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	<title>Kommentare zu: Ist Geiz geil?</title>
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	<description>Projektmanagement, Finanzierung, Kommunikation und alles, was mich sonst noch interessiert</description>
	<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 16:49:49 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Christian Henner-Fehr</title>
		<link>http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/03/08/ist-geiz-geil/#comment-2267</link>
		<dc:creator>Christian Henner-Fehr</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 11:31:18 +0000</pubDate>
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		<description>Danke für die Info zru Schweiz, Christian. Da kenne ich mich nicht so wirklich aus.

Was das Spendensystem betrifft: Das geht mir ähnlich. Ad hoc würde ich es auch bevorzugen, dass Kunst und Kultur öffentlich gefördert werden. Aber vielleicht ist das nur die Gewohnheit?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für die Info zru Schweiz, Christian. Da kenne ich mich nicht so wirklich aus.</p>
<p>Was das Spendensystem betrifft: Das geht mir ähnlich. Ad hoc würde ich es auch bevorzugen, dass Kunst und Kultur öffentlich gefördert werden. Aber vielleicht ist das nur die Gewohnheit?</p>
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		<title>Von: Christian</title>
		<link>http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/03/08/ist-geiz-geil/#comment-2266</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 06:50:57 +0000</pubDate>
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		<description>Es wäre wohl ein etwas verklärter Blick, wenn ich behaupten würde, es gäbe in der Schweiz kein sog. Prekariat und hier würde für alle Milch und Honig fließen. Nichtsdestotrotz ist der Lebensstandard im Schnitt einfach höher als in Deutschland und so teuer, dass die Bremer 10 Euro in Bern 25 Euro entsprechen würden ist die Schweiz nun auch wieder nicht. ;-) Als Richtwert gilt: Der Eurowert mal 2 in Franken ermöglicht einen etwa gleichen Lebensstil. D.h. Schweizer sind bereit, ihren Friseur verglichen am Lebensstandard etwa doppelt so gut zu bezahlen wie die Deutschen. Für andere Dienstleistungsberufe ließe sich das ähnlich aufzeigen.

Zum Spendensystem: natürlich war ich etwas polemisch. Grundsätzlich bin ich aber tatsächlich ein Befürworter eines öffentlich finanzierten und damit (zumindest prinzipiell) demokratisch abgesicherten Kulturlebens. Dass unsere Demokratie insgesamt ausbaufähig ist, ist wieder ein ganz anderes Thema.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es wäre wohl ein etwas verklärter Blick, wenn ich behaupten würde, es gäbe in der Schweiz kein sog. Prekariat und hier würde für alle Milch und Honig fließen. Nichtsdestotrotz ist der Lebensstandard im Schnitt einfach höher als in Deutschland und so teuer, dass die Bremer 10 Euro in Bern 25 Euro entsprechen würden ist die Schweiz nun auch wieder nicht. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> Als Richtwert gilt: Der Eurowert mal 2 in Franken ermöglicht einen etwa gleichen Lebensstil. D.h. Schweizer sind bereit, ihren Friseur verglichen am Lebensstandard etwa doppelt so gut zu bezahlen wie die Deutschen. Für andere Dienstleistungsberufe ließe sich das ähnlich aufzeigen.</p>
<p>Zum Spendensystem: natürlich war ich etwas polemisch. Grundsätzlich bin ich aber tatsächlich ein Befürworter eines öffentlich finanzierten und damit (zumindest prinzipiell) demokratisch abgesicherten Kulturlebens. Dass unsere Demokratie insgesamt ausbaufähig ist, ist wieder ein ganz anderes Thema.</p>
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	<item>
		<title>Von: Christian Henner-Fehr</title>
		<link>http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/03/08/ist-geiz-geil/#comment-2264</link>
		<dc:creator>Christian Henner-Fehr</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 16:44:34 +0000</pubDate>
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		<description>Ich bin mir ja nicht sicher, ob die unterschiedlichen Preise in Bremen und Bern deshalb zustande kommen, weil in Bern die Leistung des Friseurs höher eingeschätzt wird. Die Frage, die ich mir stelle: sind die 25 Euro in Bern wirklich weiter vom Existenzminimum entfernt als die 10 Euro in Bremen?

Was die Spendenmentalität in den USA angeht, würde ich nicht so hart urteilen. Tatsache ist, dass Spenden für Kunst und Kultur steuerlich geltend gemacht werden können. Das ist in Österreich z.B. nicht möglich, d.h. die Rahmenbedingungen sind schon mal ganz anders. Das würde ich, wenn ich könnte, auch machen, also meine Steuern nicht an den Staat überweisen, sondern das Geld direkt oder indirekt Kultur-, Sozial- oder Bildungseinrichtungen zukommen lassen. Warum sollte ich deshalb gleich Einfluss nehmen wollen? Nein, das mag bei Einzelnen der Fall sein, aber verallgemeinern würde ich das nicht.

