statistiken, die in Deutschland auf der Website des Instituts für Museumsforschung und in Österreich auf der des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur zu entdecken sind. Aber ganz ehrlich: die Suche gestaltet sich höchst mühsam.

Michael Rushton hat von den Stakeholdern gesprochen. Als solcher würde ich mich auch bezeichnen, wenn es um unsere Museen geht.

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  1. Klasse, das wünschte ich mir von den Kulturbetrieben in Deutschland. Auch für die Einnahmen transparent gegliedert in Zuschüsse, Eintrittsgelder, usw.

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    • Die Transparenz, mit der diese Daten offen gelegt werden, wäre mir schon zweiter wichtiger Schritt, der auch in Deutschland durchaus Sinn machen würde. Interessanter finde ich aber die grundsätzliche Herangehensweise, erst einmal die Indikatoren zu identifizieren, an denen Erfolg gemessen wird. Sind es die BEsucherzahlen? Wohl kaum, sonst wäre das Museum Wiesbaden nicht “Museum des Jahres 2007″ geworden. Ebenso lobenswert finde ich die Erwähnung des Energieaufwands (wobei hier noch die Frage zu stellen wäre, ob es hier um Berücksichtigung der Kosten geht, oder ob “grüne Gedanken”, also die Einsparung von Energie im Vordergrund steht). Insgesamt ein lobenswerter Ansatz!

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  2. @Tanja: ich bin auch der Meinung, dass alleine schon die Beschäftigung mit dem Thema Erfolgsindikatoren einen Kulturbetrieb weiterbringt. Die Besucherzahlen sind häufig nach außen hin der einzige Maßstab, auch Förderungen hängen oftmals davon ab.

    Aber auch im Bereich Web 2.0 ist die Frage, wer z.B. wie viele Follower auf Twitter hat, enorm wichtig, obwohl alle immer meinen, diese Zahl sei für sie nicht relevant. Rankings bauen aber meist eben genau auf dieser Zahl auf. Insofern ist das ein Thema, das nicht nur der Kunst- und Kulturbereich kennt.

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  3. Das mit den Besucherzahlen ist bei Museen ohnehin so eine Sache. Für eine Hausarbeit habe ich mal eine Liste der zehn meistbesuchten Museen Deutschlands gebraucht. So etwas zu googeln, klingt zunächst nach einem Kinderspiel – ist es aber nicht. Nach erfolgloser Internetrecherche habe ich beim Institut für Museumsforschung angerufen. Antwort: “Ja, so etwas haben wir schon, dürfen wir aber nicht herausgeben.” Herausgegeben wird nur eine allgemeine statistische Erhebung zur Lage der Museen http://museum.zib.de/ifm/mat62.pdf, die ist aber für wissenschaftliche Arbeiten oft nicht konkret genug.
    Da lob ich mir die Theaterstatistik! Ich hab das Thema Besucherzahlen bei Museen gerade noch mal gegoogelt und dabei immerhin ein aktuelles Ranking der Berliner Museen gefunden: http://www.innomonitor.de/index.php?id=132&be=773

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  4. Pingback: Das Kunsthistorische Museum Wien präsentiert erstmals einen Geschäftsbericht « Das Kulturmanagement Blog

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