Archiv für April 12th, 2007
Businessplan offline und online erstellen
Auch im Kunst- und Kulturbereich gibt es immer mehr DienstleisterInnen, so wie mich zum Beispiel. Und wie jede/r andere UnternehmerIn habe ich mir anfangs auch Gedanken darüber gemacht, ob meine Dienstleistungen überhaupt rentabel sind. Einen hilfreichen Rahmen bietet da der Businessplan. Da ich keinen Kredit benötigt habe, bin ich damit nicht zu einer Bank gegangen. Aber der Businessplan hat mir dabei geholfen, Klarheit über mein Geschäft zu gewinnen. Und auch heute hole ich ihn mir immer wieder auf den Bildschirm, überlege mir, ob die Inhalte noch stimmen und führe zu Jahresbeginn die jeweiligen Planungen durch.
Bewährt hat sich bei mir das Softwarepaket für Gründer und junge Unternehmen, das das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie kostenlos zum Download anbietet. Vor kurzem ist die Version 9.0 veröffentlicht worden und wer nicht davor zurückschreckt, ca. 330MB auf seinen Computer zu laden, bekommt mit dem Softwarepaket ein Instrument in die Hand, mit dem sich gut arbeiten lässt, auch über die Gründungsphase hinaus. Dazu kommen jede Menge Tipps und Informationen, die sich – logischerweise – auf Deutschland beziehen.
Wer sich keine Software auf den eigenen Computer laden will, für den hat das Softwareunternehmen Lexware ein gutes Angebot. Im Online-Portal des Unternehmens können Gründungswillige kostenlos ihren Businessplan erstellen. Werden Sie mit Ihrem Businessplan nicht fertig, was wahrscheinlich ist, so können Sie das Dokument als zip-Datei auf Ihrem Computer abspeichern und später wieder hochladen und daran weiterarbeiten.
Tipp: Sie können die zip-Datei zwar entpacken und haben dann eine MS-Access-Datenbankdatei, an der Sie natürlich auch arbeiten können. Um online weiter zu arbeiten, benötigen Sie aber wieder die zip-Datei.
Außerdem besteht auch die Möglichkeit, sich den gesamten Businessplan in ein PDF umzuwandeln und abzuspeichern. Allerdings ist es dann nicht mehr möglich, später an Ihrem Plan online weiter zu arbeiten. Auch das Lexware-Portal stellt interessante Infos rund um das Thema Unternehmensgründung zur Verfügung.
Beide Angebote sind wie schon gesagt kostenlos und beide Tools lassen sich ohne große Probleme bedienen. Eine Empfehlung auszusprechen, fällt mir schwer. Ich halte beide Instrumente für überaus hilfreich und benutzerfreundlich. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich beide mal anschauen, ausprobieren und dann eine Entscheidung fällen.
Consumer Trends 2007
trendwatching.com stellt die „Top 5 consumer trends“ für dieses Jahr vor. Gefunden habe ich diesen Beitrag via fuel4arts, einer australischen Initiative, die sich unter anderem mit dem Thema Kunst- und Kulturmarketing beschäftigt. Im ersten Moment wollte ich die Information darüber eigentlich überlesen, denn was interessieren mich solche Trends? Dann habe ich den Beitrag aber doch angeklickt, und ihn auch gelesen.
Und was bringt mir das nun? Einiges, denn beim Lesen bin ich auf viele bekannte Dinge gestoßen, die mir tagtäglich begegnen. Die Struktur, die sich dahinter verbirgt und alle diesen kleinen oft unscheinbaren Dinge verbindet, fehlt mir aber oft. In diesem Beitrag habe ich ein paar dieser Strukturen entdecken können und mir die Frage gestellt: Welchen Trends folgen eigentlich die Menschen, denen ich gerne in meinem Konzert, meiner Ausstellung oder Lesung begegnen möchte. Wofür interessieren sie sich und vor allem, auf welche Art leben sie ihr Interesse aus. Das sollte uns als diejenigen, die diesen Menschen Angebote machen, sehr wohl interessieren.
Für mich ist dieser recht kurz gehaltene und schnell zu lesende Überblick ein Ansporn, mich mehr mit Trends und zukünftigen Entwicklungen zu beschäftigen. Die Herausforderung ist es dann, die Berührungspunkte zwischen kulturellen Angeboten und diesen Trends zu finden.
Web N+1 heißt es übrigens in dem Beitrag, nicht Web2.0