Gneauso kann ich aber auch die Frage stellen, ob die öffentlichen Fördergelder wirklich so demokratisch abgesichert und frei von Willkür und Interessenlage einzelner Personen  vergeben werden?

Ich denke, beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile und ich wünsche mir, die Vorteile beider Systeme zusammenführen zu können. Nicht mehr und nicht weniger. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin mir ja nicht sicher, ob die unterschiedlichen Preise in Bremen und Bern deshalb zustande kommen, weil in Bern die Leistung des Friseurs höher eingeschätzt wird. Die Frage, die ich mir stelle: sind die 25 Euro in Bern wirklich weiter vom Existenzminimum entfernt als die 10 Euro in Bremen?</p>
<p>Was die Spendenmentalität in den USA angeht, würde ich nicht so hart urteilen. Tatsache ist, dass Spenden für Kunst und Kultur steuerlich geltend gemacht werden können. Das ist in Österreich z.B. nicht möglich, d.h. die Rahmenbedingungen sind schon mal ganz anders. Das würde ich, wenn ich könnte, auch machen, also meine Steuern nicht an den Staat überweisen, sondern das Geld direkt oder indirekt Kultur-, Sozial- oder Bildungseinrichtungen zukommen lassen. Warum sollte ich deshalb gleich Einfluss nehmen wollen? Nein, das mag bei Einzelnen der Fall sein, aber verallgemeinern würde ich das nicht.</p>
<p>Gneauso kann ich aber auch die Frage stellen, ob die öffentlichen Fördergelder wirklich so demokratisch abgesichert und frei von Willkür und Interessenlage einzelner Personen  vergeben werden?</p>
<p>Ich denke, beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile und ich wünsche mir, die Vorteile beider Systeme zusammenführen zu können. Nicht mehr und nicht weniger. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /></p>
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		<title>Von: Christian</title>
		<link>http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/03/08/ist-geiz-geil/#comment-2259</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 20:55:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kulturmanagement.wordpress.com/?p=564#comment-2259</guid>
		<description>Ich kann nicht finden, dass Schweizer geizig sind, denn sie wissen durchaus den Wert einer Leistung zu schätzen. Mein gern zitiertes Beispiel ist der Friseurbesuch. In Bern bekommt man einen einfach Herrenhaarschnitt kaum unter 40 Franken (ca. 25 EUR), in Bremen durchaus für weniger als 10 EUR! Aber so kann man in der Schweiz auch als Friseur ein Dasein mit gesundem Abstand zum Existenzminimum führen. Eine Leistung wertzuschätzen ist doch das genaue Gegenteil von Geiz. Dass man selber einen Nutzen davon hat, finde ich ganz zweitrangig für diese Überlegung, weil es ganz legitim ist. Umgekehrt möchte ich selber doch auch etwas tun dafür, dass ich etwas bekomme.

