Archiv für Dezember 10th, 2007
Aus Blogtexten wird Theater
Gerade bin ich auf BlogTXT Theaterfestival gestoßen. Worum geht es?
„Das Projekt BLOGGT DAS THEATER hat sich (unter der Federführung des Schauspielhauses Graz) zum Ziel gesetzt, aus privaten und multimedialen Internettagebüchern („Blogs“) gesellschaftliche und politische Tendenzen herauszufiltern und diese in Texten für das Theater umzusetzen. Es geht dabei vor allem um die Erforschung der Befindlichkeiten der Internetgeneration in den Partnerländern Italien, Polen, Rumänien und Ungarn – der Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Ansprüche, Wegrichtungen und Fragen, die sich im neuen europäischen Raum eröffnen.“
Sehr gut, die europäische Blogosphäre wird also künstlerisch aufbereitet und liefert das Material für das Theater. Bernd Graff lag schon richtig, als er sein berühmtes „ich blogge, also lebe ich„proklamierte.
Spaß beiseite: Noch bis Ende des Jahres sammeln Blogscouts für sie interessante Blogs. Über ihre Arbeit berichten sie im Projektblog, konkret hier oder hier. Ich persönlich finde ja das Forum interessanter. Dort gibt es jede Menge Blogs zu entdecken, die man dann bewerten darf(?). Warum das passiert und nach welchen Kriterien hier bewertet wird, das entzieht sich leider meiner Kenntnis. Aber die Mischung ist klasse, ein Blick hinein lohnt sich.
Außerdem nicht unwichtig: das „BlogTXT Theaterfestival“ wird von der EU gefördert und zeigt, welche Projekte Brüssel (teil)-finanziert.
Was haben erfolgreiche UnternehmerInnen gemeinsam?
Damon Clifford hat auf seinem CEOConsultant Blog eine Antwort auf die Frage „What Millionaire Entrepreneurs Have In Common“ gefunden. Was ist es, was die Erfolgreichen gemeinsam haben? Seine Antwort darauf klingt simpel: Sie setzen ihre Ideen schnell um.
Clifford erzählt in seinem Blogbeitrag von all den Ideen, die er innerhalb kürzester Zeit realisiert hat. Sein Erfolgsrezept beschreibt er so:
“ But in the end, all I’d really done was systematically and steadfastly implemented the new ideas I’d discovered.“
Wenn das schon alles ist, warum schaffen es dann nicht alle, ihre Ideen erfolgreich umzusetzen? Clifford nennt mehrere Gründe:
- „They don’t organize the information they’ve received (it all seems so overwhelming that it stays there in that notebook and nothing gets done.)
- They don’t have accountability systems in place (either a coach, mastermind group or other people to call them on their “stuff” when they’re procrastinating and get them into gear again.)
- Their focus is spread thin over many different projects and nothing ever really gets accomplished. It’s time to focus on ONE thing and one thing only, until achievement.
- They don’t set deadlines for completion, so the task list keeps dragging on and on, until it just disappears.“
Das heißt nun nicht, dass man alle Ideen sofort umsetzen müsse, schreibt Clifford weiter. Manche Ideen bleiben jahrelang auf seiner Liste. Aber: Der Stress, der entstehe, wenn man etwas wichtiges nicht umsetze, sei wesentlich höher als der, um eine Sache dann auch wirklich zu Ende zubringen, ist er überzeugt.
Als ich seinen Beitrag das erste Mal durchgelesen habe, gab es einige Aha-Effekte für mich. Vor allem fehlende Deadlines und eine dadurch anwachsende Liste sind ein aktuelles Thema für mich.
Clifford gibt sehr konkrete Anleitungen, wie man diesen Problemen begegnen kann:
- Projektideen in eine Liste eintragen
- Die Projekte in Kategorien einteilen
- Alle Vorhaben visualisieren (Mind Map)
- Drei der Projektideen auswählen, die in den nächsten vier Monaten umgesetzt werden (Deadline setzen)
Und was in meinen Augen besonders wichtig ist:
„I choose the 3 goals based on their return on investment of time, energy and money, as well as how quickly and effortlessly they can be accomplished.“
Natürlich lassen sich jede Menge Argumente finden, warum dieser Ansatz für einen selbst gerade nicht der richtige ist. Aber genau das ist wahrscheinlich der Haken. Ok, ich versuch das jetzt mal.
Und gerade der letzte Aspekt ist interessant, nämlich rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, wenn ein Projekt den Bach hinuntergeht. Ausreden gibt es genug, warum es bis jetzt nicht geklappt hat und warum es in den nächsten Wochen ganz sicher besser wird. Aber da wären wir dann ja schon wieder bei den bekannten Punkten.




