Das Kulturmanagement Blog

Kunst möglich machen

Archiv für April 2nd, 2008

Wenn ich schon beim Raunzen bin

mit einem Kommentar

Vielleicht bin ich schon paranoid und sehe Gespenster, wo gar keine sind. Aber als ich heute auf Kulturmanagement Network den neuen Beitrag „Trendanalyse: Wie entstehen Innovationen?“ von Sven Gábor Jánszky sah, freute ich mich, wieder etwas von ihm zu lesen. Schließlich hatte er ja für die letztjährige Maiausgabe des KM-Magazins den wirklich lesenwerten Artikel „Innovationen sind ‘Brücken über die Leere’“ verfasst, über den ich dann auch etwas geschrieben hatte.

Nur: abgesehen von der Einleitung stimmt der Artikel 1:1 mit dem zehn Monate alten Beitrag aus dem KM-Magazin überein. Ist das ein Test, ob wer was merkt? Oder ist die Annahme, dass die LeserInnen die Beiträge eh nicht lesen und ruhig alle paar Monate den gleichen Text vorgesetzt bekommen können? Aber wie gesagt: vielleicht reagiere ich da zu überempfindlich? Daher die Frage: ist das normal? Gehört das so? Oder fühle nur ich mich dabei als Leser, wie soll ich sagen, nicht ernst genommen?

Geschrieben von Christian Henner-Fehr

2. April 2008 um 12:56

Veröffentlicht in Allgemeines

Eine Broschüre informiert über erfolgreiche EU-Projekte im Kunst- und Kulturbereich

ohne Kommentare

Nachdem der nächste Call nicht mehr lange auf sich warten lassen wird und es darum geht, eine gute Projektidee zu entwickeln, kommt diese Broschüre des österreichischen Cultural Contact Point wie gerufen. Sie nennt sich „Best Practice 2000 – 2006″ und stellt 25 verschiedene Projekte mit österreichischer Beteiligung vor, die im Rahmen von Kultur 2000 gefördert worden sind.

„Im Zuge der Auswahl wurde versucht, eine nach Inhalten, Kunst- und Kultursparten, Laufzeit und Bundesländern ausgewogene Zusammensetzung zu erstellen“,

heißt es auf der Website, über die man die Broschüre bestellen, aber auch downloaden (1,6MB als zip-Datei) kann. Es lohnt sich, einen Blick hineinzuwerfen und sich von den Ideen der anderen inspirieren zu lassen. Vorausgesetzt, Sie haben noch keine Idee.

via David Röthler

Geschrieben von Christian Henner-Fehr

2. April 2008 um 9:30

Veröffentlicht in EU-Förderung

I am not amused

ohne Kommentare

Manchmal muss man seinen Ärger irgendwie loswerden und deshalb hat dieser Beitrag auch überhaupt nichts mit dem Thema dieses Blogs zu tun.

Als ich letzte Woche das „logbuch accessibility“ in die Hand gedrückt bekam, habe ich mich sehr darüber gefreut, dass darin auch ein Text von mir enthalten ist. Etwas weniger groß ist meine Freude, wenn ich das von der (österreichischen) Computerwelt herausgegebene Buch „Digitale Wirtschaft Österreichs 2008″ in die Hand nehme und dort Textzeilen entdecke, die von mir stammen, die aber meinen Namen nicht tragen.

Dort wird auf Seite 34f das österreichische Unternehmen vizrt vorgestellt und zwar mit dem folgenden Einleitungssatz:

„Als 1996 die kanadische Firma Discreet Logic als Anbieter von 3D-Software ihre Niederlassung in Österreich schloss, beschlossen mehrere Mitarbeiter einen Neustart.“

Von mir gibt es einen Artikel aus dem Jahr 2002 (hier online nachzulesen), der so beginnt:

„Als 1996 die kanadische Firma Discreet Logic als Anbieter von 3D-Software ihre Niederlassung in Österreich schloss, wollten sich einige der dort Beschäftigten nicht einfach damit abfinden.“

Dann folgt ein Zitat des Geschäftsführers Christian Huber, über den es im folgenden heißt:

„Heute ist Huber Geschäftsführer von vizrt Austria mit Sitz in Schwaz und damit Teil eines Unternehmens, das seine Wurzeln in Israel hat und als einer der weltweit führenden Anbieter von vollintegrierten Broadcast- und Webcast-Grafiklösungen gilt.“

Eine Gegenüberstellung ist nicht nötig, den Satz kann man, durch drei Worte ergänzt, auch im Jahrbuch lesen.

So geht das dann eigentlich, von einigen Verschiebungen und Ergänzungen abgesehen weiter. Besonders nett, und deshalb bringe ich diesen Satz noch als Beispiel, ist das hier:

„Neben den grafischen Systemen bietet das Unternehmen, das am Neuen Markt in Frankfurt notiert ist, aber auch virtuelle Studiotechnik an.“

Dieser Satz hat im April 2002 durchaus seine Richtigkeit gehabt. Heute schaut die Sache etwas anders aus, denn der „Neue Markt“ wurde am 5. Juni 2003 geschlossen.

vizrt ist ein (österreichisches) Unternehmen, das wirklich großartiges im internationalen Umfeld leistet und es verdient, in so einem Jahrbuch hervorgehoben zu werden. Das Unternehmen hat es aber nicht verdient, finde ich, dass dafür ein sechs Jahre alter Text herhalten muss, der nicht mehr aktuell ist und notdürftig etwas verändert wird, damit es keine 1:1 Kopie wird. Der hier wäre wenigstens nur etwas mehr als ein Jahr alt gewesen.

Jetzt komme noch wer und rede von Qualitätsjournalismus… :-(

Geschrieben von Christian Henner-Fehr

2. April 2008 um 9:00

Veröffentlicht in Allgemeines