Und was die Spendenmentalität der Amis angeht, bin ich ganz skeptisch. Die wird zwar in pathetischem Jargon gern zur Philanthropie hochstilisiert, aber da sollte doch jedem klar sein, dass das bloße Rhetorik ist, um sich undemokratische Einflussnahme schönzureden. In den deutschsprachigen Ländern (der Schweiz noch am wenigsten, weil durch gering ausgeprägten Geiz noch am wenigsten nötig) werden Kultureinrichtungen und Sozialleistungen dagegen über Steuern und Abgaben finanziert. Die Verwendung des Geldes ist dadurch demokratisch abgesichert und nicht von der Willkür und Interessenlage einzelner reicher Menschen abhängig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann nicht finden, dass Schweizer geizig sind, denn sie wissen durchaus den Wert einer Leistung zu schätzen. Mein gern zitiertes Beispiel ist der Friseurbesuch. In Bern bekommt man einen einfach Herrenhaarschnitt kaum unter 40 Franken (ca. 25 EUR), in Bremen durchaus für weniger als 10 EUR! Aber so kann man in der Schweiz auch als Friseur ein Dasein mit gesundem Abstand zum Existenzminimum führen. Eine Leistung wertzuschätzen ist doch das genaue Gegenteil von Geiz. Dass man selber einen Nutzen davon hat, finde ich ganz zweitrangig für diese Überlegung, weil es ganz legitim ist. Umgekehrt möchte ich selber doch auch etwas tun dafür, dass ich etwas bekomme.</p>
<p>Und was die Spendenmentalität der Amis angeht, bin ich ganz skeptisch. Die wird zwar in pathetischem Jargon gern zur Philanthropie hochstilisiert, aber da sollte doch jedem klar sein, dass das bloße Rhetorik ist, um sich undemokratische Einflussnahme schönzureden. In den deutschsprachigen Ländern (der Schweiz noch am wenigsten, weil durch gering ausgeprägten Geiz noch am wenigsten nötig) werden Kultureinrichtungen und Sozialleistungen dagegen über Steuern und Abgaben finanziert. Die Verwendung des Geldes ist dadurch demokratisch abgesichert und nicht von der Willkür und Interessenlage einzelner reicher Menschen abhängig.</p>
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	<item>
		<title>Von: Christian Henner-Fehr</title>
		<link>http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/03/08/ist-geiz-geil/#comment-2253</link>
		<dc:creator>Christian Henner-Fehr</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Mar 2008 09:02:26 +0000</pubDate>
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		<description>177 Seiten: so habe ich mir das ungefähr vorgestellt, das ist machbar. ;-) Danke für die Info!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>177 Seiten: so habe ich mir das ungefähr vorgestellt, das ist machbar. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> Danke für die Info!</p>
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		<title>Von: Gerald - hyperkontext</title>
		<link>http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/03/08/ist-geiz-geil/#comment-2252</link>
		<dc:creator>Gerald - hyperkontext</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 21:23:18 +0000</pubDate>
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		<description>Büchlein... ist immer Interpretationssache. 177 Seiten, allerdings in handlichem A5-Format (in der Ausgabe von Redline-Wirtschaft) und leichte Kost. Zumindest also kein riesiger Schmöker, eher so zum Drüberstreuen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Büchlein&#8230; ist immer Interpretationssache. 177 Seiten, allerdings in handlichem A5-Format (in der Ausgabe von Redline-Wirtschaft) und leichte Kost. Zumindest also kein riesiger Schmöker, eher so zum Drüberstreuen.</p>
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		<title>Von: Christian Henner-Fehr</title>
		<link>http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/03/08/ist-geiz-geil/#comment-2251</link>
		<dc:creator>Christian Henner-Fehr</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 16:42:36 +0000</pubDate>
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		<description>Danke, Gerald für das Zitat. Wilde bringt die Sache damit auf den Punkt.
Discounter und ein Staat, der vieles für uns regelt, sind wahrscheinlich eine gefährliche Mischung, die eigenen Initiativen eher abträglich zu sein scheint.
"Büchlein" heißt, dass es nicht so dick ist? :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke, Gerald für das Zitat. Wilde bringt die Sache damit auf den Punkt.<br />
Discounter und ein Staat, der vieles für uns regelt, sind wahrscheinlich eine gefährliche Mischung, die eigenen Initiativen eher abträglich zu sein scheint.<br />
&#8220;Büchlein&#8221; heißt, dass es nicht so dick ist? <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /></p>
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	<item>
		<title>Von: Gerald - hyperkontext</title>
		<link>http://kulturmanagement.wordpress.com/2008/03/08/ist-geiz-geil/#comment-2250</link>
		<dc:creator>Gerald - hyperkontext</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 11:58:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kulturmanagement.wordpress.com/?p=564#comment-2250</guid>
		<description>Volle Zustimmung! Vor allem auch der gespannte Bogen zur mentalen Einstellung zu Barrierefreiheit und so. 

Zu Geiz ist geil: 
Habe da vor einiger Zeit mal ein Büchlein zur "Billig"-Gesellschaft gelesen:
"BILLIG - Wie die Lust am Discount Wirtschaft und Gesellschaft verändert" von David Bosshart, ISBN-10: 3636015087. 

Dort wird eine Aussage von Oscar Wilde zitiert, die in diesem Zusammenhang sehr gut passt: "Wir wissen von allem den Preis, von nichts den Wert."

Ich kann mit diesem Kommentar ansonsten jetzt auch keinen sinnvollen Input liefern. Ich stelle mir auch immer wieder deine Frage: Wie packen wir das an?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Volle Zustimmung! Vor allem auch der gespannte Bogen zur mentalen Einstellung zu Barrierefreiheit und so. </p>
<p>Zu Geiz ist geil:<br />
Habe da vor einiger Zeit mal ein Büchlein zur &#8220;Billig&#8221;-Gesellschaft gelesen:<br />
&#8220;BILLIG - Wie die Lust am Discount Wirtschaft und Gesellschaft verändert&#8221; von David Bosshart, ISBN-10: 3636015087. </p>
<p>Dort wird eine Aussage von Oscar Wilde zitiert, die in diesem Zusammenhang sehr gut passt: &#8220;Wir wissen von allem den Preis, von nichts den Wert.&#8221;</p>
<p>Ich kann mit diesem Kommentar ansonsten jetzt auch keinen sinnvollen Input liefern. Ich stelle mir auch immer wieder deine Frage: Wie packen wir das an?</p>
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